Bahnstrecke Kamienna Góra–Okrzeszyn
Ziedertalbahn
Kamienna Góra–Okrzeszyn
Strecke der Bahnstrecke Kamienna Góra–Okrzeszyn
Streckennummer: 330 (D 29)
Streckenlänge: 21,571 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Legende
Strecke – geradeaus
von Sędzisław
Bahnhof ohne Personenverkehr
0,00 Kamienna Góra früher Landeshut
   
nach Lubawka
   
1,66 Czadrówek früher Klein Zieder
   
4,78 Czadrów früher Ober Zieder
   
7,52 Krzeszów früher Grüssau
   
Anschluss Kiesgrube
   
11,63 Jawiszów früher Kleinhennersdorf
   
14,69 Chełmsko Śląskie früher Schömberg
   
19,69 Uniemyśl früher Berthelsdorf
   
21,57 Okrzeszyn früher Albendorf

Die Bahnstrecke Kamienna Góra–Okrzeszyn (ehemals Ziedertalbahn, benannt nach dem Fluss Zieder, dessen Verlauf sie folgte) war eine Kleinbahn in Niederschlesien im heutigen Polen. Sie verlief ausgehend von Kamienna Góra (Landeshut) über Krzeszów (Grüssau) nach Okrzeszyn (Albendorf).

Geschichte

Die Strecke wurde am 3. Oktober 1899 eröffnet und nahm ihren Ausgang in der schlesischen Kreisstadt Landeshut am Bober. Von dort führte die Bahn im Ziedertal aufwärts zu dem Wallfahrtsort Grüssau. Die normalspurige Strecke war fast 22 km lang und stieg längs des Rabengebirges weiter in südlicher Richtung bis zum Endpunkt Albendorf stetig an.

Die Kleinbahn gehörte der am 12. Juli 1898 durch den Eisenbahnunternehmer Herrmann Bachstein und einige örtliche Fabrikunternehmer gegründeten Ziederthal-Eisenbahn-Gesellschaft AG. Die Betriebsführung übernahm die zum Bachstein-Konzern gehörende Centralverwaltung für Secundairbahnen Herrmann Bachstein.

Nach dem Übergang an Polen als Folge des Zweiten Weltkriegs wurde die Bahnstrecke 1945 verstaatlicht. Der Personenverkehr wurde am 1. Januar 1954 eingestellt. Am 1. Januar 1959 endete auch der Güterverkehr bis Okrzeszyn (Albendorf). Bis 1987 verkehrten noch Güterzüge bis Chełmsko Śląskie (Schömberg). Am 1. Januar 1992 wurde dann auch die Reststrecke bis Krzeszów (Grüssau) endgültig aufgegeben. Ein Abbau der Gleisanlagen erfolgte bis heute jedoch nur teilweise.

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