Bahnstrecke Schlema–Schneeberg
Schlema unt Bf–Schneeberg (Erzgeb)
Strecke der Schlematalbahn
Ausschnitt der Streckenkarte Sachsen von 1902
Kursbuchstrecke (DB): 171a (1944)
Streckennummer: 6642; sä. SN
Streckenlänge: 5,152 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung: 26,3 
Minimaler Radius: 162 m
Legende
Strecke – geradeaus
von Zwickau
Bahnhof, Station
5,31 Schlema unt Bf früher Niederschlema 332 m
nach Schwarzenberg
3,22 Schlema ob Bf früher Radiumbad Oberschlema 361 m
1,40 Schneeberg (Erzgeb) Hp 402 m
0,15 Schneeberg (Erzgeb) 428 m

Die Schlematalbahn war eine Nebenbahn in Sachsen. Die kurze Bahn begann in Schlema und führte im Schlematal zur Bergstadt Schneeberg.

Geschichte

Eröffnet wurde die Strecke am 19. September 1859 als Zweigbahn der ein Jahr zuvor eröffneten Obererzgebirgischen Bahn (Zwickau–Schwarzenberg).

Am 15. Oktober 1878 wurde die Strecke zur Sekundärbahn abgestuft.

Als 1946 der Uranabbau der sowjetischen Wismut AG im Erzgebirge begann, erhielt die Strecke innerhalb kürzester Zeit eine herausragende Bedeutung für die Abfuhr der geförderten Erze als auch im Bergarbeiter-Berufsverkehr zu den zahlreichen Schächten in Schlema und Umgebung. Speziell für den Arbeiterverkehr auf dieser Strecke wurden 1952 die ersten vierteiligen Doppelstockeinheiten (Gattung DBv) in Dienst gestellt.

1952 musste der Eisenbahnbetrieb zwischen Oberschlema und Schneeberg eingestellt werden, da durch den rücksichtslosen Bergbau im Bereich der Trasse die Betriebssicherheit nicht mehr gewährleistet war. Bis 1959 wurde der Reisezugverkehr bis Oberschlema noch aufrechterhalten, danach fand auf der Reststrecke nur noch Güterverkehr statt.

Am 6. Juni 1996 wurde die Strecke Schlema unt Bf–Schlema ob Bf stillgelegt[1]. Bis 1998 wurden die Gleise abgebaut.

Einzelnachweise

  1. http://www.eisenbahn-bundesamt.de/Service/files/file_info/download.php?file=11_stillgelegte_strecken.xls

Weblinks


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