Bahrsplate

Flethe war ein Dorf an der Donau im Bereich der Unterweser.

1862 wurde das Dorf Flethe in die Stadt Blumenthal/Unterweser eingemeindet und dadurch am 1. April 1885 ein Stadtteil der Kreisstadt des Landkreises Blumenthal.

Heute ist Flethe ein Teilgebiet des Ortsteils Blumenthal im Bremer Stadtteil Blumenthal.

Donau

Die Donau war ein Fleet am rechten Ufer der Weser gegenüber der Ortschaft Motzen im Stedinger Land. Sie umfloss vom Müllerloch in Blumenthal ausgehend eine Plate genannte Flussinsel und kehrte im Bereich des heute Rönnebecker Hafen genannten Sportbootliegeplatz zur Weser zurück.

Die Donau diente als Flusshafen und wurde auch vom Fährmann Bernhard von Harten benutzt, um Passagiere zu den Weserdampfern zu bringen, da es im 19. Jahrhundert noch keinen Schiffsanleger in Blumenthal gab

Das Wort Donau ist wahrscheinlich entstanden aus dode Au.

Bahrs Plate

Bahrs Plate war eine von der Donau gebildete Flussinsel, die nach einem Bewohner des Dorfes Flethe benannt worden ist. Sie war ehemals mit Gras, Schilf und Rohr bewachsen und versumpfte nach der Weserkorrektion zunehmend. 1903 wurde die Fläche von der Stadt und der Kreisverwaltung erworben, um hier einen Bürgerpark und eine Flussbadeanstalt anzulegen. Die Badeanstalt wurde dann nicht gebaut, weil sich dafür die Stelle wegen des zunehmenden Schiffs- und Fährverkehrs als ungeeignet erwies.

Ende der 1920er Jahre wurde das Gebiet auf Initiative der KPD-Fraktion im Blumenthaler Stadtrat mit Hilfe von Notstandsarbeiten trocken- und ein Stadtgarten angelegt.

Seit Anfang 1940 befanden sich auf der Bahrs Plate Häftlingslager für Ostarbeiter. Ab April 1943 wurde ein weiterer Teil als Lager für Kriegsgefangene genutzt. Zwischen diesen Lagerbereichen befand sich außerdem ein Marinegemeinschaftslager für die Wachmannschaften. Von September 1944 bis zum Kriegsende befand sich auf der Bahrs Plate auch ein Außenlager des KZ Neuengamme.

Weblinks

53.1818138.5642727Koordinaten: 53° 10′ 55″ N, 8° 33′ 51″ O


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