Bahnstrecke Wien–Salzburg
Wien Westbahnhof–St. Pölten Hbf–Linz Hbf–Salzburg Hbf
Strecke der Westbahn (Österreich)
Kursbuchstrecke (ÖBB): 100 Wien Westbahnhof–Linz Hauptbahnhof

101 Linz Hauptbahnhof–Salzburg Hauptbahnhof

110 Wien Westbahnhof–St. Pölten Hauptbahnhof
Streckennummer: 101 01, 101 02, 103 01, 123 01, 130 01
Streckenlänge: 312,2 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: 15 kV / 16,7 Hz ~
Maximale Neigung: 13 
Minimaler Radius: 247 m
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
Legende
0,000 Wien Westbahnhof  S50  167 m ü. A.
Bahnhof ohne Personenverkehr – Dienststation, Betriebs- oder Güterbahnhof
1,013 Wien Westbahnhof-Frachtenbahnhof
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
S45-Vorortelinie nach Wien Handelskai
Bahnhof, Station
2,553 Wien Penzing  S50   S45 
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Verbindungsbahn PenzingSpeisingMeidling
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
Verbindungsbahn S-Bahn HütteldorfMeidling
Bahnhof, Station
5,846 Wien Hütteldorf  S50   S45   S2   S15 
Weichenhalle Hadersdorf
7,885 Wien Wolf in der Au  S50   S2   S15 
9,143 Abzw Knoten Hadersdorf zum Lainzer Tunnel in Bau
9,238 Wien Hadersdorf  S50   S2   S15 
9,940 Wien Weidlingau  S50   S2   S15 
Wienerwaldtunnel in Bau
10,952 Purkersdorf Sanatorium  S50   S2   S15 
Bahnhof, Station
11,839 Unter Purkersdorf  S50   S2   S15  243 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
12,889 Purkersdorf Gablitz  S50 
Haltepunkt, Haltestelle
16,865 Unter Tullnerbach  S50 
Bahnhof, Station
19,970 Tullnerbach-Pressbaum  S50  317 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
21,283 Pressbaum ( S50 ) 337 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
22,532 Dürrwien ( S50 )
Bahnhof, Station
24,809 Rekawinkel ( S50 ) 360 m ü. A.
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
Rekawinkler Tunnel 307 m 307 m ü. A.
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
Kleiner Dürreberg Tunnel 247 m
Haltepunkt, Haltestelle
29,931 Eichgraben-Altlengbach
Bahnhof ohne Personenverkehr – Dienststation, Betriebs- oder Güterbahnhof
31,120 Hutten
Haltepunkt, Haltestelle
32,334 Unter Oberndorf 285 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
34,300 Maria Anzbach
Haltepunkt, Haltestelle
35,814 Hofstatt 256 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
36,865 Neulengbach Stadt
Bahnhof, Station
38,006 Neulengbach
Haltepunkt, Haltestelle
41,461 Ollersbach
Bahnhof, Station
43,558 Kirchstetten
Bahnhof, Station
49,076 Böheimkirchen
51,510 Schildberg aufgelassen
Bahnhof, Station
54,445 Pottenbrunn 266 m ü. A.
Neubaustrecke Wien–St. Pölten in Bau
Bahnhof ohne Personenverkehr – Dienststation, Betriebs- oder Güterbahnhof
55,400 Knoten Wagram
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
nach Krems
Bahnhof, Station
60,563 St. Pölten Hbf  S40  273 m ü. A.
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Leobersdorfer Bahn nach Leobersdorf
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Anschl. zur Mariazellerbahn nach Mariazell
Bahnhof ohne Personenverkehr – Dienststation, Betriebs- oder Güterbahnhof
61,262 St. Pölten-Frachtenbahnhof
Kilometer-Wechsel
63,271
67,346
Fehlerprofil +75 m
Bahnhof ohne Personenverkehr – Dienststation, Betriebs- oder Güterbahnhof
63,720 Abzw St. Pölten 1
Kilometer-Wechsel
67,806
67,611
Fehlerprofil -195 m
Bahnhof, Station
68,664 Prinzersdorf 256 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
70,831 Markersdorf an der Pielach
Haltepunkt, Haltestelle
74,035 Groß Sierning
Bahnhof ohne Personenverkehr – Dienststation, Betriebs- oder Güterbahnhof
75,100 Knoten Rohr
Kilometer-Wechsel
76,946
76,951
Fehlerprofil -5 m
Umfahrung Loosdorf
Tunnel Rohr ? m
78,131 Loosdorf
Umfahrung Melk
Wachbergtunnel 1 292 m
Wachbergtunnel 2 1001 m
84,665 Melk
Melker Tunnel 1845 m
91,925
92,230
Fehlerprofil -305 m
Bahnhof, Station
93,914 Pöchlarn 214 m ü. A.
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Erlauftalbahn nach Kienberg-Gaming
Aufzw. Alt- Neustrecke
Sittenbergtunnel 4692 m
98,220 Krummnußbaum
102,632 Säusenstein
Zusammenf.
Bahnhof, Station
107,137 Ybbs an der Donau 226 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
110,887 Neumarkt an der Ybbs-Karlsbach
113,607 Hubertendorf aufgelassen
Kilometer-Wechsel
115,776
115,795
Fehlerprofil -19 m
Bahnhof, Station
117,076 Blindenmarkt 248 m ü. A.
Bahnhof, Station
124,558 Amstetten 273 m ü. A.
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
127,287 Abzw Amstetten 11 (nach Waidhofen an der Ybbs)
Haltepunkt, Haltestelle
131,146 Mauer-Öhling
Haltepunkt, Haltestelle
135,595 Aschbach Haltestelle
Haltepunkt, Haltestelle
140,180 Krenstetten-Biberbach
Kilometer-Wechsel
141,579
141,586
Fehlerprofil -7 m
Aufzw. Alt- Neustrecke
144,245 St. Peter-Seitenstetten
Grüntunnel St. Peter 404 m
147,900 St. Johann-Weistrach
147,979
147,982
Fehlerprofil -3 m
150,651 Haag
154,038 Stadt Haag
161,578
161,567
Fehlerprofil +11 m
Siebergtunnel 6480 m
Zusammenf.
Kilometer-Wechsel
163,043
163,057
Fehlerprofil -14 m
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
Rudolfsbahn nach Steyr und Kleinreifling
Bahnhof, Station
164,100 St. Valentin 268 m ü. A.
Bahnhof ohne Personenverkehr – Dienststation, Betriebs- oder Güterbahnhof
165,840 St. Valentin-Ennskanalbrücke
166,180 Aufzw. Umfahrung Enns - Altstrecke
(Donauuferbahn-Schleife Ennsdorf)
167,736 Abzw St. Valentin 11 (nach Krems a.d. Donau)
168,737 Ennsdorf
Enns, Landesgrenze NÖ/OÖ
170,973 Enns
173,675 Asten-Fisching
175,640 Zusammenf.
Bahnhof ohne Personenverkehr – Dienststation, Betriebs- oder Güterbahnhof
176,378 Asten-St. Florian
Haltepunkt, Haltestelle
178,030 Linz Pichling
Bahnhof ohne Personenverkehr – Dienststation, Betriebs- oder Güterbahnhof
179,513 Abzw Asten-St. Florian 1
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Linz Vbf Ost und Linz Stahlwerke
Haltepunkt, Haltestelle
180,655 Linz Ebelsberg
Bahnhof ohne Personenverkehr – Dienststation, Betriebs- oder Güterbahnhof
182,349 Linz Kleinmünchen
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Linz Vbf West
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
Summerauer Bahn nach České Budějovice
Kilometer-Wechsel
188,074
188,125
Fehlerprofil -51 m
Bahnhof, Station
188,440 Linz Hbf
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Pyhrnbahn nach Selzthal
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
Linzer Lokalbahn nach Neumarkt-Kallham
Haltepunkt, Haltestelle
192,020 Leonding
Haltepunkt, Haltestelle
195,902 Pasching
Bahnhof, Station
198,043 Hörsching 295 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
201,347 Oftering
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
Marchtrenker Schleife zur Pyhrnbahn
Bahnhof, Station
206,185 Marchtrenk 307 m ü. A.
Bahnhof ohne Personenverkehr – Dienststation, Betriebs- oder Güterbahnhof
208,811 Abzw Marchtrenk 1 (nach Traun)
Bahnhof, Station
212,815 Wels Hbf 316 m ü. A.
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
Zweigstrecke nach Passau
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Almtalbahn
Bahnhof, Station
220,017 Gunskirchen 345 m ü. A.
Aufzw. Umfahrung Lambach - Altstrecke
Tunnel Lambach 1410 m
Lokalbahn nach Vorchdorf-Eggenberg
und Trauntalbahn nach Gmunden
226,109 Lambach 307 m ü. A.
Zusammenf.
Kilometer-Wechsel
227,200
227,503
Fehlerprofil -303 m
Haltepunkt, Haltestelle
227,633 Lambach Markt
Haltepunkt, Haltestelle
230,330 Neukirchen bei Lambach
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
230,556 Haager Lies nach Haag am Hausruck
Bahnhof ohne Personenverkehr – Dienststation, Betriebs- oder Güterbahnhof
230,556 Abzw Lambach 1 (nach Haag am Hausruck)
Bahnhof, Station
233,498 Breitenschützing
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
Römerbergtunnel 710 m
Kilometer-Wechsel
236,662
236,940
Fehlerprofil -278 m
Bahnhof, Station
237,442 Schwanenstadt
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
Salzkammergutbahn nach Ried im Innkreis
Bahnhof, Station
243,292 Attnang-Puchheim 415 m ü. A.
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Salzkammergutbahn nach Stainach-Irdning
Bahnhof, Station
247,966 Vöcklabruck 435 m ü. A.
Bahnhof ohne Personenverkehr – Dienststation, Betriebs- oder Güterbahnhof
250,233 Abzw Vöcklabruck 1 (nach Kammer-Schörfling)
Kilometer-Wechsel
252,182
252,200
Fehlerprofil -18 m
Bahnhof, Station
253,317 Timelkam 450 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
257,090 Neukirchen-Gampern 435 m ü. A.
Bahnhof, Station
259,723 Redl-Zipf 472 m ü. A.
Bahnhof, Station
264,050 Vöcklamarkt 489 m ü. A.
Bahnhof, Station
268,785 Frankenmarkt 511 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
275,637 Pöndorf 562 m ü. A.
Bahnhof, Station
278,440 Ederbauer 601 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
281,916 Oberhofen-Zell am Moos 571 m ü. A.
Bahnhof, Station
285,216 Straßwalchen  S2  542 m ü. A.
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
Mattigtalbahn von Braunau am Inn
Bahnhof, Station
287,427 Steindorf bei Straßwalchen  S2  542 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
289,174 Neumarkt-Köstendorf  S2  (Awanst) 544 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
293,807 Weng  S2 
Haltepunkt, Haltestelle
296,136 Wallersee  S2 
Bahnhof, Station
299,445 Seekirchen am Wallersee  S2  514 m ü. A.
Seekirchen Süd in Planung
Haltepunkt, Haltestelle
302,782 Eugendorf  S2 
Bahnhof, Station
305,538 Hallwang-Elixhausen  S2  493 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
309,933 Salzburg Kasern  S2 
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
Salzburg-Tiroler-Bahn nach Wörgl Hbf
Bahnhof ohne Personenverkehr – Dienststation, Betriebs- oder Güterbahnhof
310,880 Abzw Hallwang-Elixhausen 3 (nach Salzburg Gnigl Vbf)
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
Abzw. zur SLB n. Salzburg Itzling Vbf
Kilometer-Wechsel
312,470
0,777
Bahnhof, Station
0,000 Salzburg Hbf  S2   S3  428 m ü. A.
Strecke – geradeaus
nach München

Die Westbahn ist eine zweigleisige (teils viergleisige), elektrifizierte Hauptbahn in Österreich, welche ursprünglich durch die k.k. privilegierte Kaiserin-Elisabeth-Bahn erbaut und betrieben wurde. Sie führt in den Bundesländern Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg von Wien über Linz nach Salzburg und gehört zum Kernnetz der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Strecke wurde am 15. Dezember 1858 von Wien Westbahnhof bis Linz eröffnet und war ab 1. August 1860 durchgehend bis Salzburg befahrbar. Die weiterführende Strecke bis München Hbf ging am 12. August 1860 in Betrieb.

Die Bahnstrecke wurde unter von der Gesellschaft k.k. privilegierte Kaiserin-Elisabeth-Bahn unter Hermann Dietrich Lindheim gebaut. Neben der Strecke Wien–Salzburg waren darin gleichfalls die Bahnstrecke Wels–Passau (1861), St. Valentin–Summerau–Budweis (1872) enthalten. Darüber hinaus mussten die Strecken Linz–Lambach–Gmunden und Linz–Budweis, die ehemalige Pferdeeisenbahn Budweis–Linz–Gmunden der k.k. privilegierte Erste Eisenbahngesellschaft als Schmalspurbahn übernommen werden(1857), die allerdings zumeist neu trassiert werden mussten. Die Kaiserin-Elisabeth-Bahn verwaltete noch zahlreiche andere Strecken, selbst heute sind noch vereinzelt Grenzsteine mit den Initialen K.E.B. anzutreffen. Der Name der Elisabethbahn wurde vom Publikum schlicht durch „Westbahn“ ersetzt

Bereits 1851 war in einem Staatsvertrag zwischen Bayern und Österreich eine Bahnverbindung vereinbart worden, 1858 wurde die Strecke Wien–Linz fertig gestellt. Die Strecke bis Salzburg wurde 1860 dem Verkehr übergeben. Die Fahrzeit von Wien nach Salzburg betrug anfangs neun Stunden. Bereits einige Wochen vor der offiziellen Eröffnung hatte Kaiserin Elisabeth die Strecke benutzt, um in ihre Heimat Bayern zu reisen. Bei der offiziellen Eröffnung am 12. August 1860 waren Kaiser Franz Joseph und König Maximilian II. von Bayern zugegen.

1884 wurde die Bahnstrecke in staatlichen Besitz übergeführt. Die Verlängerung der Bahnstrecke über österreichisches Gebiet, die Salzburg–Tiroler–Bahn („Giselabahn“) über Zell am See nach Wörgl (KEB seitt 1875) war ebenfalls in staatlicher Hand.

Der zweigleisige Ausbau erfolgte 1901. Die Elektrifizierung der Strecke begann nach dem Ersten Weltkrieg von Westen her und konnte 1952 abgeschlossen werden.

Während der Zeit der Betriebsführung durch die Deutsche Reichsbahn wurden zahlreiche Erweiterungen und Ausbauten vorgenommen. So wurden die Betriebsausweichen Hutten und Ederbauer erbaut und in Wels ein neuer Verschiebebahnhof (rechts der Westbahn) errichtet. Ebenfalls wurde der Bau eines zweiten Verschiebebahnhofes in Wels begonnen (links der Westbahn), der jedoch durch das Kriegsende nicht mehr zur Ausführung gelangte. Der Sinn dieses Planes war, in Wels sowohl einen Verschiebebahnhof mit Rollrichtung West-Ost (heutiger Vbf) als auch einen in der Rollrichtung Ost-West (geplanter) zu erhalten. Der Verschiebebahnhof Linz Ost erfuhr durch die Gründung der „Hermann-Göring- Werke“ (heute voestalpine) eine großzügige Erweiterung.

Am 18. August 2004 stellte der ICE S im Streckenabschnitt zwischen Ybbs und Prinzersdorf bei Pöchlarn (Streckenkilometer 91) mit 305 km/h einen neuen Geschwindigkeitsrekord für Schienenfahrzeuge in Österreich auf.

Im Jahr 2005 wurde im Verlauf des 4-gleisigen Ausbaues zwischen Ennsdorf und Enns eine Abzweigstelle Richtung Mauthausen errichtet, wodurch eine direkte Führung von Zügen aus Linz Richtung Donauuferbahn ermöglicht wird.

Verlauf

Abfahrt des kaiserlichen Hofzuges vom Wiener Westbahnhof, 1895

Die Strecke beginnt in Wien Westbahnhof und durchquert zunächst den Wienerwald. In St. Pölten zweigen Strecken nach Tulln und Krems sowie die Leobersdorfer Bahn ins Traisental ab. Zudem besteht ein Übergang zur schmalspurigen Mariazellerbahn.

Der weitere Verlauf führt durch das Alpenvorland über Pöchlarn (mit der Abzweigung der Strecke ins Erlauftal nach Kienberg-Gaming), Amstetten, St. Valentin (Abzweigung der Strecke ins Ennstal über Steyr und Selzthal nach Bischofshofen) und Enns nach Linz, wo die Strecken durch das Mühlviertel nach České Budějovice (Summerauerbahn) und die Pyhrnbahn abzweigen. Weiters besteht in Linz ein Übergang zur Linzer Lokalbahn nach Eferding. Nach Linz trennt sich der Weg der Donau und der Westbahn. Während erstere von Norden her kommend nach Linz fließt, biegt die Westbahn nun nach Südwesten ab in Richtung Wels.

Im Welser Hauptbahnhof teilt sich die Westbahn in die Strecken nach Salzburg Hbf und Passau Hbf (Verlauf dieser Strecke siehe unten) auf. Hier nimmt ebenfalls die Almtalbahn nach Grünau im Almtal ihren Ausgang. Der nächste Knotenpunkt ist Attnang-Puchheim, wo sie mit der von Stainach-Irdning nach Ried im Innkreis) führenden Salzkammergutbahn verknüpft ist. Über Straßwalchen, wo die Mattigtalbahn nach Braunau am Inn abzweigt, führt die Strecke weiter nach Salzburg Hauptbahnhof. Hier endet die Westbahn.

Wichtige Anschlusstrecken

Innerösterreichische Fortsetzung nach Westösterreich

Die Westbahn findet ihre Fortsetzung in den Hauptstrecken Richtung Rosenheim („Deutsches Eck“ nach Innsbruck Hbf bzw. Richtung München Hbf) und in die Salzburg-Tiroler-Bahn (bzw. Giselabahn) über Zell am See und Wörgl Hauptbahnhof, wo sich die beiden Streckenäste über Rosenheim und Zell am See wieder treffen, Bahnstrecke Kufstein–Innsbruck (Unterinntalbahn) nach Innsbruck, und weiter Arlbergbahn (Innsbruck–Bludenz) nach Vorarlberg, sowie dort die Vorarlbergbahn (Bludenz–Feldkirch–Lindau und Feldkirch–Buchs SG)

Deutsches Eck

Aufgrund der steilen und kurvenreichen Streckenführung der Salzburg-Tiroler-Bahn von Salzburg über Bischofshofen, Zell am See und Wörgl nach Innsbruck, wurden schon früh diese Züge über die flachere Strecke über Freilassing nach Rosenheim und von dort durch das Inntal nach Kufstein und Innsbruck als Korridorzüge gefahren. Allerdings war hierzu ein Kopfmachen im Bahnhof Rosenheim notwendig. Aus diesem Grund wurde auf Kosten der ÖBB im Jahr 1982 eine eingleisige Verbindungsstrecke, die Rosenheimer Schleife errichtet. So besteht eine direkte Verbindung zum Inntal (ab Kufstein). Tagesschnellzüge nach und von Westösterreich werden vorwiegend über die Rosenheimer Schleife geführt, da durch die um rund 90 Minuten kürzeren Fahrzeiten attraktive Reisezeiten angeboten werden können. Wichtige Güterzüge werden ebenfalls über das „Deutsche Eck“ geführt. Die bis in die 1990er Jahre verkehrenden Post-Schnellzüge befuhren gleichfalls die Rosenheimer Schleife. Derzeit verkehren fast alle Güterzüge in Ost-West Richtung über die Rosenheimer Schleife, darunter auch die 120 km/h schnellen BEX-Direktgüterzüge.

Strecke St. Valentin–Gaisbach/Wartberg

Zug mit Lok der Reihe 206 bei Stadt Haag

1871 wurde von St. Valentin in NÖ ausgehend die Verbindungsbahn nach Budweis als Ersatz für die Pferdeeisenbahn von der KEB neu errichtet. Erst ein Jahr später wurde die Anbindung von Linz nach Gaisbach-Wartberg fertig gestellt. Auf Grund der politischen Veränderungen nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg verlor die Strecke völlig an Bedeutung. 1956 wurde diese nach einem Autounfall – ein LKW beschädigte die einzige Straßenbrücke bei Ried in der Riedmark – eingestellt. Zeitzeugen berichten, dass bis in die späten 1960er Jahre noch Gleisteile erhalten blieben.

Bis in die 1960er Jahre wurden noch Züge im Schienenersatzverkehr angeboten. Im Jahr 2006 war die Trasse stellenweise noch durch einige wenige Einschnitte und Aufschüttungen in der Landschaft erkennbar. In überwiegenden Bereichen ist dem Wort entsprechend, tatsächlich Gras über die einstige Strecke gewachsen und der ehemalige Verlauf nur mehr zu erahnen. Die noch verbliebene Strecke von St. Valentin nach Mauthausen ist nunmehr – historisch nicht ganz korrekt – Bestandteil der Donauuferbahn. Der Streckenabschnitt zwischen Gaisbach-Wartberg (Wartberg ob der Aist) und Summerau wird heute der als Summerauerbahn bezeichneten Strecke Linz–Summerau zugeordnet.

Bedeutung

Der Wiener Westbahnhof heute

Die Westbahn ist neben der Südbahn die Hauptader des österreichischen Bahnverkehrs. Durch die EU-Erweiterung nimmt ihre Bedeutung immer weiter zu. Nicht nur ein großer Teil des innerösterreichischen Bahnverkehrs erfolgt auf der Westbahnstrecke, die wichtigen Westverbindungen von Wien, unter anderen nach Berlin, Hamburg, Paris, Basel oder Zürich werden ebenfalls über die Westbahn befahren.

Zur Erhöhung der Kapazitäten erfolgt seit 1990 der Ausbau zu einer Hochleistungsstrecke einerseits durch Ausbau der Bestandsstrecke und andererseits durch viergleisigen Ausbau. Die Neubauabschnitte sind auf Grund zahlreicher Neubautunnel und Streckenbegradigungen für Geschwindigkeiten bis zu 230 km/h projektiert. Diese Geschwindigkeiten könnten sowohl die seit dem Fahrplanwechsel 2006 in Österreich von Wien nach Frankfurt, München und Bregenz verkehrenden ICE-T als auch die ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2008 zwischen Budapest, Wien und München fahrenden „Railjet“-Züge voll ausnutzen. Der kurvenreiche und Gebirgsbahn ähnliche Abschnitt durch den Wienerwald wird durch eine Neubaustrecke durch das Tullnerfeld (Wienerwaldtunnel und Tunnelkette Perschling), welche bei St. Pölten wieder auf die alte Strecke trifft, umfahren. Diese soll bis zum Fahrplanwechsel Ende 2012 in Betrieb gehen und eine Fahrzeit von 25 Minuten zwischen den beiden Landeshauptstädten ermöglichen. Im Endausbau wird die Westbahn von Wien bis Wels Hbf viergleisig ausgebaut sein. Diese ist jedoch keine echte viergleisige Strecke, sondern vielmehr zwei zweigleisige Strecken, die an mehreren Punkten miteinander verknüpft sind.

Zwischen Straßwalchen und Salzburg (27 km) ist ein weiterer viergleisiger Ausbau geplant. Gegenwärtig werden verschiedene Trassenvarianten untersucht. Der Ausbau ist erforderlich, weil dieser Abschnitt zusätzlich von Zügen der Linie S2 der Salzburger Schnellbahn befahren wird.

Die Reisedauer von Wien nach Innsbruck beträgt gegenwärtig vier Stunden und 30 Minuten. Nach Abschluss der Ausbaumaßnahmen soll das so genannte „1-2-3-Schema“ verwirklicht werden, das heißt, die Fahrzeit von Wien nach Linz wird nur mehr eine Stunde, nach Salzburg zwei Stunden und nach München bzw. Innsbruck drei Stunden betragen.

Die Westbahn ist ein wichtiges Teilstück der TEN-Linie Paris–Bratislava/Budapest. Langfristig soll es in dieser Relation Direktverbindungen mit modernen Hochgeschwindigkeitstriebzügen geben.

Da der Wiener Westbahnhof ein Kopfbahnhof ist, müssen Züge in Richtung Osten (beispielsweise nach Budapest) im Westbahnhof gestürzt werden. Mit Fertigstellung des bereits in Bau befindlichen Lainzer Tunnels, der eine direkte Verbindung zu der ebenfalls im Bau befindlichen Trasse durch das Tullnerfeld herstellt, sollen diese Züge zum geplanten Wiener Hauptbahnhof geführt werden. Mit Fertigstellung des Wiener Hauptbahnhofs werden nach gegenwärtigen Planungen nur mehr wenige Fernreisezüge den Wiener Westbahnhof befahren.

In den Jahren vor dem Beitritt Österreichs zum Schengener Abkommen wurden von Salzburg Hbf nach Kufstein über das deutsche Eck über bayerisches Gebiet sogenannte Korridorzüge geführt, bei denen keine Pass- und Zollkontrollen durchgeführt wurden.

Die EuroNight Züge 246-247 werden über Bischofshofen - Zell am See geführt, da ansonsten die Zielbahnhöfe in Oberösterreich bzw. Tirol schon in den frühen Morgenstunden erreicht würden. Der Personalwechsel findet bei diesen Zügen in Salzburg Gnigl-Verschiebebahnhof statt. Vor einigen Jahren hatten die Züge im Bahnhof Salzburg Aigen einen Aufenthalt, der jedoch gestrichen wurde.

Siehe auch

Literatur

  • Elmar Oberegger: Zur Geschichte der „Kaiserin Elisabeth-Bahn“ (Budweis/Passau/Simbach am Inn/Wörgl-Amstetten-St. Pölten-Wien Westbahnhof). (Veröffentlichungen des Info-Büros für österr. Eisenbahngeschichte 8). Sattledt, 2007.
  • Elmar Oberegger: Zur Vorgeschichte der Westbahn von Wien nach Salzburg. 1815-1856. (Veröffentlichungen des Info-Büros für österr. Eisenbahngeschichte 12). Sattledt, 2008.

Weblinks


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