Bahnstrecke Dortmund–Elberfeld
Elberfeld–Dortmund
Strecke der Bahnstrecke Elberfeld–Dortmund
Kursbuchstrecke (DB): 427, 455 (Fernbahn)
450.5, 450.8 (S-Bahn)
Streckennummer: 2550 (Wuppertal–Hagen)
2801 (Hagen–Dortmund)
2525 (Wuppertal–Schwelm, S-Bahn)
2701 (W-Oberbarmen–Schwelm, GV)
Streckenlänge: 56 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: 15 kV 16,7 Hz ~
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Verlauf
Legende
Strecke – geradeaus
Hauptstrecke nach Hamm
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
Strecke nach Lünen
31,3 Dortmund Hbf
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
Strecke nach Wanne-Eickel
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
Hauptstrecke nach Bochum/Witten
Dortmund West (geplant)
  Strecke DO-Mengede–Unna-Königsborg und
  Strecke DO-Lütgendortmund–Dortmund Süd
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Strecke nach Soest
Planfreie Kreuzung – unten
Strecke Dortmunderfeld–Abzw Schnettkerbrücke
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
27,6 Abzw Schönau
  Strecke nach Dortmund-Dortmunderfeld,
  zur Strecke nach Dortmund-Huckarde und
  Strecke nach Dortmund-Lüttgendortmund
S-Bahnhalt…
25,6 Dortmund-Barop
Dortmund-Hombruch (geplant)
S-Bahnhalt…
23,2 Dortmund-Kruckel
Witten-Rüdinghauser Feld (geplant)
S-Bahnhof
20,3 Witten-Annen Nord
Witten Universität (geplant)
ehem. „Rheinischer Esel“
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
Hauptstrecke nach Bochum/Dortmund
15,3 Witten Hbf
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
Strecke nach Schwelm
7,8 Wetter (Ruhr)
Brücke über Wasserlauf (groß)
Ruhr
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
Mittlere Ruhrtalbahn
S-Bahnhof
4,3 Hagen-Vorhalle
ehem. „Wuppertaler Nordbahn“
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links und rechts
zur „Wuppertaler Nordbahn“
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
Strecke nach Hamm und
Ruhr-Sieg-Strecke nach Siegen
Brücke über Wasserlauf (groß)
Volme
Hagen-Eckesey (geplant)
0,0
141,7
Hagen Hbf
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Volmetalbahn nach Brügge
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
S-Bahnstrecke nach Gevelsberg
Bahnhof ohne Personenverkehr – Dienststation, Betriebs- oder Güterbahnhof
138,1 Hagen-Haspe
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
Ennepetalbahn nach Altenvoerde
132,7 Gevelsberg
Planfreie Kreuzung – oben
Ennepetalbahn nach Altenvoerde
Haltepunkt, Haltestelle
130,5 Ennepetal (Gevelsberg) ehem. Milspe
S-Bahnstrecke nach Gevelsberg
126,0
(5,2)
Schwelm
ehem. Verbindungsstrecke zur Nordbahn
Schwelm West
(2,2) Wuppertal-Langerfeld (alt)
(1,8) Wuppertal-Langerfeld
Wuppertal-Langerfeld Hp
ehem. Verbindungsstrecke zur Nordbahn
(nur Güterverkehr)
ehem. Strecke nach Wuppertal-Rauenthal
Strecke nach Wuppertal-Rauenthal
ehem. Trasse nach Wuppertal-Rauenthal
(0,0)
120,9
Wuppertal-Oberbarmen
118,9 Wuppertal-Barmen
117,0 Wuppertal-Unterbarmen
115,7 Döppersberg (urspr. Streckenbeginn)
115,4 Wuppertal Hbf ehem. Elberfeld
Hauptstrecke nach Düsseldorf

Die Bahnstrecke Elberfeld–Dortmund ist eine der wichtigsten und am meisten befahrenen Eisenbahnstrecken in Deutschland. Sie ist Hauptachse des Schienenpersonenfern-, -nahverkehrs und Güterverkehrs unmittelbar südlich des Ruhrgebietes, u. a. befahren von Intercity-Express, InterCity, Regional-Express, Regionalbahn und S-Bahn.

Diese 56 Kilometer lange Strecke ist die Stammstrecke der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft, sie wurde 1849 eröffnet und seitdem mehrfach ausgebaut und auf kompletter Länge elektrifiziert.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Da die Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft schon bei der Planung ihrer Strecke das Bergische Land entlang von Ruhr und Wupper weiträumig zu umgehen gedachte, erwarb die Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft (BME) am 12. Juli 1844 die preußische Konzession für eine Bahnverbindung des hochindustrialisierten Gebietes im Tal der Wupper und des Bergischen Landes in östlicher Richtung. Eine Verbindung nach Westen zum Rhein hatte die 1837 gegründete Düsseldorf-Elberfelder Eisenbahn-Gesellschaft (DEE) bereits 1841 fertiggestellt.

Ausbau der Hauptstrecke

Nach der Verstaatlichung der BME begann man, diese die bedeutenden Eisenbahnknotenpunkte Düsseldorf und Dortmund verbindende Strecke nach und nach auszubauen. Zwischen 1900 und 1915 wurde ein zusätzliches Gleispaar für den lokalen Verkehr gebaut (im Sprachgebrauch der Bahn „Ortsgleise“ genannt), um die vorhandenen Gleise für durchgehende Züge freizuhalten. Die ersten Gleise wurden bis 1911 zwischen Unter- und Oberbarmen errichtet, von Elberfeld nach Vohwinkel wurden sie am 10. April 1913 eröffnet, zwei Jahre später dann erfolgte der „Lückenschluss“ zwischen Elberfeld und Unterbarmen.

Ausbau für S-Bahn

Im Zuge der Einrichtung der S-Bahn-Linie S 8 wurden die im vorherigen Abschnitt genannten Ortsgleise zwischen Wuppertal-Vohwinkel und Wuppertal-Oberbarmen in die neue Strecke der S-Bahn (2525) integriert. Am 29. Mai 1988 erfolgte die Eröffnung der neuen Streckenstücke von Wuppertal-Oberbarmen bis zum Abzweig Linderhausen zur Bahnstrecke Schwelm–Witten nach Osten, sowie von Wuppertal-Vohwinkel nach Düsseldorf Hbf Richtung Westen.

Heutige Situation

Die Bahnstrecke verläuft zum Teil parallel zu der von der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft gebauten Wuppertaler Nordbahn, die nördlich der Wupper durch das Bergische Land führte und heute größtenteils stillgelegt ist.

Die S-Bahn-Linie S 8 von Hagen über Düsseldorf nach Mönchengladbach benutzt heute Teilabschnitte beider Strecken, sowie der sie verbindenden Bahnstrecke Witten–Schwelm. Die S-Bahn-Linie S 5 von Dortmund über Witten nach Hagen (und weiter als S 8) fährt auf ihrer kompletten Fahrtstrecke entlang des historischen Streckenverlaufes.

Zugangebot

Im Personenfernverkehr wird die Strecke im Stundentakt von der InterCityExpress-Linie 10 von Köln (zweistündig von Bonn) über Hamm (Westf) und Hannover nach Berlin mit Halt in Wuppertal und Hagen befahren. Darüber hinaus verkehren weitere einzelne ICE sowie zweistündlich im Wechsel InterCity der Linien 31 und 55 zwischen Köln und Dortmund, ebenfalls mit Zwischenhalten in Wuppertal und Hagen. Siehe hierzu Liste der Intercity-Bahnhöfe bzw. Liste der Intercity-Express-Bahnhöfe.

Die Regional-Express-Linie RE 4 „Wupper-Express“ von Aachen über Mönchengladbach und Düsseldorf folgt ab Wuppertal Hbf dem Verlauf der Bahnstrecke bis zum Wittener Hauptbahnhof, wo sie eine 1988 eröffnete Neubaustrecke zwischen Witten und Dortmund über Bochum-Langendreer nimmt. Der Abschnitt zwischen Witten und Dortmund wird heute nur noch von der im 20/40-Minutentakt verkehrenden S 5 genutzt.

Weitere Nahverkehrslinien, die zumindest Teile der Strecke befahren, sind des weiteren der RE 7 „Rhein-Münsterland-Express“ und RE 13 „Maas-Wupper-Express“ auf dem Abschnitt zwischen Wuppertal Hbf und Hagen Hbf, der RE 16 „Ruhr-Sieg-Express“ und die RB 40 „Ruhr-Lenne-Bahn“ zwischen Hagen Hbf und Witten Hbf, sowie die RB 47 „Der Müngstener“ (auf den Ortsgleisen von 1913/5) und RB 48 „Rhein-Wupper-Bahn“ zwischen Wuppertal Hbf und Wuppertal-Oberbarmen.

Siehe auch

Weblinks

NRWbahnarchiv von André Joost:

weitere Belege:


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