Bahnstrecke Weißenhorn–Senden
Senden–Weißenhorn[1][2]
Kursbuchstrecke (DB): 407b
Streckennummer: 5350
Streckenlänge: 9,6 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h
Legende
Strecke – geradeaus
von Ulm (Ulm–Kempten)
Bahnhof, Station
0,0 Senden (Bayern)
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Kempten (Ulm–Kempten)
1,4 Wullenstetten
4,5 Witzighausen
7,7 Eschach Awanst. Oetinger/Bundeswehrdepot
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
7,8 Eschach Awanst. Westfalengas
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Weißenhorn Awanst. Peri/Baywa
Weißenhorn Awanst. Landhandel
9,6 Weißenhorn

Die Bahnstrecke Senden–Weißenhorn ist eine 1878 errichtete 9,6 Kilometer lange Nebenbahn im bayerischen Bezirk Schwaben, die in Senden in östlicher Richtung von der Illertalbahn abzweigt. Während der Personenverkehr 1966 eingestellt wurde, findet der Güterverkehr in das Weißenhorner Industriegebiet bis heute statt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Bahnstrecke Senden–Weißenhorn wurde am 15. September 1878 als eine bayerische Vizinalbahn eröffnet. Eine ursprüngliche Verlängerung in das Günztal (Bahnstrecke Günzburg-Mindelheim) unterblieb, so dass Weißenhorn ein Kopfbahnhof blieb.

Die Einstellung des Schienenpersonennahverkehrs erfolgte am 26. Juni 1966.

Betrieb

Der Güterverkehr wird mit einer Diesellokomotive der Baureihe 294 mit einem werktäglichen Zugpaar abgewickelt, wobei die Gleisanschlüsse in Weißenhorn bedient werden.

Mindestens einmal im Jahr finden Sonderfahrten mit einem Dieseltriebwagen statt, die meist anlässlich des Aktionstages Ohne Auto - mobil! Mitte September zwischen Ulm und Weißenhorn stattfinden und vom Donau-Iller-Nahverkehrsverbund organisiert werden.[1]

Planung

DB Netze hat die Strecke aus wirtschaftlichen Gründen im Sommer 2008 zur Abgabe an andere Eisenbahninfrastrukturunternehmen für einen Kaufpreis von 158.000 Euro ausgeschrieben. Für Gleiserneuerungen würden in den nächsten fünf Jahren rund sechs Millionen Euro anfallen.[3] Darauf haben sich vier Interessenten gemeldet, wobei schließlich die SWU Verkehr GmbH übrig blieben. Diese plant die Strecke zu kaufen und zwischen Weißenhorn und Ulm Schienenpersonennahverkehr zu betreiben, wobei mit bis zu 3.400 Fahrgästen gerechnet wird. Für die Bahnstrecke Senden–Weißenhorn hat sie bereits die Betriebsgenehmigung erhalten.[4]

Der Nahverkehrsplan des Landkreises Neu-Ulm sieht die Reaktivierung der Strecke vor. Eine Machbarkeitsstudie schlägt den Ausbau der Strecke auf 80 km/h vor, wofür insgesamt rund 11 Millionen Euro benötigt würden.[4]

Einzelnachweise

  1. a b Vgl. Alexander Schatz, www.ulmereisenbahnen.de, Die Vizinalbahn von Senden nach Weißenhorn (ex KBS 407b). Abgerufen am 08.02.2009.
  2. Vgl. Reiner Schruft, www.Vergessene-Bahnen.de, Senden - Weißenhorn (viele Streckenbilder). Abgerufen am 08.02.2009.
  3. Vgl. DB Netze, Abgabe von Eisenbahninfrastruktur, Strecke: Senden (ausschl.) – Weißenhorn (einschl.), Ausschreibung vom 23.05.2008 bis 23.08.2008. Abgerufen am 08.02.2009. (PDF)
  4. a b Vgl. Südwestpresse, SWU: Bahnstrecke Weißenhorn-Senden in Reichweite. 27.11.2008. Abgerufen am 08.02.2009.

Literatur

  • Siegfried Baum, Senden - Weißenhorn, Gera-Nova Verlag, München, 1998

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