Bahnstrecke Zofingen–Wettingen
Zofingen–Wettingen
Legende
Strecke – geradeaus
von Luzern
Bahnhof, Station
0,0 Zofingen
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Olten
Haltepunkt, Haltestelle
2,3 Küngoldingen
Haltepunkt, Haltestelle
4,9 Walterswil-Striegel
Bahnhof, Station
6,6 Safenwil
Bahnhof ohne Personenverkehr
Kölliken Sondermülldeponie
Haltepunkt, Haltestelle
9,3 Kölliken Oberdorf
Bahnhof, Station
10,9 Kölliken
Kreuzung
WSB Aarau-Schöftland
Bahnhof, Station
13,9 Oberentfelden
Kreuzung
WSB Aarau-Menziken-Burg
Bahnhof, Station
16,7
67,5
Suhr
   
nach Aarau
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Migros Verteilzentrum
Bahnhof, Station
63,3 Hunzenschwil
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von Aarau
Bahnhof, Station
59,8 Lenzburg
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
Seetalbahn nach Luzern
   
Seetalbahn Lenzburg Stadt-Wildegg
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
57,9 Abzw. Gexi nach Rotkreuz
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von Rotkreuz
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Bahnhof, Station
55,6 Othmarsingen
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Brugg
Bahnhof, Station
53,8 Mägenwil
Brücke (klein)
Strasse Brugg-Mellingen (66 m)
Brücke über Wasserlauf (klein)
Reuss (193 m)
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
50,7 Abzw. Gruemet nach Killwangen-Spreitenbach
Brücke (klein)
Strasse Baden-Mellingen (74 m)
Bahnhof, Station
50,1 Mellingen
Haltepunkt, Haltestelle
47,4 Dättwil
Haltepunkt, Haltestelle
44,2 Baden Oberstadt
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von Baden
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alte Streckenführung Zürich–Baden
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Limmat (129 m)
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42,7 Wettingen
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Zürich Seebach
Strecke – geradeaus
nach Zürich

Die Bahnstrecke Zofingen–Wettingen wurde am 6. September 1877 zwischen Zofingen und Baden Oberstadt zusammen mit der Bahnstrecke Aarau–Suhr von der Schweizerischen Nationalbahn (SNB) eröffnet. Die Eröffnung des Abschnitts Baden Oberstadt-Wettingen folgte wegen Bauverzögerung der Limmatbrücke erst am 15. Oktober 1877 zusammen mit der Bahnstrecke Wettingen–Effretikon, welche die Fortsetzung nach Osten darstellte. Die SNB ging bereits 1878 in Konkurs, worauf die Strecke von der Schweizerischen Nordostbahn (NOB) aus der Konkursmasse erworben wurde. Mit dem Rückkauf der Eisenbahnen durch den Schweizerischen Bund, ging die NOB 1902 in die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) über.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Strecke wurde von der SNB als einspurige Strecke angelegt und war als Konkurrenz zur Bahnstrecke Baden–Aarau der NOB gedacht. Die SNB wollte eine möglichst kurze Verbindung vom Bodensee in die Westschweiz sein und führte deshalb an den wirtschaftlich interessanten Orten vorbei, allerdings war aber vorgesehen, von Zofingen aus Solothurn zu erschliessen. Die Stadt wurde dann aber mit der Gäubahn von Olten her an das Netz der SCB angebunden.

Der durch die Konkurrenz der bestehenden Bahngesellschaften ausbleibende Verkehr und die vom Gründerkrach ausgelöste Wirtschaftskrise führten dazu, dass die SNB nach nur 4 Monaten durchgehendem Betrieb Konkurs anmelden musste, worauf die NOB das Streckennetz aus der Konkursmasse erwarb.

Am 5. Mai 1927 wurde im Rahmen der Elektrifizierung der Südbahn der Streckenabschnitt Lenzburg - Gexi mit dem Fahrdraht überspannt, am 28. Mai 1932 folgte Gexi-Othmarsingen und am 6. Juli 1946 Zofingen-Suhr-(Aarau). Bei den beiden Kreuzungen mit der WSB mussten spezielle Schutzstrecken eingebaut werden, da die WSB mit 750 Volt Gleichstrom elektrifiziert war. Am 17. Dezember 1946 wurden auch die Streckenabschnitte Suhr-Lenzburg und Othmarsingen-Wettingen elektrifiziert, womit die ganze Strecke Zofingen–Wettingen mit Fahrdraht überspannt war.

Strecke

Die Strecke führt von Zofingen über den Striegel nach Suhr und umfährt somit das solothurnische Gebiet um Olten. Die solothurnische Ortschaft Walterswil besitzt eine Haltestelle an der Strecke auf aargauischem Boden. In Suhr zweigte die Bahnstrecke nach Aarau ab, welche 2004 stillgelegt wurde, damit die Trasse von der WSB benutzt werden kann. Von Suhr führt die Strecke weiter nach Lenzburg, überquert danach zusammen mit der Südbahn auf einem Damm den Aabach und die ehemalige Strecke der Seetalbahn nach Wildegg, um über Othmarsingen, Mellingen und Baden Oberstadt nach Wettingen zu gelangen.

Die von der SNB bei Mellingen errichtete Reussbrücke war das erste grosse Bauwerk der Bell Maschinenfabrik. Der ursprüngliche Stahlfachwerkträger wurde 1973 durch eine Verbundbrücke ersetzt, weil im Zusammenhang mit dem Bau des 1975 eröffneten Heitersbergtunnels die Strecke von Lenzburg bis zur neu errichteten Dienststation bei Gruemet zu einer doppelspurigen Hauptstrecke ausgebaut wurde. In Gruemet östlich der Reussbrücke bei Mellingen zweigt die Strecke in Richtung Heitersbergtunnel von der Strecke in Richtung Wettingen ab.

Betrieb

Der Personenverkehr von Lenzburg nach Wettingen über die Nationalbahnstrecke wurde 2007 eingestellt. Die Strecke Gruemet-Wettingen wird nur noch vom Güterverkehr für die Bedienung des Tanklagers Mellingen und der Anschlussgleise in Baden Oberstadt benutzt.

Der Abschnitt Lenzburg - Zofingen wird stündlich von der S 28 der S-Bahn Aargau befahren und wird im Volksmund abgeleitet von Nationalbahn als «Nazeli» bezeichnet.[1]

Seit 5. Juli 2009 ist die ganze Strecke für die Streckenklasse D4 zugelassen.[2]

Literatur

  • Hans G. Wägli, Generalsekretariat SBB (Hrsg.): Schienennetz Schweiz. AS-Verlag, Zürich 1998, ISBN 3-905111-21-7.

Einzelnachweise

  1. Kurt Blum: In 30 Minuten «beim Kaffee in Bern». 12. Dezember 2004 Der grösste Fahrplanwechsel in der Geschichte der SBB. In: Zofinger Tagblatt. 20. April 2004.
  2. Ausführungsbestimmungen FDV Anderung 2 gültig ab 5. Juli 2009, R I-30111 Seite 51-108

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