Bahnstrecke Mariánské Lázně–Karlovy Vary
Mariánské Lázně–Karlovy Vary dolní nádraží
Einfahrender Zug in Mariánské Lázně město
Einfahrender Zug in Mariánské Lázně město
Kursbuchstrecke (SŽDC): 149
Streckenlänge: 53,27 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h
Legende
Strecke – geradeaus
von Pilsen (vorm. KFJB)
Bahnhof, Station
0,000 Mariánské Lázně früher Marienbad 565 m
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Cheb (vorm. KFJB)
Haltepunkt, Haltestelle
2,356 Mariánské Lázně město 575 m
Strecke – geradeaus
früher Marienbad-Auschowitz
Brücke (klein)
Straße II/230
Tunnel
5,991 Vlkovický (240,9 m)
Haltepunkt, Haltestelle
6,857 Vlkovice früher Wilkowitz 655 m
Brücke (groß)
Viadukt (Steinbogen)
Haltepunkt, Haltestelle
9,623 Milhostov u Mariánských Lázní früher Müllestau 670 m
Bahnhof, Station
11,712 Ovesné Kladruby früher Habakladrau 705 m
Haltepunkt, Haltestelle
15,483 Mrázov früher Prosau 680 m
Bahnhof, Station
18,662 Teplá früher Tepl 660 m
Haltepunkt, Haltestelle
21,070 Hoštěc früher Hurschk 645 m
Bahnhof, Station
24,616 Poutnov früher Einsiedl-Pauten 620 m
Brücke über Wasserlauf (klein)
Teplá
Brücke über Wasserlauf (klein)
Teplá
Brücke über Wasserlauf (klein)
Teplá
Brücke über Wasserlauf (klein)
Teplá
Haltepunkt, Haltestelle
27,134 Louka u Mariánských Lázní 595 m
Strecke – geradeaus
früher Grün-Unterhammer
Brücke über Wasserlauf (klein)
Teplá
Brücke über Wasserlauf (klein)
Teplá
Tunnel
27,702 Dolnohamerský I (132,38 m)
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
28,569 Dolnohamerský II (40,6 m)
Brücke über Wasserlauf (klein)
Teplá
Tunnel
28,720 Dolnohamerský III (115,1 m)
Brücke über Wasserlauf (klein)
Teplá
Tunnel
29,484 Dolnohamerský IV (134,6 m)
Brücke über Wasserlauf (klein)
Teplá
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
von Rakovník (vorm. LB Rakonitz–Petschau–Buchau)
Brücke über Wasserlauf (klein)
Teplá
Bahnhof, Station
33,218 Bečov nad Teplou früher Petschau 505 m
Tunnel
33,995 Bečovský (248,2 m)
Brücke über Wasserlauf (groß)
Straße II/20, Teplá
Brücke über Wasserlauf (klein)
Teplá
Haltepunkt, Haltestelle
36,077 Vodná früher Wasserhäuseln 485 m
Straßenbrücke
Straße II/20
Bahnhof, Station
37,646 Krásný Jez früher Schönwehr 475 m
   
nach Nové Sedlo (vorm. EB Schönwehr–Elbogen)
Haltepunkt, Haltestelle
41,788 Teplička u Karlových Varů früher Töppeles 450 m
Haltepunkt, Haltestelle
43,031 Kfely früher Gfell 450 m
Brücke über Wasserlauf (klein)
Teplá
Brücke über Wasserlauf (klein)
Teplá
Haltepunkt, Haltestelle
45,692 Cihelny früher Ziegelhütten 435 m
Bahnhof, Station
48,431 Karlovy Vary-Březová früher Karlsbad Talsperre 455 m
Brücke (klein)
Straße II/20
Tunnel
49,292 Doubský (126,12 m)
Brücke (groß)
Haltepunkt, Haltestelle
49,857 Doubí u Karlových Varů früher Karlsbad-Aich 430 m
Brücke (groß)
Bahnhof, Station
53,275 Karlovy Vary dolní nádraží früher Karlsbad unt Bf 375 m
Strecke – geradeaus
nach Johanngeorgenstadt
Strecke – geradeaus
(vorm. EB Karlsbad–Johanngeorgenstadt)

Die Bahnstrecke Mariánské Lázně–Karlovy Vary ist eine Nebenbahn in Tschechien, welche ursprünglich von der Eisenbahn Marienbad–Karlsbad errichtet wurde. Sie beginnt in Mariánské Lázně (Marienbad) und führt über Bečov nad Teplou (Petschau) durch das Tepltal nach Karlovy Vary (Karlsbad).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Vorgeschichte und Bau

Schon am 25. Dezember 1886 war durch die österreichische Regierung eine Konzession für eine Lokalbahn zwischen Marienbad und Karlsbad mit Abzweigungen nach Elbogen und Merkelsgrün erteilt wurden.[1] Aus finanziellen Gründen kam es jedoch nicht zum Baubeginn. Am 21. Mai 1896 wurde der Eisenbahn Marienbad–Karlsbad eine neue Konzession für den Bahnbau erteilt, womit die alte Konzession erlosch. Die oben aufgeführten Zweigbahnen waren nun nicht mehr enthalten und wurden später als eigenständige Lokalbahnen genehmigt. [2]

Eröffnet wurde die neue Strecke am 17. Dezember 1898.

Bahnhof Bečov nad Teplou

Betrieb

Den Betrieb führten von Anfang an die k.k. österreichischen Staatsbahnen (kkStB) im Auftrag der Eisenbahn Marienbad–Karlsbad aus. Nach dem Ersten Weltkrieg traten an Stelle der kkStB die neu gegründeten Tschechoslowakischen Staatsbahnen ČSD.

Am 1. Januar 1925 wurde die Eisenbahn Marienbad–Karlsbad per Gesetz verstaatlicht und die Strecke wurde ins Netz der ČSD integriert.[3]

Da die Strecke die kürzeste Verbindung von Wien nach Karlsbad darstellte, verkehrten vor dem Ersten Weltkrieg auch Schnellzüge.

Nach der Angliederung des Sudetenlandes an Deutschland im Herbst 1938 kam die Strecke zur Deutschen Reichsbahn, Reichsbahndirektion Dresden. Im Reichskursbuch war die Verbindung nun als KBS 166d Marienbad–Karlsbad enthalten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam die Strecke wieder zur ČSD.

vereinfachtes Höhenprofil der Strecke

Seit dem 10. Dezember 2006 wird die Strecke Mariánské Lázně–Karlovy Vary von der Privatbahn VIAMONT betrieben.

Der Fahrplan 2008 sieht insgesamt neun Reisezugpaare an Werktagen vor. Zwischen Bečov nad Teplou und Karlsbad werden weitere fünf Zugpaare eingesetzt, die den Fahrplan auf diesem Abschnitt zu einem angenäherten Stundentakt verdichten. Einzelne Züge verkehren in Kooperation mit der Vogtlandbahn auch im Durchlauf von und nach Zwickau in Sachsen.

Fahrzeugeinsatz

In den ersten Betriebsjahren wurde der Zugverkehr hauptsächlich mit den bewährten Tenderlokomotiven der kkStB-Reihe 99 durchgeführt. Vor Güterzügen kam auch die Reihe 60 zum Einsatz.

Bis in jüngste Zeit wurde der Betrieb mit den bewährten Triebwagen der ČD-Baureihe 810 abgewickelt. Bis Mitte der 1990er Jahre kamen auch die vierachsigen Triebwagen der Baureihe 820 zum Einsatz. Heute verkehren Regiosprinter der Vogtlandbahn auf der Strecke.

Einzelnachweise

  1. Concessionsurkunde für die Localbahn von Marienbad nach Karlsbad mit Abzweigungen
  2. Concessionsurkunde für die Eisenbahn Marienbad–Karlsbad
  3. Gesetzestext auf www.parliament.cz

Weblinks


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