Bahnstrecke Pirmasens–Bingen
Alsenztalbahn
Kursbuchstrecke (DB): 672
Streckennummer: 3303 Kaiserslautern–Enkenbach
3320 Hochspeyer–Bad Münster am Stein
Streckenlänge: 5,8 / 51,1 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Legende
Strecke – geradeaus
weiter zur Pfälzischen Ludwigsbahn nach Homburg (Saar)
Bahnhof, Station
0,0 Kaiserslautern Hauptbahnhof
2,5 Kaiserslautern Nord
5,5 Eselsfürth
11,7 Schützenkanzel-Tunnel 57 m
-0,2 Hochspeyer
zur Pfälzischen Ludwigsbahn nach Neustadt (Weinstraße)
1,6 Hochspeyer Nord
3,6 Altenhof-Tunnel 436 m
Zusammenführung der Streckenäste
Bahnhof, Station
5,8
13,1
Enkenbach 297 m
Eistalbahn nach Grünstadt
Brücke über Wasserlauf (groß)
Alsenz (2×)
9,8 Neuhemsbach
Brücke über Wasserlauf (groß)
Alsenz (2×)
Haltepunkt, Haltestelle
12,9 Münchweiler (Alsenz) 250 m
Bahnhof ohne Personenverkehr – Dienststation, Betriebs- oder Güterbahnhof
14,0 Langmeil (Pfalz) ehemals Pbf 245 m
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
zur Zellertalbahn nach Monsheim
Bahnhof, Station
16,8 Winnweiler 243 m
Brücke über Wasserlauf (groß)
Alsenz
Tunnel
17,8 Kupferschmelz-Tunnel 53 m
Brücke über Wasserlauf (groß)
Alsenz (5×)
Haltepunkt, Haltestelle
22,0 Imsweiler
Tunnel
22,2 Imsweiler Tunnel 368 m
Brücke über Wasserlauf (groß)
Alsenz
Bahnhof, Station
25,9 Rockenhausen
30,2 Dielkirchen
Brücke über Wasserlauf (groß)
Alsenz (2×)
33,0 Bayerfeld-Cölln
34,4 Mannweiler
Brücke über Wasserlauf (groß)
Alsenz
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
37,6 Alsenz-Tunnel 284 m
Bahnhof, Station
38,2 Alsenz 165 m
Lokalbahn Alsenz–Obermoschel nach Obermoschel
Brücke über Wasserlauf (groß)
Alsenz
Haltepunkt, Haltestelle
42,7 Hochstätten
Brücke über Wasserlauf (groß)
Alsenz (4×)
Haltepunkt, Haltestelle
45,5 Altenbamberg
Brücke über Wasserlauf (groß)
Alsenz (2×)
48,0 Ebernburg 112 m
Brücke über Wasserlauf (groß)
Nahe
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
Nahetalbahn nach Saarbrücken
Bahnhof, Station
48,9 Bad Münster am Stein
Strecke – geradeaus
weiter zur Nahetalbahn nach Bad Kreuznach
Bahnhof Enkenbach

Die Alsenztalbahn ist eine Eisenbahnstrecke, die von Kaiserslautern bzw. Hochspeyer über Winnweiler und Alsenz nach Bad Münster am Stein verläuft. Die Strecke folgt ab Enkenbach dem Fluss Alsenz, den sie mehrmals überquert.

Inhaltsverzeichnis

Verlauf

Zwischen Enkenbach und Bad Münster ist die Strecke durchgehend zweigleisig, lediglich die Abschnitte Enkenbach–Hochspeyer bzw. Enkenbach–Kaiserslautern sind eingleisig. Ab Enkenbach folgt sie der Alsenz, dem namensgebenden Fluss. Der Streckenverlauf ist von zahlreichen Querungen des namensgebenden Flusses geprägt. Bis etwa Langmeil verläuft sie am Rande des Pfälzerwaldes, danach tritt sie in das Nordpfälzer Bergland ein.

Von Hochspeyer bis zum aufgelassenen Bahnhof Neuhemsbach verläuft die Strecke innerhalb des Landkreis Kaiserslautern, von Münchweiler an der Alsenz bis zur Gemeinde Alsenz im Donnersbergkreis, der restliche Teil befindet sich im Landkreis Bad Kreuznach.

Geschichte

Der Abschnitt Hochspeyer–Winnweiler wurde am 29. Oktober 1870 eröffnet. Der Abschnitt Winnweiler–Bad Münster am Stein folgte am 16. Mai 1871. Die Verbindung Kaiserslautern–Enkenbach ging am 15. Mai 1875 in Betrieb.

Im Abschnitt Bad Münster–Enkenbach verkehrten bis in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts Fernzüge der Relation Köln–Bingen–Neustadt–Landau–Weißenburg–Straßburg. Da die Verbindung Enkenbach–Eselsfürth–Kaiserslautern kürzer ist als der Weg über Hochspeyer, fahren die meisten Züge über Eselsfürth.

1970 wurde der bei Streckenkilometer 19 liegende Hochstein-Tunnel, auch Eisenschmelz-Tunnel genannt, aufgeschlitzt. Bis 1990 verkehrten auf der Strecke auch D-Züge Paris Est–Metz–Saarbrücken–Kaiserslautern–Bad Kreuznach–Mainz–Frankfurt am Main, die bis Mitte der 1970er Jahre aus INOX-Wagen, danach aus Corail-Wagen der SNCF bestanden. 1988 bis 1990 wurden sie teilweise durch D-Züge von Pirmasens über Kaiserslautern und Bingen nach Köln ersetzt. Seit dem diese Züge eingestellt wurden, hat die Alsenztalbahn ihre Bedeutung im Fernverkehr komplett eingebüßt. 2000 wurden die bisher verkehrenden Dieseltriebwagen der Baureihe 628 durch moderne Talent-Triebwagen der Baureihe 643 ersetzt. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2008 verkehren Desiro-Triebwagen der Baureihe 642. Zuvor verkehrten die Nahverkehrszüge meistens mit Silberling-Wagen bestückt. Vor diesen Zügen kamen Dieselloks der Baureihe 218, im Winter vor den Franzosenzügen sogar in Doppeltraktion zum Einsatz.

Betrieb

Fahrplan

Die Strecke wird von der Deutschen Bahn (DB) betrieben. Es kommen rot lackierte Desiro-Triebwagen zum Einsatz. Die Alsenztalbahn wird im Stundentakt bedient. Im Kursbuch ist sie als KBS 672 verzeichnet. Die Fahrten wurden bis zum Fahrplanwechsel 2008 über die Biebermühlbahn bis nach Pirmasens durchgebunden. Seitdem verkehren die Triebwagen zwischen Kaiserslautern und Bingen (Rhein).

Von Kaiserslautern bis Alsenz verläuft die Strecke innerhalb des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN), von Hochstätten (Pfalz) bis Bad Münster innerhalb des Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbundes (RNN). An Sonn- und Feiertagen (Im Jahr 2008: 1.Mai bis 19.Oktober) verkehren auf dem Abschnitt Bingen–Enkenbach der Rheintalexpress nach Karlsruhe und der Weinstraßen-Express nach Wissembourg, die jeweils in Enkenbach, Rockenhausen, Bad Münster und Bad Kreuznach halten und aus 218-bespannte Wendezügen oder aus mehreren Dieseltriebwagen der Baureihe 628 bestehen. Weiterhin wird der Abschnitt Langmeil - Hochspeyer in dieser Saison auch von den Zügen der auch Sonn- und Feiertäglich verkehrenden Zügen der Zellertalbahn genutzt.

Weblinks


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