Bahnstrecke Strausberg–Strausberg Nord
Strausberg–Strausberg Nord
Endbahnhof Strausberg Nord
Endbahnhof Strausberg Nord
Kursbuchstrecke (DB): 200.5
Streckennummer: 6079
Streckenlänge: 9,1 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: 750 V =
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
Legende
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9,1 Strausberg Nord
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Anschlussgleis Bundeswehr
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S-Bahnhalt…
6,8 Strausberg Stadt
S-Bahnhalt…
3,2 Hegermühle
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von Kostrzyn
   
von Herzfelde
Bahnhof, Station
0,0 Strausberg Regionalbahnsteig
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Strausberg S-Bahnsteig
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Strausberger Eisenbahn
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nach Berlin

Die Bahnstrecke Strausberg–Strausberg Nord ist eine neun Kilometer lange eingleisige S-Bahnstrecke im Landkreis Märkisch-Oderland des Landes Brandenburg. Sie verbindet den Bahnhof Strausberg an der Ostbahn mit dem Zentrum der Stadt, welches sich nördlich davon befindet. Neben der Berliner S-Bahnlinie 5, die die Strecke im 40-Minuten-Takt befährt, befahren auch einige Güterzüge die Bahn, die den Anschluss an die Strutzberg-Kaserne der Luftwaffe im Norden Strausbergs bedienen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Hausbahnsteig des Bahnhofs Strausberg – links schließt sich der S-Bahnsteig an

Die Kasernierte Volkspolizei, aus der ab 1956 die Nationale Volksarmee hervorging, hatte im Juni 1954 ihren Sitz von Berlin-Adlershof nach Strausberg verlegt, da Berlin auf Grund des Viermächtestatus zur entmilitarisierten Zone erklärt worden war. Da sich der Sitz jedoch im Norden der Stadt befand, der nächste Bahnhof aber weit südlicher lag, wurde der Bau einer Stichstrecke notwendig. Nach kurzer Bauzeit konnte diese am 1. Januar 1955 für den Verkehr freigegeben werden. Die Bahn fädelte hinter dem Hausbahnsteig des Strausberger Bahnhofs aus der Ostbahn aus und führte in leicht geschwungener Form gen Norden. Neben dem Endbahnhof Strausberg Nord entstand ein Haltepunkt Strausberg Stadt etwa sieben Kilometer hinter dem Streckenanfang sowie ein Gleisanschluss zum Wachregiment Hugo Eberlein unmittelbar vor dem Endbahnhof. Zum Einsatz kamen zunächst Dieseltriebwagen, die ab dem 3. Juni 1956 durch elektrische S-Bahnzüge ersetzt wurden. Die komplizierte Gleisführung am Strausberger Bahnhof und die ungünstige Lage des Hausbahnsteigs verhinderten jedoch zunächst einen durchgehenden Betrieb, so dass die Züge zwischen Strausberg und Strausberg Nord im zunächst unregelmäßigen Pendelverkehr fuhren.

Erst nachdem eine durchgehende Gleisverbindung hergestellt wurde, konnte am 26. Mai 1968 der durchgehende Betrieb aufgenommen werden. Da in Strausberg nur ein durchgehendes Gleis zur Verfügung stand und sich die nächste Ausweichstelle in Strausberg Nord befand, konnte jedoch nur ein 40-Minuten-Takt gefahren werden.

Bahnsteig des Haltepunkts Strausberg Stadt

Sowohl zur besseren Erschließung des Gebiets zwischen Vorstadt und Zentrum als auch für den Ausflugsverkehr zum nahe gelegenen Herrensee wurde zum 5. Oktober 1984 ein Haltepunkt Hegermühle angelegt, etwa auf halber Strecke zwischen Strausberg und Strausberg Stadt.

Nach der Wende gab es vereinzelte Stimmen, die die Stilllegung der Strecke und den gleichzeitigen Ausbau der parallel verlaufenden Strausberger Eisenbahn forderten. Untersuchungen ergaben jedoch, dass die Fahrgastzahlen von 10.500 nur auf 11.700 ansteigen würden, anstatt der anvisierten 14.200.[1] Als weiteres Mittel zur Fahrgaststeigerung wurden während der Fahrplanperiode 1998/99 einzelne Züge der Regionalbahnlinie RB26 zur Hauptverkehrszeit zwischen Berlin-Lichtenberg und Strausberg Nord eingesetzt. Da jedoch nur knapp 200 Fahrgäste am Tag diese Verbindung nutzten, wurde das Angebot 1999 wieder zurückgenommen.

Um das Jahr 2000 konnten die Fahrzeiten der S-Bahnen von Berlin Alexanderplatz nach Strausberg durch Modernisierung des Fuhrparks um knapp fünf Minuten verkürzt werden. Die Fahrgastzahlen auch auf der Strecke nach Strausberg Nord stiegen an, zwischen 1998 und 2002 allein um 24 Prozent. Dies ließ wiederum Forderungen laut werden, den Takt auf der Strecke auf 20 Minuten zu verdichten, was aber den Bau eines zweiten Gleises im Bereich des Haltepunkts Hegermühle notwendig macht.[2] Die S-Bahn plante, das Vorhaben zunächst bis 2005 umzusetzen. Es wurde allerdings kein verdichteter Verkehr bestellt und das Projekt bis 2009 nicht umgesetzt.

Einzelnachweise

  1. Peter Neumann: S-Bahn nach Strausberg Nord soll bleiben. Berliner Zeitung vom 27. April 1999
  2. S-Bahn nach Strausberg mit steigenden Fahrgastzahlen. Pressemitteilung der S-Bahn Berlin GmbH vom 4. September 2002

Literatur

  • Bernhard Strowitzki: S-Bahn Berlin – Geschichte(n) für unterwegs. GVE-Verlag, Berlin 2002. ISBN 3892180733

Weblinks


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