1. FCN Handball
1. FCN Handball e. V.
Logo
Vereinsdaten
Gründung 1995 (1921)
Adresse/
Kontakt
c/o Dr. Ludwig Glaßer

Kronstädter Straße 8
90480 Nürnberg

1. Vorsitzender Dr. jur. Hans-Georg Woertge
2. Vorsitzender Kurt Mäder
Mitglieder 210 (2007)
Vereinsfarben Rot-Weiß
Vereinserfolge 13x Deutscher Meister (Damen)
2x Deutscher Pokalsieger (Damen)
1x Europapokalsieger (Damen)
Saison 2007/08 Platz 1
Internet
Homepage www.1-fcn-handball.de

Die Handball-Abteilung des 1. FC Nürnberg wurde 1921 gegründet. Die größten Erfolge konnte die Frauenabteilung erringen, die in den 1960er-Jahren den westdeutschen Frauenhandball dominierte. Seit sich der Hauptverein 1. FC Nürnberg aus organisatorischen Gründen 1995 in Einzelvereine unter einem gemeinsamen Dach aufspaltete, ist der 1. FCN Handball e. V. ein eigenständiger Verein.

Inhaltsverzeichnis

Handballfrauen

Geschichte

Ab 1998 gelang der 1. Frauenmannschaft ein Durchmarsch von der fünftklassigen Verbandsliga bis in die 1. Bundesliga. Dabei gewann das Team in der Verbandsliga 1998/99, in der Bayernliga 1999/2000 sowie in der Regionalliga 2000/01 alle Spiele und verlor auch 2001/02 in der 2. Bundesliga kein einziges Spiel bei allerdings drei Unentschieden. Als Aufsteiger gelang dann in der 1. Bundesliga 2002/03 ein dritter Platz, das folgende Jahr schloss das Team mit einem 2. Platz und dem Pokalsieg ab, bevor der Durchmarsch aus der Fünftklassigkeit in der Saison 2004/2005 mit dem Gewinn der elften deutschen Meisterschaft gekrönt wurde. In der folgenden Saison stand der Verein zwar nach der Punktspielrunde auf Platz 1, verlor jedoch in den Play-offs das Halbfinale gegen den späteren Meister HC Leipzig. Das Spiel um Platz 3 gewannen die Spielerinnen gegen den DJK/MJC Trier.

Anfang Juni 2006 schloss sich das gesamte Regionalliga-Frauenteam des ehemaligen Zweitligisten HG Quelle Fürth dem 1. FCN Handball als neue zweite Mannschaft an. Die HG Quelle Fürth ist eine Handballspielgemeinschaft des TV Fürth 1860 und der SpVgg Fürth.[1] In der Saison 2006/2007 errangen die Clubhandballerinnen in den Finalspielen gegen Bayer Leverkusen erneut den Titel. Mit einem 38:31 in eigener Halle gelang es, den Fünftore-Rückstand aus dem Hinspiel in Leverkusen zu drehen.[2] Zu diesem Zeitpunkt stand noch nicht fest, ob der FCN für die folgende Saison erneut eine Bundesligalizenz erhält, da die den Spielbetrieb finanzierende Bundesliga-GmbH Sportförderung Noris Insolvenz anmelden musste.[3] Erst nach einem Protest gegen die Lizenzverweigerung erhielt der FCN diese doch noch.[4] In die neue Saison gingen die Club-Handballerinen mit nur noch sieben Spielerinnen aus der Meistermannschaft, die um drei Neuzugänge aus der Regionalliga ergänzt sowie die dänische Nationalspielerin Maja Sommerlund verstärkt worden war. Der Bundesligaspielbetrieb ist ab dieser Saison in der neu gegründeten 1. FCN Handball GmbH organisiert.[5] In der EHF Champions League gelang 2007/08 der Einzug ins Viertelfinale. Im DHB-Pokal kam es in derselben Saison im Finale zu einem Aufeinandertreffen mit dem HC Leipzig, das mit 28:33 verloren ging. Denselben Gegner besiegten sie allerdings in beiden Finalspielen um die Deutsche Meisterschaft und verteidigten so ihren Titel.

Die Bundesliga-Heimspiele werden in der Halle am Berliner Platz, auch Sporthalle im Berufsbildungszentrum (BBZ) genannt, ausgetragen. Das Fassungsvermögen beträgt 2.166 Zuschauer.

Erfolge

13 mal Deutscher Meister:

  • Großfeld 1961, 1963, 1964, 1965, 1968
  • Kleinfeld 1969, 1971
  • Halle 1964, 1969, 1970, 2005, 2007, 2008

2 mal Deutscher Pokalsieger:

  • Halle 2004, 2005

1 mal Europapokalsieger:

  • Challenge Cup Sieger 2004

Die Saisonbilanzen seit 1999/00

Saison Spielklasse Platz Spiele S U N Tore Diff. Punkte
1999/00 Bayernliga 1 22 22 0 0 593:317 276 44:0
2000/01 Regionalliga Süd 1 26 26 0 0 779:553 226 52:0
2001/02 2. Bundesliga Süd 1 26 23 3 0 825:613 212 49:3
2002/03 Bundesliga 3 24 15 3 6 656:589 67 33:15
2003/04 Bundesliga 2 22 17 1 4 679:535 144 31:9
2004/05 Bundesliga 1 21 17 2 2 647:521 126 36:6
2005/06 Bundesliga 1 22 18 1 3 696:533 163 37:7
2006/07 Bundesliga 1 22 19 1 2 731:517 214 39:5
2007/08 Bundesliga 1 22 19 1 2 722:593 129 39:5

In der Saison 2003/04 wurden dem 1. FCN vier Punkte abgezogen.

Deutscher Meister

Der 1. FCN in den Meister-Play-Offs

Kader für die Saison 2008/09

Nr. Nat. Name Position Geburtstag Größe seit Letzter Verein
1 Deutsche Sabine Stockhorst TW 14.09.1986 2007 1. FC Nürnberg II
12 Slowakin Marianna Gubová TW 18.10.1971 1,75 m 2004 Hypo Niederösterreich
16 Deutsche Jana Krause TW 10.06.1987 1,88 m 2004 HC Leipzig
3 Deutsche Tanja Schorradt KM 03.06.1991 2008 1. FC Nürnberg II
4 Österreicherin Beate Scheffknecht RL 25.02.1990 1,75 m 2008 SSV Dornbirn-Schoren
5 Deutsche Christina Rohde RR 22.04.1982 1,82 m 2003 TuS Eintracht Minden
6 Deutsche Sara Walzik LA 18.04.1987 1,66 m 2005 HG Quelle Fürth
9 Deutsche Linda Jäger RM 25.04.1991 2008 1. FC Nürnberg II
10 Deutsche Lisa Gebhard RA 23.05.1990 2008 1. FC Nürnberg II
13 Deutsche Kerstin Wohlbold RM 11.01.1984 1,70 m 2006 SV Allensbach
15 Deutsche Ania Rösler RL/RM 14.05.1982 1,76 m 2004 TuS Metzingen
17 Deutsche Franziska Garcia-Almendaris KM 31.01.1984 1,70 m 2008 TSG Ketsch
18 Deutsche Franziska Beck LA 16.06.1985 1,74 m 2003 TSV Vaterstetten
19 Österreicherin Katrin Engel RA 02.05.1984 1,73 m 2008 Hypo Niederösterreich
22 Deutsche Christina Stockhorst KM 14.09.1986 2008 1. FC Nürnberg II
Slowake Csaba Szücs Trainer 11.01.1966 2,00 m 2008 TS Herzogenaurach

Neuzugänge 2008/09

Abgänge 2008/09

  • Simon Luber (Laufbahnende)
  • Alexandra Kubasta (TuS Metzingen)
  • Maja Sommerlund (VfL Sindelfingen)
  • Petra Popluharova (Slowakei)
  • Stephanie Ofenböck (Laufbahnende)
  • Miriam Simakova (Rulmentul Braşov)

Bekannte ehemalige Spielerinnen

  • Kathrin Blacha, Kreis, 222 Länderspiele für Deutschland
  • Corina Christenau, Rückraum, 6 Länderspiele für Deutschland (plus 42 für Rumänien)
  • Georgeta Dinis-Virtic, Kreis, 32 Länderspiele für Rumänien
  • Miriam Simakova, Rückraum, slowakische Nationalspielerin
  • Sylvia Harlander, Torhüterin, 60 Länderspiele für Deutschland
  • Agnieszka Tobiasz, Rückraum, 96 Länderspiele für Deutschland (plus 9 für Polen)
  • Barbara Strass, Linksaußen, 273 Länderspiele für Österreich

Stand der Angaben: 11. Juli 2008

Trainer

  • Herbert Müller, parallel auch Teamchef der Frauennationalmannschaft Österreichs, hat den Verein zum 12. Juli 2008 verlassen. Er trainiert künftig den rumänischen Spitzenclub Rulmentul Braşov. Sein Nachfolger ist der Slowake Csaba Szücs.

Handballmänner

Die Herrenhandballer des 1. FC Nürnberg verzeichnen in ihrer Geschichte deutlich weniger Erfolge als die Damen. Immerhin stand die erste Mannschaft 1949 im Viertelfinale der Endrunde um die deutsche Feldhandballmeisterschaft.[6] Und noch zehn Jahre später gehörten die Männer auf dem Großfeld zu den besten bayerischen Teams, wie die bayerischen Meisterschaften von 1959 und 1962 zeigen.[7]

In der Saison 2007/2008 spielte die 1. Mannschaft in der Bezirksoberliga.

Weblinks

Quellen

  1. Wieland Peter: Die Paketlösung aus Fürth. Handballerinnen der HG Quelle wechseln zum 1. FCN, in: Nürnberger Nachrichten, 2. Juni 2006
  2. Reiner Weichenrieder: Club-Handballerinnen schaffen das Wunder, Nürnberger Nachrichten, 21. Mai 2007
  3. Melanie Bachhuber: Schlamassel mit Lerneffekt?, Nürnberger Zeitung, 21. Mai 2007
  4. C. M. BVB-Handballerinnen endgültig abgestiegen, Westfälische Rundschau, 23. Mai 2007
  5. Melanie Bachhuber: Saison mit vielen Unbekannten, Nürnberger Zeitung, 28. August 2007
  6. Endrunde um die deutsche Feldhandball-Meisterschaft 1949, www.bundesligainfo.de (13. April 2008)
  7. 75 Jahre. Die Laimer Generationen. Ein kurzer Blick in die Laimer Handballwelt, Website des ESV München-Laim (13. April 2008)

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