Balkaninvasion
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Nachdem im Verlauf des Zweiten Weltkriegs mit der Landung der Westalliierten auf Sizilien im Juli 1943 (vgl. Operation Husky) die Besetzung Italiens durch die Kriegsgegner Deutschlands begonnen hatte, entstanden verschiedene Pläne und Überlegungen über das weitere militärische Vorgehen gegen das nationalsozialistische Deutschland. Vor dem Entschluss zur Landung in der Normandie (vgl. Operation Overlord) galt die sogenannte Balkan-Invasion zunächst als realistisches Modell für einen weiteren Vormarsch der Westalliierten.

Erwogen wurde, von Norditalien und Griechenland aus in Jugoslawien einzumarschieren und nach Ungarn vorzustoßen, um in diesen Ländern, wo teilweise starke kommunistische Verbände den Partisanenkrieg gegen die deutschen Besatzer dominierten, dem Vorrücken der Roten Armee der Sowjetunion von Osten zuvorzukommen. Anschließend sollten sich die Truppenverbände der USA, Großbritanniens und der UdSSR in Mitteleuropa treffen und eine vereinte Frontlinie gegen Deutschland bilden. Für die Etablierung der von Winston Churchill erwogenen Donauföderation wäre dieses Vorgehen essenziell gewesen.

Aber Churchill konnte sich mit seinen Plänen auf der Konferenz von Teheran Ende November/Anfang Dezember 1943 gegen die anderen politischen Interessen Stalins und Franklin D. Roosevelts nicht durchsetzen.

Die Balkaninvasion fand nicht statt. In Jugoslawien und Albanien konnten die kommunistischen Partisanen unter Marschall Tito und Enver Hoxha die deutschen Besatzer aus eigener Kraft bezwingen - und, bedingt durch ihren Erfolg, über mehrere Jahrzehnte hinweg von der UdSSR unabhängige eigene, jeweils sehr unterschiedliche kommunistische Staatssysteme etablieren.


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