Bahnstrecke Malliß–Lübtheen
Malliß–Lübtheen
Streckenlänge: 23,3 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Legende
   
0,0 Lübtheen
   
2,1 Jessenitz (Meckl)
   
8,6 Alt Jabel
   
12,5 Woosmer
   
17,9 Raddenfort
   
20,0 Heiddorf
   
B 191
   
von Dömitz
   
23,3 Malliß
   
nach Ludwigslust und nach Conow

Die Bahnstrecke Malliß–Lübtheen ist eine ehemalige Bahnverbindung im Südwesten des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Sie verband Lübtheen mit Malliß an der Bahnstrecke Ludwigslust–Dömitz und diente vorrangig dem Güterverkehr. Die Verbindung wurde nach 1945 eingestellt und die Strecke zu Reparationszwecken abgebaut.

Geschichte

Ehemaliges Empfangsgebäude des Haltepunktes in Alt Jabel
Woosmer

Während die Großherzoglich Mecklenburgische Friedrich-Franz-Eisenbahn eine Bahnstrecke von Ludwigslust nach Dömitz plante, die später Teil einer Verbindung SchwerinUelzen werden sollte, bemühte sich die Gemeinde Jessenitz unweit von Lübtheen um eine Zweigbahn, die von dieser ausgehen sollte.

Die Schachtbaugesellschaft Jessenitz wurde daraufhin mit den ersten Vorarbeiten zur Strecke beauftragt. Während diese im Gange waren, änderte man die Planungen dahingehend, dass die Strecke nun etwa zwei Kilometer bis Lübtheen verlängert werden sollte. Am 28. Juli 1888 erfolgte die Genehmigung durch die außerordentliche Versammlung der Aktionäre der Friedrich-Franz-Eisenbahn. Die Bauarbeiten verliefen etwa zeitgleich zum Bau der Hauptbahn Ludwigslust–Dömitz. Da letztere auf dem Nordabschnitt noch nicht fertiggestellt war, erfolgte am 29. Dezember 1889 zunächst nur die Eröffnung zwischen Dömitz und Malliß, allerdings zusammen mit der neuen Strecke nach Lübtheen, so dass hier von Beginn an der durchgehende Verkehr möglich war.

Von den insgesamt fünf Unterwegshalten wurden bis auf den Haltepunkt Heiddorf alle mit Anlagen für den Personen- und Güterverkehr ausgelegt. Letztere dienten vor allem der lokalen Landwirtschaft sowie den Kalisalzbergwerken in und um Lübtheen. Täglich fuhren zunächst zwei, nach Eröffnung der Strecke Malliß–Ludwigslust drei Zugpaare auf der Strecke. Mitunter wurden diese bis nach Ludwigslust durchgebunden.

Abgesehen von dem spärlichen Güterverkehr erlangte die Strecke jedoch nie große Bedeutung. 1945 erfolgte aufgrund des voranschreitenden Krieges die Einstellung des Betriebs. Etwa 1946 wurde die Strecke abgetragen und das Material als Reparationsleistung in die Sowjetunion gebracht.

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