Bakkum
Gemeinde Castricum
Flagge der Gemeinde Castricum
Flagge
Wappen der Gemeinde Castricum
Wappen
Provinz Nordholland
Bürgermeister Aaltje Emmens-Knol (PvdA)
Sitz der Gemeinde Castricum
Fläche
 – Land
 – Wasser
59,93 km²
49,58 km²
10,35 km²
Einwohner

 – Bevölkerungsdichte
34.830
(1. Januar 2007)
706 Einwohner/km²
Koordinaten 52° 33′ N, 4° 40′ O52.5469444444444.66361111111117Koordinaten: 52° 33′ N, 4° 40′ O
Bedeutender Verkehrsweg A9, N203
Vorwahl 0251, 072, 075
Postleitzahlen 1489, 1900-1906, 1920-1921
Website www.castricum.nl
Lage der Gemeinde Castricum in den Niederlanden

Castricum ( anhören?/i) ist eine Gemeinde in den Niederlanden, Provinz Nordholland. Die Gemeinde hatte Anfang 2007 eine Einwohnerzahl von 34.830. Ihre Gesamtfläche ist 59,93 km², davon 10,35 km² Wasser.

Inhaltsverzeichnis

Orte

Zur Gemeinde gehören folgende Dörfer:

  • der Hauptort Castricum, in dem sich die Gemeindeverwaltung befindet (knapp 20.000 Einwohner);
  • Limmen, inmitten der Tulpenfelder;
  • Bakkum, ein Seebad an der Nordsee - auch Castricum an Zee genannt;
  • Akersloot, inmitten von Wiesen, am Ufer der See "Alkmaardermeer";
  • der kleine Weiler Wouden.

Lage und Wirtschaft

Die Gemeinde liegt an der Nordseeküste und in den Dünen südlich von Alkmaar und Heiloo. Das Dorf Castricum hat einen Bahnhof an der Eisenbahnlinie Alkmaar - Haarlem / Amsterdam. Akersloot liegt an der Autobahn zwischen Amsterdam und Alkmaar.

Die Nähe des Meeres, des Strandes und der z.T. schön bewaldeten Dünen machte Castricum ab etwa 1920 zu einem beliebten Wohnsitz für Pendler aus den benachbarten Städten. Es gibt auch schon lange einige kleine Sanatorien für Menschen, die Heilung ihrer Krankheiten durch Einatmung der Meeresluft suchen. Auch der Tourismus ist bedeutend. Der Boden von Limmen ermöglicht den Anbau von Tulpen, Nelken, Hyazinthen und anderen Blumenzwiebelgewächsen. In den Poldern um Akersloot überwiegt die Rindviehzucht.

Geschichte

Akersloot war im Mittelalter ein weitaus wichtigeres Dorf als heutzutage; es hatte eine eigene Gerichtsbarkeit.

Castricum soll seinem Namen einem römischen Heereslager (Castra) verdanken; wahrscheinlich ist das nicht richtig. Tatsache ist aber, dass Siedlungsspuren aus römischer und sogar vorgeschichtlicher Zeit gefunden worden sind. Wegen Überschwemmungen und des rauhen Klimas war die Gegend von etwa 250 n. Chr. bis etwa 750 unbewohnt. Im Achtzigjährigen Krieg wurde es 1573, wie auch Akersloot, von den Spaniern, die Alkmaar belagerten, verwüstet.

Bakkum kam erst um 1812 an diese Gemeinde, Limmen erst 2003. Das zwar ebenfalls schon sehr alte Limmen entwickelte sich erst richtig ab etwa 1900, als durch die Anwesenheit guter Verbindungen (Eisenbahnanschluss 1870) der Anbau und Export von Blumenzwiebeln lohnend und gewinnbringend wurde.

Bei Castricum gab es am 27. August 1799 eine Schlacht zwischen Truppen aus England und Russland auf der einen, und dem Frankreich des Napoléon Bonaparte auf der anderen Seite. Die Holländer der Region standen damals noch mehrheitlich auf französischer Seite und viele halfen den französischen Truppen. Nachdem die Russen und Briten Alkmaar erobert hatten, in einer Offensive zur Schaffung eines Brückenkopfes jenseits der Nordsee, wurden sie bei Castricum in einer achtstündigen Schlacht von den Franzosen vernichtend geschlagen, was den Misserfolg des alliierten Einmarsches in Holland besiegelte. Nach den Gefechten wurden die Dörfer verheerend geplündert. Kurz darauf wurde der Sieg der Franzosen auf dem Arc de Triomphe in Paris dargestellt mit dem Vermerk: "Alkmaer".

Sehenswürdigkeiten

  • Der Strand und die Nordsee bei Bakkum, auch Castricum aan Zee genannt (FKK-Tourismus und Strandbesuch für Behinderte beschränkt möglich)
  • Die Dünen bei Castricum, in denen man schöne Wanderungen machen kann
  • Das Alkmaardermeer, auf dem man Wassersport betreiben kann (Akersloot hat einen Jachthafen)
  • Die alte Kirche (15. Jahrhundert) im Ortskern von Castricum
  • Die Blumenfelder um Limmen mit dem von Ostern bis etwa zum 15. Mai geöffneten "Hortus bulborum" (Garten mit historischen, seltenen Tulpenarten).

Söhne und Töchter der Stadt

Städtepartnerschaften

Weblinks


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