Bahnstrecke Freiberg–Halsbrücke
Freiberg–Halsbrücke
Strecke der Bahnstrecke Freiberg–Halsbrücke
Streckennummer: 6615; sä. FH
Streckenlänge: 7,448 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung: 25 
Minimaler Radius: 180 m
Legende
Strecke – geradeaus
von Chemnitz
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
von Nossen
Bahnhof, Station
0,00 Freiberg (Sachs) 413 m
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Holzhau
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Dresden
   
1,10 Anschlussbahn Industriegebiet Saxonia
   
1,51 Anschlussbahn Turmhofschacht
   
1,75 Anschlussbahn VEB Porzellanfabrik Freiberg
   
2,36 Freiberg (Sachs) Ost (früher Freiberg Schachtbf) 422 m
   
Anschlussbahn Brennstoffinstitut/HKW Nord
   
5,03 Tuttendorf 369 m
   
7,45 Halsbrücke 326 m

Die Bahnstrecke Freiberg–Halsbrücke war eine Nebenbahn in Sachsen. Sie verlief von der Bergstadt Freiberg nach Halsbrücke, einem wichtigen Standort der sächsischen Buntmetallurgie. Stationen waren der Bahnhof Freiberg Ost (früher auch Schachtbahnhof genannt) und der Haltepunkt Tuttendorf.

Geschichte

Die bei Freiberg ansässigen Bergbauunternehmen bemühten sich schon recht frühzeitig um einen Anschluss an das Eisenbahnnetz. Vor allem der Versand der geförderten Erze, aber auch der Empfang der im Bergbau für die Aufbereitung der Erze benötigten Säuren war auf dem Straßenweg umständlich und teuer.

Im April 1889 begannen die Bauarbeiten an der Strecke von Freiberg nach Halsbrücke. Da kaum größere Kunstbauten errichtet werden mussten, war die Strecke nach einem Jahr Bauzeit fertiggestellt. Eröffnet wurde die neue Sekundärbahn am 13. Juli 1890 gemeinsam mit der südlich von Freiberg gelegenen Strecke Berthelsdorf–Großhartmannsdorf/Langenau.

Die Bedeutung der Strecke lag stets im Güterverkehr. Neben den Schachtanlagen Reiche Zeche, Turmhofschacht und Davidschacht besaßen eine ganze Reihe weiterer Unternehmen im Freiberger Norden Anschlussgleise an der Strecke Freiberg-Halsbrücke. In den 1960er Jahren entstand eine zwei Kilometer lange Anschlussbahn zum Brennstoffinstitut, welche in den 1980er Jahren noch einen Abzweig zum neugebauten Heizkraftwerk Nord erhielt.

Nach der Einstellung des Bergbaues in Freiberg 1969 begann der Niedergang der Strecke. Am 1. Juni 1975 wurde der Reisezugverkehr eingestellt. Güterverkehr von Freiberg Ost bis Halsbrücke fand noch bis 1995 statt. Danach wurde die Strecke stillgelegt, aber nicht abgebaut. Bis zum Kilometer 1,507 wurde die Strecke am 10. Mai 2004 in ein Nebengleis des Bahnhofes Freiberg umgewandelt.

Streckenbeschreibung

Die Strecke verlässt den Bahnhof Freiberg in östlicher Richtung, um dann in einem Bogen nach Norden zu schwenken. Erste Station war der Bahnhof Freiberg Ost (früher auch Schachtbahnhof genannt) mit 422 m ü. M. höchster Punkt der Strecke. Der weitere Verlauf ist nördlich beziehungsweise nordöstlich bis zum Erreichen des Haltepunktes Tuttendorf. Von hier aus verläuft die Strecke noch weiterhin in nördlicher Richtung, um später westlich in Richtung Bahnhof Halsbrücke, einem Kopfbahnhof und gleichzeitig Endbahnhof dieser Strecke, einzuschwenken. Der Bahnhof Halsbrücke liegt auf 326 m ü. M. und ist tiefster Punkt. Insgesamt überwindet die Strecke somit einen Höhenunterschied von 96 m.

Literatur

  • Thomas Berger: 100 Jahre Berthelsdorf-Langenau und Freiberg-Halsbrücke. in: Modelleisenbahner 39 (1990) 7, S. 6-8
  • Erich Preuß, Rainer Preuß: Sächsische Staatseisenbahnen. transpress Verlagsgesellschaft mbH, Berlin 1991, ISBN 3-344-70700-0.

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