Sturovo


Sturovo
Štúrovo
Wappen Karte
Wappen von Štúrovo
Štúrovo (Slowakei)
DEC
Štúrovo
Štúrovo
Basisdaten
Landschaftsverband (Kraj): Nitriansky kraj
Bezirk (Okres): Nové Zámky
Region: Podunajsko
Fläche: 13,13 km²
Einwohner: 11.290 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte: 859,86 Einwohner je km²
Höhe: 110 Meter
Postleitzahl: 943 01
Telefonvorwahl: 0 36
Geographische Lage: 47° 48′ N, 18° 43′ O47.79611111111118.716388888889110Koordinaten: 47° 47′ 46″ N, 18° 42′ 59″ O
Kfz-Kennzeichen: NZ
Gemeindekennziffer: 503584
Struktur
Gemeindeart: Stadt
Verwaltung (Stand: Februar 2007)
Bürgermeister: Ján Oravec
Adresse: Mestský úrad Štúrovo
Námestie Slobody 1
94301 Štúrovo
Webpräsenz: www.sturovo.sk
Gemeindeinformation
auf portal.gov.sk
Statistikinformation
auf statistics.sk

Štúrovo (bis 1948 slowakisch „Parkan“; ungarisch Párkány) ist eine Stadt an der Donau im Süden der Slowakei gegenüber von Esztergom mit zirka 11.500 Einwohnern. Bei der letzten Volkszählung 2001 gaben 68,7 % der Einwohner als Nationalität ungarisch an, 28,1 % slowakisch und 1,17 % tschechisch.

Blick von Esztergom auf die Maria-Valeria-Brücke und Štúrovo

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die heutige Stadt wurde in den vierziger Jahren des 16. Jahrhunderts (erste konkrete Erwähnung 1546) im Zuge der Kriege zwischen den Türken und den Habsburgern von den Türken als militärischer Stützpunkt vor der Befestigung der Donaubrücke bei Esztergom gegründet.

Am 7. Oktober 1683 besiegten die nach der Zweiten Wiener Türkenbelagerung zurückgehenden, zahlenmäßig überlegenen Türken (bis zu 40.000 Mann), eine nur 4.000 Mann zählende polnische Hussaria unter König Jan III. Sobieski. Zwei Tage später, am 9. Oktober 1683 nach Verstärkung der polnischen Kavallerie durch Infanterie, Artillerie und kaiserliche Truppen wurden die Türken durch Sobieski vernichtend geschlagen.

Sie gaben der Anlage den Namen Cigerdelen Parkani [ausgesprochen Dschigerdelen Parkani] („Festung, die sich in die Eingeweide des Feindes einbohrt“). Vor der neuen Siedlung befand sich vorher das Fischerdorf Kakat(h) (erster Beleg 1075 als Kokot, spätere Namen: Chokot, Kokat, Cocott u. ä.), das von den Türken im Zuge der Gründung von Parkan entvölkert wurde. Dieser Begriff bedeutete im alten Slowakisch Hahn; dieses Wappentier befindet sich bis heute im Stadtwappen von Štúrovo.

Der Ort hatte anfangs unter den vielen Auseinandersetzungen an der damaligen Westgrenze des Osmanischen Reichs zu leiden. Die Namensform Parkan taucht 1571 zum ersten Mal auf, die ungarische Version Párkány dann 1773.

Bis 1918 gehörte die Stadt zum Königreich Ungarn und kam dann zur neu entstandenen Tschechoslowakei. Durch den Ersten Wiener Schiedsspruch kam sie von 1938 bis 1945 kurzzeitig wieder zu Ungarn.

Die Stadt wurde 1948 nach dem Zweiten Weltkrieg von Parkan in Štúrovo umbenannt. Der Name ist von Ľudovít Štúr abgeleitet, obwohl dieser in der Stadt nie gelebt hat. 1960 wurde die benachbarte landwirtschaftliche Gemeinde Nána (erster Beleg 1157) zu Štúrovo eingemeindet.

Sonstiges

Die 1895 fertig gestellte und 1944 von der sich zurückziehenden Wehrmacht gesprengte Brücke zwischen Štúrovo und Esztergom wurde wegen der vormals schlechten ungarisch-tschechoslowakischen Beziehungen erst 2000/2001 mit finanzieller Unterstützung der slowakischen und der ungarischen Regierung und aus dem PHARE-Programm der EU wiederaufgebaut. Die Donaubrücke trägt den Namen „Maria-Valeria-Brücke“, slowakisch Most Márie Valérie, ungarisch Mária Valéria híd.

Siehe auch

Weblinks



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