Bahnstrecke Břeclav–Lednice
(Břeclav–) Boří les–Lednice
Kursbuchstrecke (ČD): 247
Streckenlänge: 9,312 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h
Legende
Strecke – geradeaus
von Břeclav (vorm. KFNB)
Bahnhof, Station
86,044 Boří les früher Theimwald 160 m
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Hrušovany nad Jevišovku (vorm. KFNB)
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
87,677
0,000
Anschl. PKZ Poštorná
Bahnhof, Station
~0,4 Poštorná früher Unterthemenau 170 m
Haltepunkt, Haltestelle
~1,6 Charvátská Nová Ves 170 m
Haltepunkt, Haltestelle
~5,8 Lednice rybníky 170 m
7,679 Lednice früher Eisgrub 180 m

Die Bahnstrecke Břeclav–Lednice ist eine Nebenbahn („regionální dráha“)[1] in Tschechien, welche ursprünglich als staatlich garantierte Lokalbahn durch die Brünner Lokaleisenbahngesellschaft (BLEG) erbaut wurde. Sie verbindet den Eisenbahnknoten Břeclav (Lundenburg) mit der Gemeinde Lednice (Eisgrub) in Südmähren.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Am 6. August 1901 erhielt die Brünner Lokaleisenbahngesellschaft „die erbetene Concession zum Baue und Betriebe einer als normalspurige Localbahn auszuführenden Locomotiveisenbahn von der Station Lundenburg der Kaiser Ferdinands-Nordbahn, eventuell unter Mitbenützung einer Theilstrecke der Linie Lundenburg–Zellerndorf dieser Bahngesellschaft über Unterthemenau nach Eisgrub“ erteilt.[2]

Eröffnet wurde die Localbahn Lundenburg–Eisgrub am 17. November 1901. Die neue Strecke zweigte - wie in der Konzession vorgesehen - im Bahnhof Theimwald der Lundenburg-Grußbacher Bahn ab. Die Züge der Lokalbahn begannen und endeten jedoch von Anfang an in Lundenburg.

Die Betriebsführung übernahm die k.k. priv. Kaiser Ferdinands-Nordbahn, nach deren Verstaatlichung 1907 die k.k. österreichischen Staatsbahnen (kkStB). Nach dem Ersten Weltkrieg ging diese Aufgabe an die neugegründeten Tschechoslowakischen Staatsbahnen (ČSD) über.

Bahnhof Lednice

Nach der Angliederung des Sudetenlandes an Deutschland im Herbst 1938 kam die Strecke zur Deutschen Reichsbahn, Reichsbahndirektion Wien. Im Reichskursbuch war die Verbindung nun als KBS 462d Lundenburg–Eisgrub enthalten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam die Strecke wieder zur ČSD.

Der Fahrplan 2009 sieht nur noch im Sommerhalbjahr an Samstagen und Sonntagen Zugverkehr vor. Zum Einsatz kommt ein historischer Triebwagen der ČSD-Baureihe M 131.1. Der Anschluss des Keramikherstellers PKZ Keramika Poštorná wird noch im Güterverkehr bedient.

Einzelnachweise

  1. http://kormoran.vlada.cz/usneseni/usneseni_webtest.nsf/WebGovRes/97531C8254B32166C12571B6006B7243
  2. http://alex.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=rgb&datum=19010004&seite=00000326

Literatur

  • Zdeněk Hudec u.a.: Atlas drah české republiky 2006-2007, 2. Auflage; Verlag Pavel Malkus, Praha, 2006, ISBN 80-87047-00-1

Weblinks


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