Bahnstrecke Eichstätt Bahnhof–Eichstätt Stadt
Eichstätt–Beilngries
Strecke der Bahnstrecke Eichstätt–Beilngries
Kursbuchstrecke (DB): 991 (Eichstätt Bahnhof–Eichstätt Stadt)
Streckennummer: 5323 (Eichstätt–Kinding)
Streckenlänge: 46,4 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Legende
Strecke – geradeaus
von Ingolstadt Hbf
Bahnhof, Station
0,0 Eichstätt Bahnhof
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Treuchtlingen
Tunnel
0,5 Tunnel Schneckenberg (189 m)
Haltepunkt, Haltestelle
0,7 Wasserzell (b. Eichstätt)
Haltepunkt, Haltestelle
2,5 Rebdorf-Hofmühle
Bahnhof ohne Personenverkehr – Dienststation, Betriebs- oder Güterbahnhof
3,9 Schlagbrücke (Güterverkehr)
5,2 Eichstätt Stadt
7,5 Pietenfeld
10,1 Landershofen
12,6 Pfünz
14,0 Inching
17,3 Walting
20,2 Pfalzpaint
22,1 Gungolding
24,1 Arnsberg (Bay)
27,4 Böhming
29,4 Kipfenberg
34,0 Ilbling
35,3 Kinding
40,2 Unteremmendorf
41,6 Pfraundorf
42,9 Badanhausen
von Dietfurt (Altmühl)
46,4 Beilngries
nach Neumarkt (Oberpf)

Die Bahnstrecke Eichstätt–Beilngries, von der heute noch der Abschnitt Eichstätt Bahnhof–Eichstätt Stadt existiert, ist eine eingleisige Nebenbahn in Oberbayern und der Oberpfalz. Die Strecke wurde auch als Altmühlbahn bezeichnet, da sie zum großen Teil neben der Altmühl verlief.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Bau der zunächst schmalspurigen Strecke (1000 mm Spurweite) erfolgte in mehreren Abschnitten. Zuerst wurde die Strecke von Eichstätt Bahnhof nach Eichstätt Stadt am 15. September 1885 eröffnet, die Erweiterung bis Kinding erfolgte am 7. November 1898. Von Beilngries aus wurde die regelspurige Strecke (1435 mm Spurweite) am 5. November 1929 bis Kinding für den Verkehr freigegeben. Bis 4. Oktober 1934 wurde die Schmalspurbahn komplett umgespurt und zwischen den beiden Eichstätter Bahnhöfen neu trassiert. Dabei entstand auch der "Schneckenbergtunnel".

Bereit in den 1950er Jahren machte sich die Zunahme des motorisierten Individualverkehrs bemerkbar: der Personenverkehr wurde am 2. Oktober 1955 auf dem Streckenteil zwischen Beilngries und Kinding und am 29. Mai 1960 von Eichstätt nach Kipfenberg eingestellt. Der Güterverkehr wurde ebenfalls zurückgefahren und zum 2. Juni 1973 ganz aufgegeben. Im Anschluss wurde die Strecke zwischen Eichstätt Stadt und Beilngries stillgelegt und abgebaut. 1996 wurde auch der noch bestehende Güterverkehr auf der Reststrecke Eichstätt Stadt und Eichstätt Bahnhof eingestellt. In den Sommermonaten ist auf der Strecke ein erhöhtes Fahrradaufkommen zu beobachten.

Streckenbeschreibung

Ehemaliger Bahnhof Kinding
Haltepunkt Rebdorf-Hofmühle

Die Altmühltalbahn folgte, wie der Name bereits sagt, auf ihrem Weg von Beilngries nach Eichstätt stets dem Lauf der Altmühl. Der Abschnitt Eichstätt Stadt–Eichstätt Bahnhof ist heute noch als Kursbuchstrecke 991 in Betrieb und wird für Zubringerfahrten von Eichstätt zur Hauptstrecke (München–)Ingolstadt–Treuchtlingen (Kursbuchstrecke 990) verwendet.

Heutiger Zustand

Die Strecke Eichstätt Bahnhof–Eichstätt Stadt wurde im Jahr 2001 saniert und mit vollständig neuen Gleisen ausgestattet. Der ehemalige Güterbahnhof in Eichstätt Stadt ist mittlerweile abgebaut und wird als Parkplatz genutzt. In Eichstätt gibt es derzeit eine Initiative zur Verlängerung der Strecke bis ins Eichstätter Industriegebiet für Personen- und Güterverkehr. Derzeit fährt DB Regio Oberbayern mit Triebwagen der Baureihe 642 zwischen Eichstätt Bahnhof und Eichstätt Stadt im Stundentakt, in der Hauptverkehrszeit im Halbstundentakt. Ab Dezember 2009 wird die Bayerische Regiobahn den Verkehr auf der Strecke übernehmen.

Die Reststrecke von Eichstätt Stadt nach Beilngries wird zum Teil als Radweg („Altmühl-Radweg“) verwendet oder ist durch den Bau des Main-Donau-Kanals und der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt–München vollständig verschwunden.

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