Bahnstrecke Kamieniec Ząbkowicki–Złoty Stok
Kamenz (Schlesien)–Reichenstein
Bahnhof Reichenstein (2008)
Bahnhof Reichenstein (2008)
Kursbuchstrecke: 157g
Streckenlänge: 12,1 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Legende
Strecke – geradeaus
von Glatz
Bahnhof, Station
0,0 Kamenz (Schlesien)
nach Breslau
Datei:BSicon exBHF.svg
3,6 Baitzen
Datei:BSicon exBHF.svg
6,6 Wolmsdorf
Datei:BSicon exBHF.svg
9,5 Dörndorf
12,1 Reichenstein

Als Reichensteiner Bahn bezeichnete man seit dem 1. Juni 1938 die Kleinbahn KamenzReichenstein im schlesischen Landkreis Frankenstein (Schlesien).

Geschichte

Während die Staatsbahnstrecken im Kreis Frankenstein bereits Mitte der siebziger Jahre des 19. Jahrhundert zu wesentlichen Teilen vollendet waren, blieben einige Randgebiete noch fern der Schienenwege. Dazu gehörte der Südzipfel des Kreises mit der Stadt Reichenstein, die am Fuß des Reichensteiner Gebirges unmittelbar an der böhmischen Grenze lag. Besonders waren an einer Bahnverbindung die Eigentümer eines Arsenikwerkes in Reichenstein interessiert. Als solcher wird anfangs ein Kommerzienrat Güttler aus Reichenstein genannt, später die Gebrüder Güttler aus Hamburg.

Sie eröffneten am 3. November 1900 eine normalspurige Kleinbahn, die vom Bahnknoten Kamenz ausging, wo sich die Bahnstrecken Breslau–Glatz und Reichenbach–Neisse kreuzten. Vom Endpunkt Reichenstein sollte die Bahn noch um vier Kilometer bis zu der Ortschaft Maifritzdorf verlängert werden. Wegen des Krieges wurden die Bauarbeiten jedoch 1915 eingestellt. Hingegen eröffnete das Kleinbahnunternehmen am 31. Juli 1929 eine 32 Kilometer lange Omnibuslinie von Patschkau im Kreis Neisse über Weißwasser in Böhmen nach Reichenstein und weiter nach Bad Landeck im Kreis Glatz.

Die Zahl der Personenzug- und Triebwagenfahrten lag viele Jahre werktags zwischen drei und fünf, im Jahr 1939 sogar bei sieben; an Samstagen und Sonntagen wurden für den Touristenverkehr zusätzliche Fahrten angeboten. Im Jahre 1939 waren zwei Dampflokomotiven, ein Triebwagen, zwei Personen-, ein Pack-, 18 Güterwagen und ein Omnibus vorhanden.


Literatur

  • Siegfried Bufe: Eisenbahnen in Schlesien, Egglham 1989, ISBN 3-922138-37-3

Weblinks


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