1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
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Voller Name 1. Fussballclub Heidenheim 1846 e.V.
Gegründet 14. August 1846
Vereinsfarben Blau-Rot
Stadion Albstadion
Plätze 8.000
Präsident Klaus Mayer
Trainer Frank Schmidt
Homepage www.fc-heidenheim.de
Liga Regionalliga Süd
2007/08 4. Platz (Oberliga Baden-Württemberg)
Trikotfarben
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Heim
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Auswärts

Der 1. FC Heidenheim 1846 e. V. ist ein Fußballverein aus Heidenheim an der Brenz, der 2007 durch die Abspaltung der Fußballabteilung des Heidenheimer Sportbund 1846 e. V. entstand. Die erste Herrenmannschaft spielt in der Saison 2008/09 in der Regionalliga Süd.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Vorgängervereine

Der Verein blickt auf eine komplizierte Vereinsgeschichte zurück. Gegründet wurde der Verein zu Zeiten der Turnbewegung am 14. August 1846 als Turngemeinde Heidenheim. 1852 wurde die Turngemeinde aufgelöst, aber bereits 1861 unter demselben Namen wiedergegründet. 1872 erfolgte die Umbenennung in den Turnverein Heidenheim.[1]

Am 8. Juli 1911 gründete sich innerhalb des Turnvereins eine Fußballabteilung. Noch vor der reinlichen Scheidung zwischen deutschen Fußballern und Turnen machte sich die Fußballabteilung am 21. August 1922 als VfR 1911 Heidenheim selbständig. 1936 fusionierte diese mit dem Schwimmverein 04 Heidenheim zum VfL Heidenheim 04. 1949 wurde die Fusion wieder gelöst, die Fußballer firmierten fortan als VfL Heidenheim 1911, die Schwimmer nahmen den alten Namen an.[1]

Der Turnverein Heidenheim firmierte mittlerweile unter dem Namen TV 1846 Heidenheim. Dem TV 1846 schloss sich am 13. Juli 1935 die SpVgg Heidenheim an, bevor der TV am 3. April 1937 mit dem 1. Sportverein 1900 Heidenheim zum TSV 1846 Heidenheim fusionierte. Der 1. SV 1900 wiederum firmierte von 1900 bis 1920 unter dem Namen Athletenklub Hellenstein. Doch auch der TSV 1846 hatte nicht lange Bestand. Nach dem Zweiten Weltkrieg entschlossen sich der TSV 1846 und der Turnerbund Heidenheim 1902 zum Zusammenschluss. Der Turnerbund stammte aus der deutschen Arbeitersportbewegung. Er war am 21. Dezember 1902 als Arbeiterturnverein Heidenheim gegründet worden, benannte sich aber schon am 6. August 1904 in Turnerbund Heidenheim um. Am 8. März 1919 schloss sich der Arbeiterturnverein 1904 Heidenheim dem Turnerbund an, der schließlich 1933 wie alle Arbeitersportvereine verboten wurde. Nach der Wiederbelebung des Vereins nach Ende des Zweiten Weltkriegs vollzog dieser am 3. Februar 1946 die Fusion mit dem TSV 1846 Heidenheim zum TSB 1846 Heidenheim.[1]

altes Logo des Heidenheimer SB

Durch die Fusion zwischen TSB Heidenheim und des VfL Heidenheim entstand schließlich am 27. Mai 1972 der heutige Heidenheimer Sportbund 1846. Damit kam es auch wieder zum Zusammenschluss der 1922 getrennten Fußballer und Turner.[1] Der Heidenheimer Sportbund ist mit 5.800 Mitgliedern der größte Verein in Heidenheim, und der achtgrößte Verein im Württembergischen Landessportbund. Der SB Heidenheim besteht aus 27 aktiven Abteilungen. Erfolgreichste Abteilung sind die unter dem Namen Heidenheim Heideköpfe in der Bundesliga spielenden Baseballer.

Fußball

In der Geschichte des Heidenheimer Fußballs bildet die Saison 1934/35 einen ersten Höhepunkt. Nie wieder standen Heidenheimer Fußballer so kurz vor dem Sprung in die Erstklassigkeit. Die Mannschaft des VfR 1911 Heidenheim qualifizierte sich für die Aufstiegsrunde zur erst 1933 gebildeten Gauliga Württemberg. Doch in der Runde mit sechs beteiligten Mannschaften landete der VfR am Ende mit 7–13 Punkten auf dem letzten Platz, punktgleich mit dem VfB Friedrichshafen, aber vier Punkte hinter dem zweiten Aufsteiger FV Zuffenhausen und weit abgeschlagen hinter dem souveränen Sieger der Aufstiegsrunde, der SpVgg Cannstatt.[2]

Trotz der in viele kleinräumige Ligen zersplitterten Zweitklassigkeit im südwestdeutschen Fußball spielten Fußballer aus Heidenheim nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst nicht höherklassig. Erst 1955 gelingt der Aufstieg in die höchste Amateurspielklasse, die Amateurliga Württemberg. In der damals drittklassigen Liga kann sich der VfL Heidenheim nach einem 15. Platz in der ersten Saison etablieren und landet 1958/59 als Sechster erstmals auf einem einstelligen Tabellenplatz.[3] 1960 wird die württembergische Amateurliga geteilt, der VfL spielt ab sofort in der Amateurliga Nordwürttemberg. Dort spielt er zumeist im Mittelfeld. Bis zur Fusion 1972 sind zwei sechste Plätze (1963/64 und 1971/72) die besten Platzierungen, der zwölfte Platz 1967/68 das schlechteste Abschneiden.[1]

Nach der Fusion mit dem TSB, dessen Fußballer eine Liga tiefer spielten, hält sich die nun als Heidenheimer SB auflaufende Mannschaft noch drei Spielzeiten in der Amateurliga, ehe sie 1975 absteigt. In derselben Saison standen Heidenheims Fußballer auch erstmals im DFB-Pokal. In der 1. Hauptrunde 1975 trafen sie auf den Berliner Stadtligisten Hertha Zehlendorf. Nach einem 2:2 n. V. im Hinspiel gab es beim Wiederholungsspiel eine deutliche 0:5-Niederlage.[1]

Der Abstieg konnte sofort korrigiert werden. Der SB stieg sofort wieder auf und startete mit dem Aufstiegsschwung durch. Als Neuling wurde der SB Vizemeister und verpasste so nur knapp die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga. Dank des vierten Platz in der folgenden Saison qualifizierte sich der Heidenheimer SB auch für die neu gegründete Amateur-Oberliga Baden-Württemberg. In derselben Saison durften die Heidenheimer wieder im DFB-Pokal starten, doch erneut war 1978 in der 1. Hauptrunde Schluss. Gegen den Zweitligisten FK Pirmasens unterlag der SB mit 1:2.[1]

Die Amateuroberliga erwies sich für den Sportbund als zu groß. Als 18. von 20 Vereinen stiegen sie in die Viertklassigkeit der Verbandsliga ab. Ein großes Moment lieferte zunächst wieder nur der DFB-Pokal, als in der 1. Hauptrunde die Profis von Hertha BSC nach Heidenheim kamen und mit 4:0 gewannen.[1] 25 Jahre lang pendelte der SB zwischen Verbands- und Landesliga, ehe 2003/2004 die Rückkehr in die nur mehr viertklassige Amateuroberliga Baden-Württemberg gelang.[4] Der HSB wurde in der Saison 2003/04 hinter Normannia Gmünd Zweiter der Verbandsliga Württemberg und konnte sich in der Relegation gegen den FV Offenburg durchsetzen, nachdem man im Jahr zuvor noch in der Relegation an der zweiten Mannschaft der TSG 1899 Hoffenheim gescheitert war. In der Oberliga spielte der SB im Gegensatz zum ersten Ausflug in die Oberliga sofort eine gute Rolle. In der Saison 2004/2005 belegte man Platz 5 und erreichte im WFV-Pokal das Finale, welches allerdings gegen die Stuttgarter Kickers mit 1:3 verloren wurde. Noch erfolgreicher verlief die Saison 2005/06, in der der HSB Vizemeister und verpasste den Aufstieg in die Regionalliga Süd nur knapp mit vier Punkten hinter dem SSV Reutlingen. Und auch in der letzten Saison spielte man lange um den Aufstieg in die Regionalliga mit. Am Ende wurde der dritte Platz erreicht. 75:36 Tore und 72 Punkte wurden hierbei verbucht. Meister SV Sandhausen hatte 5 Punkte mehr auf dem Konto.[5]

Während des Jahres 2007 beschloss die Fußballabteilung, sich rückwirkend zum 1. Januar 2007 als rechtlich eigenständiger Verein vom Heidenheimer SB abzuspalten. Dabei übernahm der 1. FC alle bestehenden sportlichen und sonstigen Strukturen des Heidenheimer SB, darunter die Startplätze für die jeweiligen Mannschaften. Die Trennung war notwendig geworden, da der Gesamtverein Anforderungen im Lizenzierungsverfahren des DFB für die angestrebte Fußball-Regionalliga kaum erfüllen konnte. Insbesondere die Forderungen zur Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Vereins überforderten die ehrenamtlichen Strukturen der anderen Abteilungen.[6]. Im Jahr 2008 schaffte der FCH als Tabellenvierter der Oberliga Baden-Württemberg den Aufstieg in die Regionalliga Süd. Außerdem gelang der Mannschaft der Gewinn des wfv-Pokals und somit der Einzug in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals. In dieser unterlag man dem VfL Wolfsburg mit 0:3(0:0).

Erfolge

Platzierungen der letzten Jahre

  • 2004/2005: 5. der Oberliga Baden-Württemberg
  • 2005/2006: 2. der Oberliga Baden-Württemberg
  • 2006/2007: 3. der Oberliga Baden-Württemberg
  • 2007/2008: 4. der Oberliga Baden-Württemberg
  • 2008/2009: ?. der Regionalliga Süd

Bekannte Spieler

Bekannte ehemalige Spieler

Team

Aktueller Kader

Name Rückennummer Nationalität
Torwart
Erol Sabanov 1 Deutscher
Denis Baum 23 Deutscher
Abwehr
Ingo Feistle 2 Deutscher
Cassio da Silva 3 Brasilianer
Johannes Meier 4 Deutscher
Christian Endler 5 Deutscher
Robert Henning 13 Deutscher
Christian Adrianowytsch 15 Deutscher
Tim Göhlert 16 Deutscher
Marius Jurczyk 18 Deutscher
Michael Urban 24 Deutscher
Mittelfeld
Bernd Maier 6 Deutscher
Marc Schnatterer 7 Deutscher
Ertac Seskir 8 Türke
Christian Essig 9 Deutscher
Ünal Demirkiran 10 Türke
Christian Gmünder 12 Deutscher
Gökhan Gündüz 17 Türke
Martin Klarer 19 Deutscher
Alper Bagceci 20 Türke
Angriff
Stanislaus Bergheim 11 Deutscher
Dieter Jarosch 14 Deutscher
Andreas Spann 21 Deutscher
Bastian Heidenfelder 22 Deutscher

Neuzugänge 2008/09

Abgänge 2008/09

  • Deutscher Patrick Faber, Angriff, nach Gmünd
  • Deutscher Alexander Raaf, Angriff, Karriereende
  • Deutscher Christian Sameisla, Angriff, nach Illertissen

Aktueller Trainerstab

Name Funktion Nationalität
Frank Schmidt Trainer Deutscher
Alexander Raaf Co-Trainer Deutscher
Hansjörg Honold Co-Trainer Deutscher
Bernd Weng Torwarttrainer Deutscher
Bernd Molls Spielleiter Deutscher
Wolfgang Thissen Spielleiter Deutscher
Dr. Matthias Frey Mannschaftsarzt Deutscher

Stadion

Das Heimatstadion ist das Albstadion. Das Stadion fasst derzeit 8.000 Zuschauer.

Seit längerer Zeit ist dessen Umbau zu einem Fußballstadion geplant. Der Heidenheimer Gemeinderat stimmte am 17. Februar 2009 für einen Stadionumbau. Die Gesamtkosten werden 11,8 Millionen Euro betragen, wovon der künftige Hauptnutzer, der 1. FC Heidenheim 2,8 Millionen tragen soll. Namensgeber des Neubaus wird die Immobiliengesellschaft Gagfah sein. Die Leichtathletikanlagen des Heidenheimer SB werden in den Jahnsportpark verlegt.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g h Heidenheimer SB in: Hardy Grüne (2001): Vereinslexikon. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 7. Kassel: AGON Sportverlag, S. 218. ISBN 3-89784-147-9
  2. Hardy Grüne (1996): Vom Kronprinzen bis zur Bundesliga. 1890 bis 1963. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 1., S. 142 Kassel: AGON Sportverlag, ISBN 3-928562-85-1
  3. Grüne 2001, S. 498
  4. Heidenheimer SB 1846: Die Geschichte der Fußballabteilung, www.hsb-fussball.de (29. Mai 2007)
  5. Heidenheimer SB, www.fussballdaten.de (29. Mai 2007)
  6. Aus HSB wurde der 1. FC Heidenheim 1846, www.irsport05.de (19. Juni 2007)

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