Baket-Aton
Baket-Aton in Hieroglyphen
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B3k.t-Jtn
Dienerin Atons

Baket-Aton war eine Prinzessin der 18. Dynastie (Neues Reich) im Alten Ägypten.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft

Die Herkunft von Baket-Aton ist unbekannt. Als gesichert kann jedoch ihre Einordnung in die Zeit und Familie um Amenophis III. und Amenophis IV./Echnaton gelten, da die wenigen Belege, die es über sie gibt, aus Achet-Aton stammen. Es sind keine Darstellungen bekannt, die explizit einen Vater oder eine Mutter dieser Königstochter benennen. Und so gilt generell, dass alle Annahmen über ihre Eltern Spekulation sind.

Titel

Baket-Aton führt den Titel einer „Königstochter“. Allerdings finden sich keine Abbildungen, die etwa den Text „Tochter des Königs, von seinem Leibe, die er liebt, geboren von der Großen königlichen Gemahlin Nefer-Neferu-Aton-Nofretete“ aufweisen, wie es bei allen sechs Töchtern der Nofretete der Fall ist. Dadurch kann ausgeschlossen werden, dass sie eine Tochter beider war.

Darstellung

Grab des Huja, Herstellung einer Statue der Baket-Aton

Die Darstellungen Baket-Atons sind jedoch immer eng mit der Großen Königlichen Gemahlin Teje verbunden. So zeigt beispielsweise die eine Seite eines Reliefs eines Türsturzes im Grab des Vermögensverwalters und Haremsvorstehers Huja in Achet-Aton Baket-Aton zusammen mit Teje. Beide werden von Amenhophis III. begrüßt und diese heben als Zeichen der Ehrerbietung jeweils eine Hand. Die andere Seite des Reliefs zeigt Echnaton, Nofretete und deren sechs Töchter. Zwei weitere Szenen stellen Baket-Aton dar, wie sie von einem Künstler abgebildet wird und wie Echnaton mit Teje und ihr einen Tempel betreten.

Schlussfolgerungen der Forschung

Die naheliegendste Schlussfolgerung dieser Darstellung ist deshalb, Baket-Aton als eine Tochter von Amenophis III. und der Großen königlichen Gemahlin Teje zu sehen. Diese These wird unter anderem von den Ägyptologen Cyril Aldred[1]und Christiane Desroches-Noblecourt[2] vertreten.

Marc Gabolde hingegen sieht Baket-Aton als eine Tochter Echnatons und dessen großer Geliebten Kija. Die Beziehung von Teje zu Baket-Aton sei deswegen eher das von einer Königin zu ihrer Enkelin gewesen.[3]

Nicholas Reeves schließlich führt zwei weitere Varianten zur Elternschaft an: Diese geheimnisvolle Prinzessin könnte einerseits die Königstochter Sitamun gewesen sein, die in der Amarna-Zeit einen für diese Zeit angepassten Namen angenommen hatte. Andererseits könnte Baket-Aton aber auch eine Tochter Amenophis III. und Sitamuns gewesen sein.[4]

Joann Fletcher erwähnt in ihrem Buch „Tagebuch eines Pharaos“ im Stammbaum der Familie Amenophis III. eine Baket-Amun, die im Personenverzeichnis als Tochter von Amenophis III. und Teje bezeichnet wird.[5] Wie es zu dieser Namensänderung von Baket-Aton zu Baket-Amun kommt, wird jedoch nicht erklärt.

Lebenszeit, Todeszeitpunkt sowie ihr Grab sind ebenfalls unbekannt, allerdings wird sie nach dem Tod Tejes auch nicht mehr genannt.

Literatur

  • Christiane Desroches-Noblecourt: Tut-ench-Amun. Frankfurt 1963. Büchergilde Gutenberg.
  • Joann Fletcher: Tagebuch eines Pharaos – Amenophis III.. Weltbild 2001, ISBN 3-8289-0778-4
  • Nicholas Reeves: Echnaton. Mainz 2002. Philipp von Zabern, ISBN 3-8053-2828-1

Einzelnachweise

  1. Cyril Aldred: Echnaton. S.109 und Bildtafel 52-53
  2. Christiane Desroche-Noblecourt: Tut-ench-Amun. S.154-155
  3. Marc Gabolde in: Das Geheimnis des goldenen Sarges: Echnaton und das Ende der Amarnazeit. S. 21
  4. Nicholas Reeves: Echnaton S.70
  5. Joann Fletcher: „Tagebuch eines Pharaos – Amenophis III.“.S.109, 166-167

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