Bahnstrecke Stendal–Salzwedel

Amerikalinie ist die inoffizielle Bezeichnung einer Eisenbahnstrecke mit heute vorwiegend regionaler Bedeutung im Norden Deutschlands. Sie verläuft in ostwestlicher Richtung und verbindet Stendal in Sachsen-Anhalt mit der Hansestadt Bremen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Amerikalinie entstand als Kernstück einer Direktverbindung Magdeburgs und vor allem Berlins mit den Nordseehäfen. Ihren umgangssprachlichen Namen erhielt die Verbindung, weil auf ihr viele Auswanderer aus Ost- und Westpreußen, Schlesien, der Posen und aus Pommern nach Bremerhaven fuhren, wo an der Columbuskaje Anschluss an Auswandererschiffe nach Amerika bestand. In der Gegenrichtung fuhren viele mit Frischfisch beladene Güterzüge von Bremerhaven in die Reichshauptstadt. Da Kaiser Wilhelm II. gelegentlich auf dieser Strecke von Berlin aus zu den Marinestützpunkten an der Nordsee fuhr, ist manchmal auch von der Kaiserlinie die Rede. Auf der Amerikalinie fuhren einzelne Schnellzüge in den Relationen Berlin–Wilhelmshaven und Berlin–Norddeich.

Betrieb

Das niedersächsische Uelzen stellt den historischen und geografischen Mittelpunkt der Strecke dar, wo die Strecke entwicklungsgeschichtlich, betrieblich und fahrplantechnisch in einen heute elektrifizierten und ausgebauten Ostteil sowie einen größtenteils nicht-elektrifizierten Westteil (auch als Uelzener Bahn bezeichnet) unterteilt wird.

Streckenabschnitte

Zu den einzelnen Abschnitten existieren die Artikel Bahnstrecke Stendal–Uelzen und Bahnstrecke Uelzen–Langwedel.

Siehe auch

Literatur

  • Ralf Roman Rossberg: Grenze über deutschen Schienen 1945-1990. 2. Auflage, EK-Verlag, Freiburg 1991, ISBN 3-88255-829-6

Weblinks


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