Bahnstrecke Falkenstein–Muldenberg
Falkenstein (Vogtl.)–Muldenberg
Strecke der Bahnstrecke Falkenstein–Muldenberg
Ausschnitt der Streckenkarte Sachsen von 1902
Kursbuchstrecke (DB): 539
Streckennummer: 6649; sä. FM
Streckenlänge: 10,274 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung: 20 
Minimaler Radius: 245 m
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
Legende
Strecke – geradeaus
von Zwickau
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
von Herlasgrün
Bahnhof, Station
-0,061 Falkenstein (Vogtl) 552 m
   
nach Oelsnitz/Vogtl.
Haltepunkt, Haltestelle
6,763 Grünbach (Vogtl) (ehem. Bf) 675 m
   
von Chemnitz–Aue
Bahnhof, Station
10,213 Muldenberg 692 m
Strecke – geradeaus
nach Adorf

Die Bahnstrecke Falkenstein–Muldenberg ist eine Nebenbahn in Sachsen, welche als Verbindungsbahn zwischen den heute nur noch teilweise in Betrieb befindlichen Strecken Herlasgrün–Oelsnitz und Chemnitz–Aue–Adorf errichtet wurde. Sie beginnt in Falkenstein/Vogtl. und führt über Grünbach nach Muldenberg.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Schon frühzeitig wurde eine Verbindung zwischen der 1865 eröffneten Strecke Herlasgrün–Oelsnitz und der seit 1875 bestehenden Chemnitz-Aue-Adorfer Eisenbahn gefordert. Neben einer besseren Anbindung der Region um Klingenthal an das Oberzentrum Zwickau sollte die neue Strecke auch der billigeren Einfuhr der böhmischen Kohle aus dem Falkenauer Becken dienen.

Im Frühjahr 1890[1] begann der Bau der Verbindung als normalspurige Sekundärbahn. Die Trassierung entlang der Flanken des Göltzschtales erforderte umfangreiche Erdarbeiten, ansonsten kam die neue Strecke ohne größere Kunstbauten wie Brücken und Tunnel aus. Eröffnet wurde die Strecke am 15. November 1892.

Mitte der 1990er Jahre wurde die Strecke als Teilstück der Verbindung Reichenbach/Zwickau–Adorf/Klingenthal durch den Freistaat Sachsen als Pilotprojekt für die Revitalisierung einer stilllegungsgefährdeten Nebenbahn ausgewählt. Nach einer umfassenden Gleiserneuerung in den Jahren 1996/97 konnte die Streckengeschwindigkeit auf 80 km/h angehoben werden.

Seit 1997 wird die Strecke nur noch von der privaten Vogtlandbahn im SPNV bedient. Güterverkehr findet seit Mitte der 1990er Jahre nicht mehr statt.

Literatur

  • Erich Preuß, Rainer Preuß: Sächsische Staatseisenbahnen. transpress Verlagsgesellschaft mbH, Berlin 1991, ISBN 3-344-70700-0
  • Wilfried Rettig: Die Eisenbahnen im Vogtland, Band 1; EK-Verlag, Freiburg, 2001; ISBN 3-88255-686-2

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Wilfried Rettig: Die Eisenbahnen im Vogtland, Band 1, S. 127

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