Bahnstrecke Obrnice–Čížkovice
Čížkovice–Obrnice
Kursbuchstrecke (ČD): 113
Streckenlänge: 36,863 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse: C3
Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h
Legende
Strecke – geradeaus
von Lovosice
Bahnhof, Station
0,000 Čížkovice früher Tschischkowitz 175 m
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Louny
3,5 Třebenice früher Trebnitz (ehem. Bf) 220 m
5,0 Třebenice město früher Trebnitz Stadt 240 m
7,9 Dlažkovice früher Dlaschkowitz 280 m
8,7 Podsedice früher Podseditz 280 m
13,7 Třebívlice früher Triblitz 255 m
15,3 Semeč 280 m
18,4 Hnojnice früher Schiedowitz-Noinitz 295 m
21,3 Libčeves früher Liebshausen (ehem. Bf) 300 m
24,1 Sinutec früher Sinutz 310 m
25,913 Odolice früher Wodolitz
26,8 Bělušice früher Bieloschitz 310 m
28,8 Skršín früher Skirschinn 290 m
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von Louny und Postoloprty
34,4 Sedlec u Obrnic früher Sedlitz (bei Obernitz) 225 m
Anschlussbahn Brauerei Sedlec
Bahnhof, Station
36,863 Obrnice früher Obernitz 210 m
Abzweig – in beide Fahrtrichtungen: nach rechts
nach Bílina
Strecke – geradeaus
nach Most

Die Brüx-Lobositzer Verbindungsbahn (tschech.: Mostecko-Lovosická spojovací dráha) war eine staatlich garantierte private Lokalbahn im heutigen Tschechien. Die Strecke beginnt in Čížkovice (Tschischkowitz) und führt südlich des Böhmischen Mittelgebirges über Třebenice nach Obrnice (Obernitz) an der ehem. Prag-Duxer Eisenbahn. Im Dezember 2007 wurde der planmäßige Verkehr über die Strecke eingestellt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Konzession für den Bau der Brüx-Lobositzer Verbindungsbahn wurde am 19. Januar 1897 erteilt. Am 19. Dezember 1898 wurde die Strecke eröffnet.

Den Betrieb führten zunächst die k.k. österreichischen Staatsbahnen (kkStB) im Auftrag der Brüx-Lobositzer Verbindungsbahn durch. Nach dem Ersten Weltkrieg traten an Stelle der kkStB die neugründeten Tschechoslowakischen Staatsbahnen ČSD. Am 1. Januar 1925 wurde die Brüx-Lobositzer Verbindungsbahn per Gesetz verstaatlicht und die Strecke wurde ins Netz der ČSD integriert.[1]

Nach der Angliederung des Sudetenlandes an Deutschland im Herbst 1938 kam die Strecke zur Deutschen Reichsbahn, Reichsbahndirektion Dresden. Im Reichskursbuch war die Verbindung nun als KBS 167b Obernitz–Lobositz enthalten.

Nach Kriegsende kam die Strecke wieder zur ČSD. Seit 1993 wird die Strecke von deren Nachfolger Tschechische Bahnen ČD betrieben.

Der letzte Fahrplan 2007 verzeichnete sechs Reisezugpaare an Werktagen, die in einem angenäherten Zweistundentakt verkehrten. Eingesetzt wurden ausschließlich die bewährten Triebwagen der Baureihe 810. Güterverkehr fand schon seit einigen Jahren nicht mehr statt.

Zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2007 wurde der Reisezugverkehr durch den verantwortlichen Ústecký kraj abbestellt. Als Grund für die Einstellung wird vor allem die geringe Auslastung der Züge genannt.[2]

Am 9. Januar 2008 fand eine Versuchsfahrt der Firma Unipetrol RPA a.s. (Betreiber der Chemiewerke Litvinov) mit einem 400 m langen Kesselwagenzug zwischen Lovosice und Obrnice statt. Ziel ist eine Wiederaufnahme des planmäßigen Güterverkehrs zwischen Lovosice und den Chemiewerken in Litvinov durch das private Gütertransportunternehmen der Unipetrol.

Auf Initiative der Anliegergemeinden ging die Strecke am 26. März 2008 an den neuen Betreiber „Švestková dráha“ über. In den Monaten Juli und August 2008 ist die Wiederaufnahme eines touristisch orientierten Verkehrs mit zwei Reisezugpaaren an den Wochenenden vorgesehen. Zum Einsatz kommt ein historischer Triebwagen der ČSD-Baureihe M 131.1 „Hurvínek“ der Zubrnická museální železnice (Museumsbahn Zubrnice)[3].


Literatur

  • Zdeněk Hudec u.a.: Atlas drah České republiky, 2. Auflage; Verlag Pavel Malkus, Praha, 2006, ISBN 80-87047-00-1

Einzelnachweise

  1. [1] Gesetzestext auf www.parliament.cz
  2. http://www.kr-ustecky.cz/vismo5/dokumenty2.asp?u=450018&id_org=450018&id=1350192&p1=84858
  3. http://www.svestkovadraha.cz/provoz.htm

Weblinks


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