Suceava
Suceava
Wappen von Suceava
Suceava (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Bukowina
Kreis: Suceava
Koordinaten: 47° 39′ N, 26° 15′ O47.64361111111126.250833333333300Koordinaten: 47° 38′ 37″ N, 26° 15′ 3″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 300 m
Fläche: 52,10 km²
Einwohner: 106.397 (1. Juli 2007)
Bevölkerungsdichte: 2.042 Einwohner je km²
Postleitzahl: 720224
Telefonvorwahl: (+40) 02 30
Kfz-Kennzeichen: SV
Struktur und Verwaltung (Stand: 2008)
Gemeindeart: Munizipium
Bürgermeister: Ion Lungu (PD-L)
Postanschrift: Bd. 1 Mai nr. 5A
Suceava, RO-720224
Webpräsenz:
Suceava (rotes Viereck) - Rumänien - Nachbarorte: Botoșani, Roman, Czernowitz (Ukraine)

Suceava [suˈt͜ʃe̯ava] (poln. und dt. Suczawa [suˈt͜ʃava], ungar. Szucsáva [ˈsut͜ʃaːvɒ], ukrain. und russ. Сучава/Sutschawa) ist die Hauptstadt des Kreises Suceava im Nordosten Rumäniens.

Inhaltsverzeichnis

Heutige Stadt

Sie hat etwa 106.000 Einwohner und ist Zentrum der heute rumänischen Bukowina. Sie beheimatet unter anderem eine 1990 gegründete Universität, ein Kreismuseum sowie einen Flughafen. Bei den Industriebetrieben sind unter anderem die Branchen Maschinenbau, Holz und Papier vertreten.

Das Stadtbild wird unter anderem geprägt von der Burg der Moldaufürsten (15. Jahrhundert), der Mirăuți-Kirche (frühere Krönungskirche, im Kern um 1400), einer Kirche des Georgsklosters (1514/22; mit Wandmalereien von 1527/34), der Demetrius-Kirche (1534/35, Glockenturm 1561) und dem Kloster Zamca der armenischen Kolonie (1551, Kirche in moldauischer Tradition).

Ein modernes Wahrzeichen der Stadt ist ein farbiger 265 Meter hoher Kamin. Er sollte ursprünglich Bestandteil eines Kraftwerks werden und ist heute Teil eines Einkaufszentrums.

Name

Dimitrie Cantemir führt in seinem Werk „Descriptio Moldavie“ die Namensherkunft auf das Ungarische zurück: Szűcsvár, mit der Bedeutung „Burg/Stadt der Kürschner“. Dabei bezog er sich wahrscheinlich auf die 50 Jahre alte Arbeit eines weiteren Moldoauer Chronisten, Grigore Ureche. Dieser sprach in seinem unvollendetem Werk „Letopisețul țărâi Moldovei, de când s-au descălecat țara și de cursul anilor și de viiața domnilor carea scrie de la Dragoș vodă până la Aron vodă“ (Chronik Moldaus, vom Ausbau des Landes im Zeitraum des Fürsten Dragos bis zum Fürsten Aaron) die Gründung der Stadt Suceava ungarischen Kürschnern zu und gab den magyarischen Namen mit Szűcsség wider. Szűcs (Kürschner) wurde demnach rumänisch abgeleitet zu Suci und mit der bulgarisch-rumänischen Endung –eavă versehen, was der ungarischen Endung -ség entspricht. Ins deutsche frei übersetzt, entspräche dies „Kürschner-Heim“.

Geschichte

Suceava wurde bereits vor dem 14. Jahrhundert erstmals erwähnt. Von 1375 bis 1565 war es Hauptstadt des Fürstentums Moldau, ab 1401 Sitz des Metropoliten des Fürstentums. 1774/1775–1918 gehörte die Stadt, als Teil der Bukowina, zur Habsburgermonarchie bzw. ab 1867 zu Österreich-Ungarn, seit November 1918 dann zu Rumänien.

Über seine Heimatstadt schrieb Staufe:

Sutschawa
Und wieder Nacht? Und wieder einmal Ruhe?
Wo ist die Stadt? Und wo ihr alter Schimmer?
Sie schläft!... O schlaf!...O schlafe nur, auf Trümmer!...
Wie modrig weht´s! Wie aus ´ner Todtenruhe!


Und wer steht da? − Der heilige Johannes!
Hebt hoch den Arm mit dem Marienbilde,
Und segnet still des Serethland´s Gefilde!
Und könntest du´s!...Doch ich – ich fürchte – kann es!


Und dort ... ist dies das Schloß der der Hospodare?
Wie?! – siehst du nicht das Blut noch an den Wänden?
Nach Waffen zuckt ein Schemen mit den Händen...
Wem gilt´s – dem Pascha? – oder einem Zaren?


Und dort im Park? Was duften die Jasmine!
Ein braunes Kind versingt die Nacht am Rocken...
O welch ein Sang!... Halb Klagen und halb Locken!...
Es lispelt wo der Klang der Mandoline...

Söhne und Töchter der Stadt

Bildergalerie

Weblinks

 Commons: Suceava – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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