Bahnstrecke Hněvčeves–Smiřice
(Sadová–) Hněvčeves–Smiřice
Kursbuchstrecke (SŽDC): 046
Streckenlänge: 11,625 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Legende
Strecke – geradeaus
von Hradec Králové
Haltepunkt, Haltestelle
-2,626 Sadová
Bahnhof, Station
0,164 Hněvčeves
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Turnov
Brücke über Wasserlauf (groß)
Bystřice
   
2,558 Hořiněves
   
5,635 Račice nad Trotinou
   
6,367 Račice nad Trotinou nákl.
   
Anschlussgleis Militärgelände Račice nad Trotinou
   
Havranec
   
8,130 Sendražice
Brücke über Wasserlauf (groß)
Trotina
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
von Pardubice
   
10,574 Smiřice zastávka
Bahnhof, Station
11,789 Smiřice
Strecke – geradeaus
nach Jaroměř

Die Bahnstrecke Hněvčeves–Smiřice ist eine Nebenbahn („regionální dráha“)[1] in Tschechien, welche ursprünglich als staatlich garantierte Lokalbahn durch die Böhmischen Commercialbahnen errichtet und betrieben wurde.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Am 9. Mai 1881 wurde den Bauunternehmern Johann Muzika und Karl Schnabel aus Prag die „Concession zum Baue und Betriebe einer Localbahn von Königgrätz nach Wostromeř mit einer Abzweigung von Sadowa nach Smiřic“ erteilt[2].

Die durch die ländlichen Gebiete südlich des Horschitzer Berglandes vom Tal der Bystřice zur Elbe führende Lokalbahn war vorrangig als Rübenbahn zum Bahntransport der Feldfrüchte zu den Zuckerfabriken konzipiert. Am 19. März 1882 wurde sie in Betrieb genommen.

Nach der Verstaatlichung der Böhmischen Commercialbahnen ging die Strecke am 1. Januar 1908 an die k.k. österreichischen Staatsbahnen kkStB über. Nach dem Ersten Weltkrieg traten an deren Stelle die neu gegründeten Tschechoslowakischen Staatsbahnen ČSD.

Während des Zweiten Weltkrieges lag die Strecke zur Gänze im Protektorat und wurde von den nunmehrigen Protektoratsbahnen Böhmen und Mähren (ČMD-BMB) betrieben. 1941 erfolgte die Verlängerung der Strecke vom bisherigen Endpunkt „Smiřice zastávka“ bis zum Bahnhof Smiřice.

Am 1. Januar 1993 ging die Strecke im Zuge der Auflösung der Tschechoslowakei an die neu gegründeten České dráhy (ČD) über. Sie wurde zuletzt als Kursbuchstrecke 046 Smiřice – Hněvčeves befahren. Am 12. Dezember 2004 wurde der Reisezugverkehr auf der Strecke eingestellt, der zuletzt ausschließlich mit den bewährten zweiachsigen Triebwagen der ČD-Baureihe 810 abgewickelt wurde.

Heute verkehren zu besonderen Terminen im Sommerhalbjahr historische Züge des Eisenbahnmuseums Jaroměř über die Strecke[3].

Einzelnachweise

  1. Erlaß der tschechischen Regierung vom 20. Dezember 1995
  2. Reichsgesetzblatt für die im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder vom 3. Juni 1881
  3. Fahrplan 2008

Literatur

  • Zdeněk Hudec u.a.: Atlas drah České republiky 2006-2007, 2. Auflage; Verlag Pavel Malkus, Praha, 2006, ISBN 80-87047-00-1

Weblinks

 Commons: Railway line 046 (Czech Republic) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Hnevceves — Hněvčeves …   Deutsch Wikipedia

  • Hněvčeves — Hněvčeves …   Deutsch Wikipedia

  • Smirice — Smiřice …   Deutsch Wikipedia

  • Bahnstrecke Pardubice–Liberec — Pardubice hl. n.–Liberec Kursbuchstrecke (SŽDC): 030, 031 Spurweite: 1435 mm (Normalspur) Streckenklasse: C3 (2006) Stromsystem: Pardubice–Jaroměř: 3 kV = Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h …   Deutsch Wikipedia

  • Hniewczowes — Hněvčeves …   Deutsch Wikipedia

  • Hniewtschowes — Hněvčeves …   Deutsch Wikipedia

  • Smirschitz — Smiřice …   Deutsch Wikipedia

  • Horineves — Hořiněves …   Deutsch Wikipedia

  • Horschenowes — Hořiněves …   Deutsch Wikipedia

  • Horzeniowes — Hořiněves …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”