Bahnstrecke Grevesmühlen-Klütz
Grevesmühlen–Klütz
Kursbuchstrecke (DB): ex 153, ex 783 (DR)
Streckennummer: 6931
Streckenlänge: 15,3 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Legende
Strecke – geradeaus
von Bad Kleinen
Bahnhof, Station
0,0 Grevesmühlen
nach Lübeck
4,3 Gostorf
6,8 Moor
10,8 Reppenhagen
12,2 Stellshagen
15,3 Klütz

Die Bahnstrecke Grevesmühlen–Klütz ist eine nicht elektrifizierte Nebenbahn im Nordwesten Mecklenburg-Vorpommerns. Sie wurde 1905 eröffnet. 2006 wurden die Gleise abgebaut. Die Strecke soll zur Schmalspurbahn umgebaut werden. Die Strecke wird auch „Kaffeebrenner“ oder „Klützer Kaffeebrenner“ genannt.

Inhaltsverzeichnis

Streckenbeschreibung

Die rund 15 Kilometer lange Strecke zweigt von der Hauptbahn Lübeck–Bad Kleinen in der Kreisstadt Grevesmühlen nach Norden ab. Durch den Klützer Winkel führt sie nordwärts, später nordostwärts bis zur Kleinstadt Klütz. Weitere fünf Kilometer nordöstlich liegt das Ostseebad Boltenhagen, das von der Strecke nie erreicht wurde.

Geschichte

Die Strecke wurde am 6. Juni 1905 eröffnet. Die Fahrzeit im Personenverkehr betrug 1929 rund 40 Minuten bei drei Zugpaaren täglich und 1975 knapp 30 Minuten. Damals verkehrten werktags vier Personenzugpaare auf der Strecke. Die Kursbuchnummer war 783. Mit der Fusion von Deutscher Reichsbahn und Deutscher Bundesbahn erhielt die Strecke die Kursbuchnummer 153.

Am 1. Januar 1994 wurde der Güterverkehr eingestellt. Im Mai 1995, kurz vor dem 90-jährigen Bestehen der Strecke, wurde auch der Personenverkehr abbestellt. 1996 wurde die Klützer Ostsee-Eisenbahn (KOE) gegründet, die ab dem 6. Juni 1997 touristischen Verkehr mit historischen Dampflokomotiven, Diesellokomotiven und Triebwagen anbot. Dieser Betrieb wurde 2005 aufgrund von Problemen der KOE mit ihrer Muttergesellschaft beendet. Im August 2006 wurden die Gleise entfernt, um eine Schmalspurbahn mit 750 mm Spurweite zu errichten. Dies ist bis 2008 noch nicht geschehen.

Bauliche Besonderheiten

Der Bahnhof Klütz steht unter Denkmalschutz. Dazu gehören das Empfangsgebäude, ein einständiger Lokschuppen und eine der wenigen erhaltenen Segmentdrehscheiben Deutschlands.

Herkunft des Namens „Kaffeebrenner“

In der Nähe des Klützer Bahnhofs befand sich eine Mälzerei, die unter anderem einen bekannten Malzkaffee herstellte.

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