Baitenhausen
Baitenhausen
Stadt Meersburg
Ehemaliges Gemeindewappen von Baitenhausen
Koordinaten: 47° 43′ N, 9° 18′ O47.7152777777789.2986111111111436Koordinaten: 47° 42′ 55″ N, 9° 17′ 55″ O
Höhe: 436 m ü. NN
Eingemeindung: 1. Feb. 1972
Postleitzahl: 88709
Vorwahl: 07532
Blick von der Wallfahrtskirche auf den Ort Baitenhausen

Baitenhausen ist ein Stadtteil von Meersburg im baden-württembergischen Bodenseekreis, mit einer Wallfahrtskirche.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Der Ortsteil Baitenhausen liegt vier Kilometer nordöstlich der Meersburger Oberstadt am Nordosthang eines Berges auf 440 m etwa auf gleicher Höhe wie die obere Altstadt von Meersburg, die auf der Südseite direkt am Bodensee liegt.

Geschichte

Baitenhausen hieß früher Bethenhausen, dann Baydenhausen. Im Jahr 1169 wurde Priester Heinrich von Bettinhusen erwähnt. Im Jahr 1506 wurden Rechte und Pflichten für den Ort festgelegt. [1] Am 21. August 1641 wurde Baitenhausen im Schwedenkrieg durch die Hohentwieler geplündert. Im Jahr 1703 requirierten die Franzosen auf dem Durchmarsch die Pferde und erhoben Contribution. Im Jahr 1802 fiel das Dorf an Baden. In der Mitte des 19. Jahrhunderts hatte Baitenhausen 10 Bürger und 76 Einwohner. Erwerbszweige waren der Feldbau, die Viehzucht und die Waldbewirtschaftung.[2]

Im Jahr 1972 wurde die Gemeinde Baitenhausen-Schiggendorf in die Stadt Meersburg eingemeindet. Die Einwohnerzahl von Baitenhausen betrug 1961, als Baitenhausen noch zum damaligen Landkreis Überlingen gehörte, 174 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wallfahrtskirche Baitenhausen

Wallfahrtskirche Baitenhausen

In fast 500 m Höhe liegt oberhalb des Dorfkerns von Baitenhausen die katholische Wallfahrtskirche Baitenhausen im Barockstil, die 1704 geweiht wurde. Zuvor befand sich eine Kirche im Ort.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Einwohner von Baitenhausen leben hauptsächlich von Landwirtschaft und Fremdenverkehr.

Verkehr

Autostraßen

Baitenhausen liegt an der Autostraße Meersburg - Riedetsweiler - Ahausen - Bermatingen - Markdorf. Von Baitenhausen zweigen ferner kleinere Verbindungsstraßen nach Daisendorf, nach Schiggendorf sowie nach Grasbeuren ab.

Fußwege zur Kapelle

Der direkte Weg führt neben der Fahr-Straße über Riedetsweiler zur Wallfahrtskirche vor dem Ort Baitenhausen. Als Pilgerwege bieten sich an: [3]

Hinweg: Ab Meersburg gibt es einen Fußweg über Friedrichshöhe, Fohrenberg, Allmendparkplatz, Neuweiher. Am Ortsende Daisendorf durch den Wald über Serpentinen hinab zum Waldrand, durch Obstplantage hinauf zur Kapelle.

Rückweg: Die Treppen von der Kapelle hinab bis zum Ortsende von Baitenhausen (Richtung Ahausen). Von dort führt rechts ein Feldweg zum Waldesrand. Dann Richtung Breitenbach. Von dort auf dem Jakobsweg (Alte Landstraße) über Siechenweiher und Friedhof nach Meersburg.

Einzelnachweise

  1. Elfriede Schulze-Battmann, überarbeitet von Rudolf Schatz: Wallfahrtskirche Maria zum Berg Karmel. Meersburg Baitenhausen. Verlag Schnell + Steiner GmbH, Regensburg 2004, ISBN 3-7954-1634-5, S. 1.
  2. Staiger, Fr. Xav. Conr.: Meersburg am Bodensee, ehemalige fürstbischöfliche konstanzische Residenz-Stadt, dann die Stadt Markdorf, ferner die Ortschaften Baitenhausen, Daisendorf, Hagnau, Immenstaad, Ittendorf, Kippenhausen, Stetten und die Pfarreien Berkheim, Hepbach und Kluftern sowie die Schlösser Helmsdorf, Herrschberg und Kirchberg. Nach Akten, Chroniken und Archival-Urkunden. Constanz 1861. Verlag von J. Stadler. S. 342, 343 - 351
  3. Rainer Barth: Kunst und Natur im Meersburger Hinterland. Große Panoramen und das versteckte Barock-Kleinod von Baitenhausen. In: Stadtwerke direkt, April 2003, S. 14-15. (Beschreibung des Wanderweges Meersburg - Baitenhausen - Meersburg).

Literatur

  • Staiger, Fr. Xav. Conr.: Meersburg am Bodensee, ehemalige fürstbischöfliche konstanzische Residenz-Stadt, dann die Stadt Markdorf, ferner die Ortschaften Baitenhausen, Daisendorf, Hagnau, Immenstaad, Ittendorf, Kippenhausen, Stetten und die Pfarreien Berkheim, Hepbach und Kluftern sowie die Schlösser Helmsdorf, Herrschberg und Kirchberg. Nach Akten, Chroniken und Archival-Urkunden. Constanz 1861. Verlag von J. Stadler.

Weblinks

 Commons: Baitenhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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