Baldersheim (Aub)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Aub
Aub
Deutschlandkarte, Position der Stadt Aub hervorgehoben
49.55277777777810.065277777778310Koordinaten: 49° 33′ N, 10° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Aub
Höhe: 310 m ü. NN
Fläche: 17,54 km²
Einwohner: 1562 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 89 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97239
Vorwahl: 09335
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 114
Stadtgliederung: 2 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Marktplatz 1
97239 Aub
Webpräsenz:
Bürgermeister: Robert Melber

Aub ist eine Stadt im unterfränkischen Landkreis Würzburg und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Aub.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Burg- und Kirchturm hinter der Stadtmauer

Die Stadt liegt an der Gollach nahe der Landesgrenze zu Baden-Württemberg.


Stadtteile

Es existieren folgende Gemarkungen: Aub, Baldersheim, Burgerroth.

Geschichte

Wappen der Familie Truchseß von Baldersheim

Die spätmittelalterliche Geschichte von Aub ist verbunden mit der Familie der Truchseß von Baldersheim. 1523 wurde die Stadt Aub im Fränkischen Krieg vom Schwäbischen Bund angegriffen und geschatzt (siehe auch Wandereisen-Holzschnitte von 1523). Das ehemalige Amt des Hochstiftes Würzburg wurde nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Stadt.

Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet der Stadt wurden 1970 1.714, 1987 dann 1.631 und im Jahr 2000 1.702 Einwohner gezählt.

Politik

Bürgermeister ist Robert Melber (CSU/Bürgerliste). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Dietmar Scheid (Unabhängige Bürger).

Die Stadt Aub bildet zusammen mit dem Markt Gelchsheim und der Gemeinde Sonderhofen eine Verwaltungsgemeinschaft.

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Aub bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Die katholische Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt besitzt mit ihrer Kreuzigungsgruppe ein Meisterwerk von Tilman Riemenschneider. Weiter kann man im Fränkischen Spitalmuseum Informationen über das Spitälerwesen in Franken erhalten. Aub ist von einer Stadtmauer umgeben. Ein Rundgang um das 1,4 Kilometer lange Bauwerk lohnt sich. Den Mittelpunkt der Stadt bildet der mittelalterliche Marktplatz. Außerdem gibt es einen gut erhaltenen jüdischen Friedhof, auf dem weltbekannte jüdische Familiennamen wie Oppenheimer und Mannheimer oder auch Sichel zu lesen sind.

Südlich von Baldersheim befindet sich die Ruine der Reichelsburg aus dem 14. Jahrhundert.

Bei Burgerroth befindet sich die Kunigundenkapelle. Nach einer Sage erfolgte der Bau dieser Kapelle, nachdem Kaiserin Kunigunde in Bamberg drei weiße Schleier fliegen ließ und gelobte, am Fundort der Schleier eine Kapelle zu Ehren der Gottesmutter erbauen zu lassen. Einer der Schleier verfing sich in den Zweigen einer jungen Linde, die auch heute noch steht.

Persönlichkeiten

  • Johannes Böhm - auch Boehm, Boemus, Bohemus, Bohemus Aubanus (* um 1485 in Aub, † um 1533/1535 vermutlich in Rothenburg ob der Tauber), deutscher Humanist.
  • Kaspar Bausewein (* 15. November 1838 in Aub; † 18. November 1903 in München), Sänger an der Münchner Hofoper.
  • Konrad Hoos (* 9. Juli 1892 in Baldersheim; † 20. Mai 1982 in Aschaffenburg), Priester, Geistlicher Rat, Studienprofessor, Ehrenbürger von Baldersheim.
  • Martin Umscheid (* 18. September 1965 in Würzburg ), 1. Bürgermeister von Röttingen

Literatur

  • D. Geißendörfer & K. Hochgeschwender: Führer durch Aub mit kurzer Chronik. Aub 1931.
  • Konrad Hoos: Baldersheim im Ochsenfurter Gau. Ein Rückblick über seine Geschichte. Ochsenfurt: Buch- und Offsetdruckerei Weltz, 1972.
  • Georg Menth: Stadt Aub: Baldersheim, Burgerroth. Wolfratshausen: Aubanusverlag, 1988. ISBN 3-924178-05-4.
  • Anton Ott: Die katholische Kirche in Aub (Unterfranken: Tilman Riemenschneider). München: Verlag Schnell & Steiner, 1940.

Weblinks


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