Bahnstrecke Landau–Herxheim
Landau–Herxheim
Kursbuchstrecke (DB): zuletzt 682
282d (vor 1970)
Streckennummer: 3440
Streckenlänge: 10,9 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Legende
Strecke – geradeaus
von Neustadt (Weinstr)
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
von Germersheim
Bahnhof, Station
0,0 Landau (Pfalz) Hbf
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Pirmasens
   
nach Winden
   
A 65
   
4,0 Mörlheim
   
6,1 Offenbach (Queich)
   
10,9 Herxheim (b Landau)
Landau (Pfalz) Hauptbahnhof, Ausgangspunkt der Bahnstrecke

Die Bahnstrecke Landau (Pfalz)–Herxheim ist eine knapp elf Kilometer lange stillgelegte Nebenbahn in Rheinland-Pfalz, die von Landau in der Pfalz nach Herxheim führte. Ihre Bedeutung lag hauptsächlich im Güterverkehr. In den letzten Jahren gab es Bestrebungen, die Strecke auf absehbare Zeit zu reaktivieren, was jedoch allenfalls langfristig realistisch erscheint.

Inhaltsverzeichnis

Verlauf

Die Strecke beginnt im Landauer Hauptbahnhof und führt etwa einen Kilometer parallel zur Maximiliansbahn in Richtung Winden, wobei der Bahndamm letzterer etwas höher gelegen ist. Anschließend biegt sie links ab, um weniger hundert Meter danach die A65 zu unterqueren. Nach Passieren der Orte Mörlheim und Offenbach an der Queich biegt sie rechts ab, um nach weiteren rund fünf Kilometer später am nördlichen Ortsrand von Herxheim zu enden.

Bis Mörlheim befindet sie sich auf der Gemarkung der kreisfreien Stadt Landau in der Pfalz, der restliche Streckenteil befindet sich im Landkreis Südliche Weinstraße.

Geschichte

Die Bahnlinie entstand Ende des 19. Jahrhunderts als letzte Zweigstrecke der Pfälzischen Maximiliansbahn. In den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts hatte sich in Herxheim ein Komitee gebildet, das einen Eisenbahnanschluss der Gemeinde verfocht. Dabei kamen zwei Varianten ins Spiel: Eine sollte auf direktem Weg Richtung Norden nach Landau führen, die andere westlich nach Rohrbach. Nachdem die Rohrbacher Variante zunächst für die Wahrscheinlichere gehalten wurde, fiel die Entscheidung letztlich zugunsten derer nach Landau.

Die 10,88 Kilometer lange Stichstrecke wurde am 1. Dezember 1898 durch die Pfälzische Maximiliansbahn-Gesellschaft eröffnet. Zwischenbahnhöfe bestanden in Mörlheim und Offenbach an der Queich.

Geringe Fahrgastzahlen führten am 25. September 1983 zur Einstellung des Personenverkehrs, der verbliebene Güterverkehr wurde noch bis zum 1. Januar 1995 weitergeführt. Die Gesamtstilllegung folgte am 15. Februar 1996, inzwischen wurde auch die Anschlussweiche im Bahnhof Landau (Pfalz) entfernt. Die Trasse bleibt jedoch dank einer Trassensicherungsvereinbarung zwischen DB Netz und den anliegenden Kommunen vorläufig erhalten, so dass eine spätere Wiederinbetriebnahme möglich bleibt. Eine 2003 im Auftrag des Landes Rheinland-Pfalz durchgeführte Untersuchung über die Möglichkeit einer Reaktivierung der Strecke und einer Verlängerung von Herxheim bis nach Rülzheim mit Anschluss an die Eisenbahnstrecke Wörth–Germersheim ergab jedoch eine negative Kosten-Nutzen-Relation.

Betrieb

Aufgrund der Tatsache, dass die Bahnhöfe von Mörlheim, Offenbach und Herxheim relativ weit von den jeweiligen Ortskernen lagen, hatte der Personenverkehr eine eher untergeordnete Bedeutung. Der Güterverkehr hingegen spielte eine größere Rolle; so besaß der Herxheimer Bahnhof zeitweise den höchsten Güterumschlag in ganz Bayern.

Literatur

  • Faszination Eisenbahn - Heimat-Jahrbuch 2008 Landkreis Südliche Weinstraße. Verlag Franz Arbogast Otterbach, ISSN 0177-8684

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