Bahnstrecke Buchloe–Memmingen
Buchloe – Memmingen
Kursbuchstrecke (DB): 971
Streckennummer: 5360
Streckenlänge: 46,1 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Legende
Strecke – geradeaus
von Schwabmünchen
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
Allgäubahn von Kaufering
Bahnhof, Station
0,000 Buchloe 616 m
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Allgäubahn nach Kaufbeuren
   
3,790 Wiedergeltingen
Brücke über Wasserlauf (groß)
Wertach
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
Staudenbahn von Markt Wald
Bahnhof, Station
8,261 Türkheim (Bay) Bahnhof 606 m
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Bad Wörishofen
Haltepunkt, Haltestelle
10,500 Rammingen
   
12,646 Unterrammingen
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
Mittelschwabenbahn von Pfaffenhausen
Bahnhof, Station
18,734 Mindelheim 606 m
Brücke über Wasserlauf (groß)
Mindel
Bahnhof, Station
24,831 Stetten (Schwaben) 624 m
Brücke über Wasserlauf (groß)
Östliche Günz
Bahnhof, Station
32,419 Sontheim (Schwaben) 616 m
Brücke über Wasserlauf (groß)
Westliche Günz
   
von Ottobeuren
Bahnhof ohne Personenverkehr
38,022 Ungerhausen
   
40,003 Schwaighausen
   
41,800 Eisenburg
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
Illertalbahn von Neu-Ulm
Bahnhof, Station
46,140 Memmingen 595 m
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Illertalbahn nach Kempten
   
nach Legau
Strecke – geradeaus
nach Leutkirch

Die Bahnstrecke Buchloe – Memmingen ist eine etwa 45 Kilometer lange eingleisige nicht elektrifizierte Hauptstrecke in Bayern. Sie verbindet die Städte Buchloe und Memmingen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1872 entstand die Strecke von Buchloe nach Memmingen. Die Strecke diente als Lückenschluss zwischen Buchloe und Leutkirch.

stillgelegter Bahnhof Ungerhausen

Aktuelles Verkehrsaufkommen

Im Fahrplanjahr 2010 verkehren auf der KBS 971 folgende Personenzüge:

Linie Strecke Taktfrequenz Wagenmaterial
EC 88 München  – Buchloe  – Memmingen  – Lindau  – Bregenz  – Zürich 3 Zugpaare täglich Baureihe 218 in Doppeltraktion mit Apm/Bpm 61-Wagen der SBB
RE München  – Buchloe  – Memmingen 2-Stundentakt Baureihe 218 mit n-Wagen als Wendezug
RB Memmingen - Mindelheim - Krumbach (-Günzburg) einzelne Züge
RB Augsburg  – Buchloe  – Memmingen  – Leutkirch  – Hergatz 2-Stundentakt Baureihe 218 mit n-Wagen als Wendezug; im Tagesrand teils 612 und 642
RE / RB (Augsburg  –) Buchloe  – Türkheim  – Bad Wörishofen Stundentakt Baureihe 642; ab/bis Buchloe teils in Doppeltraktion
Kreuzungsbahnhof Mindelheim

Die Züge von/nach Augsburg und München bilden auf dem Abschnitt Buchloe  – Memmingen einen Stundentakt.

Die Regionalzüge begegnen sich überwiegend planmäßig in Buchloe und Mindelheim. Daneben finden Zugkreuzungen auf allen noch vorhandenen Kreuzungsbahnhöfen der Strecke statt. Zur besseren Erreichbarkeit der Regionalzüge Memmingen – Ulm und von dort zum Fernverkehr ab Ulm werden zwischen Mindelheim und Memmingen einige Ergänzungszüge angeboten.

Vom Türkheimer Bahnhof zweigt eine Stichbahn nach Bad Wörishofen ab. In Mindelheim zweigt die Mittelschwabenbahn in Richtung Krumbach – Günzburg ab. Es gibt einige durchgehende Züge von der Mittelschwabenbahn in Richtung Memmingen und in der Gegenrichtung. Bei Ungerhausen zweigte die Bahnstrecke Ungerhausen – Ottobeuren ab, die mittlerweile als Radweg umgebaut wurde. In Hergatz besteht Anschluss nach Lindau Hbf.

Zukunft

Am 15. Februar 2008 unterzeichneten der deutsche Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und sein schweizerischer Amtskollege Moritz Leuenberger in Memmingen eine Absichtserklärung mit dem Inhalt, die Strecke München – Lindau auszubauen und das bisher nicht elektrifizierte Teilstück zwischen Geltendorf und Lindau zu elektrifizieren. Dieser Erklärung folgte am 18. Dezember 2008 eine Finanzierungserklärung. 2010 sollte mit dem Ausbau begonnen werden, 2015 sollte er abgeschlossen sein. Dieser Zeitplan kann aber wohl nicht eingehalten werden. Das Planfeststellungsverfahren werde laut einem Bahnsprecher voraussichtlich nicht vor 2012 beginnen; dadurch ist die geplante Fertigstellung bis 2015 nicht mehr möglich. Die veranschlagten Kosten von 205 Millionen Euro wollen sich der Bund, der Freistaat Bayern und die Schweiz teilen. Hintergrund ist der zukünftige Gotthard-Basistunnel. Insbesondere die Schweiz möchte die Strecke München – Buchloe – Memmingen – Lindau – Bregenz als Zulaufstrecke für diese neue Transitachse nutzen. Durch den Ausbau sollen Züge im Personenverkehr zwischen München und Zürich statt gegenwärtig vier Stunden Fahrzeit nur noch drei Stunden benötigen.[1] Außerdem sollen sich die Eurocity-Paare von derzeit vier täglich auf acht erhöhen, auch der Güterverkehr soll zunehmen.

Die Elektrifizierung der Strecke und deren Ausbau für Neigezüge kostet den Bund rund 210 Millionen Euro. Vorfinanziert wird die Verkehrsmaßnahme durch den Freistaat Bayern mit 55 Millionen Euro und die Schweiz, die ein zinsloses Darlehen in Höhe von 50 Millionen Euro gewährt. Dieses Darlehen der Schweiz wird aber voraussichtlich trotz der Verspätung gewährt, die Frist wurde auf allen Zulaufstrecken des Gotthard-Basistunnels um fünf Jahre verlängert. Zu den zahlreichen Baumaßnahmen auf der 197 Kilometer langen Strecke gehören die Anpassung von Bahnübergangsanlagen und Eisenbahnbrücken, der Einbau eines Zugüberwachungssystems und signaltechnische Anpassungen, der Bau von Bahnsteigunterführungen an den Bahnhöfen Türkheim und Kißlegg, der Neubau eines Mittelbahnsteigs in Türkheim, der Neubau eines Umrichterwerks im Raum Leutkirch und das Spannen des elektrischen Fahrdrahts auf rund 3200 Oberleitungsmasten.

Nach dem Ausbau ist geplant, die Teilstrecke Mindelheim - Memmingen in die Linie Ulm – Neu-Ulm – Günzburg – Mindelheim – Memmingen zur Regio-S-Bahn Donau-Iller einzubinden.

Einzelnachweise

  1. Augsburger Allgemeine: Schienenstrecke München-Lindau: Bund stellt für Verkehr Geld bereit

Literatur

  • Reinhold Breubeck: Die Eisenbahn in Mittelschwaben zwischen Iller und Wertach. Druck und Verlag Hans Obermayer GmbH, Buchloe 1999, ISBN 3-927781-18-5.

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