Bahnstrecke Altenburg–Langenleuba-Oberhain
Abzw Nobitz–Langenleuba-Oberhain
Strecke der Bahnstrecke Altenburg–Langenleuba-Oberhain
Kursbuchstrecke (DB): 534 (1995)
Streckennummer: 6816; sä. Al
Streckenlänge: 20,97 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung: 10 
Minimaler Radius: 300 m
Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h
Legende
   
von Zeitz
   
von Leipzig
Bahnhof, Station
0,00 Altenburg 180 m
   
2,17 Wilchwitz
   
Abzw Nobitz
   
nach Hof
   
3,92 Nobitz früher Kotteritz 178 m
   
4,19 Flutbrücke (41 m)
   
Verbindungsbogen von Gößnitz
   
Abzw Stünzhain 192 m
   
7,22 Awanst Klausa 211 m
   
zum Flughafen Altenburg
   
7,47 Klausa 212 m
   
9,50 Ehrenhain 232 m
   
10,55 Viadukt Nirkendorf (232 m)
   
11,98 Boderitz (Kr Altenburg) 240 m
   
13,54 Wiesebach 230 m
   
14,52 Viadukt Frohnsdorf (Wiesebachviadukt; 306 m)
   
16,32 Beiern-Langenleuba 240 m
   
16,6 Brücke Beiern (50 m)
   
17,8 Viadukt Heidelbergsmühle (120 m)
   
Landesgrenze Thüringen - Sachsen
   
19,38 Steinbach (Kr Geithain) 240 m
   
EÜ Staatsstraße 57
   
19,75 Viadukt Steinbach (107 m)
   
EÜ Staatsstraße 57
   
21,70 Bundesstraße 95 (15 m)
   
21,84 Wernsdorf (b Penig) 255 m
   
von Penig
   
24,89 Langenleuba-Oberhain 271 m
   
nach Narsdorf–Rochlitz

Die Bahnstrecke Altenburg–Langenleuba-Oberhain war eine Nebenbahn in Thüringen und Sachsen. Sie verlief von Altenburg nach Langenleuba-Oberhain zum Anschluss an die Verbindung Rochlitz–Penig. 1998 wurde die Strecke stillgelegt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Bereits die 1870 gegründete Altenburg-Zeitzer Eisenbahngesellschaft hatte eine Verbindung von Altenburg in Richtung Narsdorf zum Anschluss an die Strecke Kieritzsch–Chemnitz vorgesehen, um neue Absatzgebiete für die im Altenburger Land geförderte Braunkohle zu erschließen. Realisiert wurde das Vorhaben allerdings erst in Regie der Kgl. Sächsischen Staatseisenbahnen als normalspurige Sekundärbahn. Im September 1899 begannen die Arbeiten an der neuen Strecke. Zur Überquerung der Täler war der Bau mehrerer größerer Viadukte notwendig, die fast durchgängig mit dem damals neuartigen Werkstoff Beton erstellt wurden. Eröffnet wurde die neue Bahn am 15. Juni 1901. Nach der politischen Wende im Osten Deutschlands 1989 verlor die Strecke recht rasch ihre Bedeutung im Personen- und Güterverkehr. Angesichts mehrerer schadhafter Brücken – für die eine Erneuerung aus Rentabilitätsgründen nicht mehr in Frage kam – wurde der Zugverkehr über die Gesamtstrecke zum Fahrplanwechsel am 27. Mai 1995 eingestellt. In Betrieb blieb zunächst nur noch die Anschlussbahn zum Flughafen Altenburg, die weiter im Güterverkehr bedient wurde.

Am 2. Juni 1998 wurde die Stilllegung des Abschnittes Ehrenhain–Langenleuba-Oberhain (–Narsdorf) durch das Eisenbahnbundesamt genehmigt. Juristisch vollzogen wurde sie am 15. August 1998. Am 31. Dezember 1999 wurde dann auch die restliche Strecke zwischen Nobitz und Ehrenhain aufgegeben[1], nachdem der Güterverkehr hier schon seit dem 21. Juni eingestellt war.

Die ehemalige Straßenbrücke über die Eisenbahnstrecke an der Straße zwischen Beiern und Langenleuba-Niederhain existiert nicht mehr. Die Brücke wurde Ende 2007 abgerissen und der kurvige Straßenverlauf durch umfangreiche Erdarbeiten begradigt. Die Trasse wurde in diesem Bereich komplett abgetragen.

Die Brücke über die Bundesstraße 95 existiert ebenfalls nicht mehr.

Galerie

Der über 300 Meter lange Viadukt bei Wiesebach

Siehe auch

Literatur

  • Erich Preuß, Rainer Preuß: Sächsische Staatseisenbahnen. transpress Verlagsgesellschaft mbH, Berlin 1991, ISBN 3-344-70700-0.

Einzelnachweise

  1. http://www.eisenbahn-bundesamt.de/Service/files/file_info/download.php?file=11_stillgelegte_strecken.xls

Weblinks


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