Bahnstrecke Lüneburg–Soltau
Lüneburg–Soltau
Kursbuchstrecke (DB): ehem. 162, 109b
Streckennummer: 9111
Streckenlänge: 57,13 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung: 17 
Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h
Legende
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von Hamburg und Buchholz
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Lüneburg West
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nach Hannover
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nach Dannenberg
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0,0 Lüneburg Süd 12,7 m
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Gleisende
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1,1 Lokschuppen
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Anschluss Lüneburger Wachsbleiche und Saline
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1,3 Verbindungsgleis zur DB
   
Anschluss Wälz- und Gelenklager Lüneburg
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Ilmenau
Haltepunkt, Haltestelle
2,4 Lüneburg-Kurpark
   
zur Saline
   
ehemals geplante Strecke nach Salzhausen
Haltepunkt, Haltestelle
3,6 Oedeme
Bahnhof, Station
5,0 Rettmer
Bahnhof, Station
9,4 Melbeck-Embsen
Haltepunkt, Haltestelle
12,8 Heinsen
Bahnhof, Station
15,9 Drögennindorf 90,9 m
Haltepunkt, Haltestelle
19,8 Schafstall 109 m
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Lopau
Bahnhof, Station
22,4 Amelinghausen-Sottorf 64,67 m
Bahnhof, Station
27,4 Soderstorf
Brücke über Wasserlauf (groß)
Luhe
Haltepunkt, Haltestelle
30,2 Schwindebeck
Haltepunkt, Haltestelle
31,7 Grevenhof
Haltepunkt, Haltestelle
33,8 Steinbeck (Luhe)
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
Kleinbahn von Winsen (Luhe)
Bahnhof, Station
36,2 Hützel (Lüneb) 69,9 m
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Brunau
Bahnhof, Station
39,5 Bispingen 81,68 m
Haltepunkt, Haltestelle
41,3 Luhegrund
Straßenbrücke
A 7
   
44,2 Timmerloh
   
47,2 Harmelingen
Bahnhof, Station
48,8 Hambostel
Haltepunkt, Haltestelle
53,2 Harber
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von Uelzen
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Heidebahn von Buchholz
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von Celle
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Verbindungsgleis zur DB
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57,1 Soltau Süd
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57,5 Soltau (Han) 61,12 m
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Heidebahn nach Walsrode
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nach Neuenkirchen
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nach Bremen

Die Bahnstrecke Lüneburg–Soltau ist eine normalspurige Bahnstrecke der Osthannoverschen Eisenbahnen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Am 13. Juni 1913 wurde nach längeren Vorplanungen die 57 Kilometer lange Strecke von Lüneburg nach Soltau durch die Kleinbahn Lüneburg–Soltau eröffnet. Diese war am 15. Februar 1911 vom Preußischen Staat, der Provinz Hannover sowie den Kreisen Lüneburg und Soltau gegründet worden.

Sie führte von Lüneburg mitten durch die Lüneburger Heide über Amelinghausen-Sottorf und Hützel. Hier mündet die Bahnstrecke Winsen–Hützel, die von der Kleinbahn Winsen–Evendorf–Hützel gebaut worden war. Schließlich erreichte sie den Knotenpunkt Soltau, wo es einen gemeinsamen Bahnhof mit der Bahnstrecke Celle–Soltau und ab 1920 auch zur Bahnstrecke Soltau–Neuenkirchen gab, daneben auch die Übergangsmöglichkeit zur Staatsbahn. Die Betriebsführung der Bahn lag vom 1. Juni 1923 bis zum Juli 1944 in der Zuständigkeit des Landeskleinbahnamtes der Provinz Hannover. Nachdem es am 1. Januar 1944 zur Fusion der Kleinbahn-Gesellschaft mit der Kleinbahn Soltau-Neuenkirchen GmbH zur Lüneburg-Soltauer Eisenbahn GmbH gekommen war, wurde diese bereits am 11. Juli 1944 ein Teil der Osthannoverschen Eisenbahnen AG.

Die Strecke ist im Höhenprofil die anspruchsvollste der OHE, der Name „Gebirgsbahn“ weist darauf hin. Fast 100 Meter Höhenunterschied werden überwunden.

1973 wurde der Abschnitt Soltau–Hützel in die Fernsteuerstrecke ab Celle eingebunden. Das Stellwerk dafür stand in Soltau Süd. Durch das rückläufige Verkehrsaufkommen ist die Fernsteuerung überflüssig geworden; seit 2001 ist sie auf diesem Abschnitt nicht mehr in Betrieb. Die Signale in Hützel und Lüneburg Süd werden seitdem von Celle aus gesteuert. Der Bahnhof Melbeck-Embsen verfügte über ein eigenes Drucktastenstellwerk.

Betrieb

Personenverkehr

Der Personenverkehr war in den Anfangsjahren bescheiden. 1932 bis 1936 wurden drei Wismarer Schienenbusse angeschafft, die den gesamten Personenverkehr abwickelten. Lediglich der Schüler- und Ausflugsverkehr wurde mit Zügen gefahren. Das Angebot war recht mäßig, es gab 1938 täglich drei durchgehende Zugpaare, dazu weitere Zugpaare auf den Teilstrecken Lüneburg–Amelinghausen und Soltau–Hützel. Nach 1950 wurden täglich fünf bis sechs Zugpaare gefahren, Zwischen 1950 und 1960 wurden auch Eiltriebwagen eingesetzt, die von Lüneburg über Soltau bis nach Celle fuhren. Ab 28. Mai 1961 wurden die Personenzüge in den DB-Bahnhof Soltau eingeführt. Dies brachte Erleichterungen beim Umsteigen. In Lüneburg kam es zu keiner Einigung mit der DB, so dass zum DB-Bahnhof etwa zehn Minuten Fußweg zurückzulegen waren.

Ab 27. Juni 1975 wurde der Personenverkehr zwischen Soltau und Schwindebeck eingestellt, der restliche Personenverkehr am 21. Mai 1977.

Im März 2011 wurde der Streckenabschnitt zwischen dem Lokschuppen und dem Bahnhof Lüneburg Süd zugunsten eines neuen Wohnviertels abgebaut.

Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsfreunde Lüneburg bietet an Wochenenden in den Sommermonaten und im Dezember zwischen Lüneburg und Hützel Fahrten mit historischen Zügen unter dem Namen "Heide Express" an.

Güterverkehr

Anfangs wurden überwiegend landwirtschaftliche Güter transportiert. In Lüneburg hatte die Saline eine eigene Anschlussbahn, sie war ein wichtiger Kunde. In Drögennindorf und Hambostel gab es ab den 1960er Jahren Mischwerke für Straßenbaustoffe, sie waren zeitweilig große Kunden der Bahn. Der bedeutendste Verlader war das Volldüngerwerk in Embsen. Dort gab es ein Frachtaufkommen von 1 Million Tonnen, in den besten Zeiten um 1980 machte dieses Frachtaufkommen 30 Prozent des gesamten Aufkommens der OHE aus. 1989 wurde die Düngerproduktion in Embsen aufgegeben. Gab es bis dahin drei Nahgüterzüge täglich auf der Strecke, sind es 2006 noch drei in der Woche. Auch der Durchgangsverkehr ist zurückgegangen. Waren es 1980 noch bis zu vier Züge täglich, sind es 2006 auf dem Abschnitt Soltau–Hützel noch drei Züge pro Woche.

Literatur

  • Gerd Wolff: Deutsche Klein- und Privatbahnen. Band 10: Niedersachsen 2. Zwischen Weser und Elbe. EK-Verlag, Freiburg 2007, S. 322–343, ISBN 978-3-88255-669-8

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