Baltringen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Mietingen
Mietingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mietingen hervorgehoben
48.1819444444449.9041666666667524Koordinaten: 48° 11′ N, 9° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Biberach
Höhe: 524 m ü. NN
Fläche: 26,34 km²
Einwohner: 4040 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 153 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88487
Vorwahlen: 07392, 07353, 07356
Kfz-Kennzeichen: BC
Gemeindeschlüssel: 08 4 26 073
Adresse der Gemeindeverwaltung: Hauptstraße 8
88487 Mietingen
Webpräsenz:
Bürgermeister: Reiner Buck
Lage der Gemeinde Mietingen im Landkreis Biberach
Karte

Mietingen ist eine Gemeinde im Landkreis Biberach in Baden-Württemberg.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den drei Ortsteilen Mietingen, Baltringen und Walpertshofen.

Geschichte

Mietingen wurde erstmals 1083 urkundlich erwähnt. 1270 kam der Ort vorübergehend als Lehen an das Hochstift St. Johann in Konstanz. Seit 1300 gehörte es jedoch den Herren von Freyberg. Seit 1442 unterstand es bis zur Säkularisierung 1803 dem Kloster Heggbach. Zunächst kam es dann an die Grafen von Plettenberg, um aber bereits 1806 im Rahmen der Mediatisierung an das Königreich Württemberg zu fallen. Dort gehörte es zunächst zum Oberamt Wiblingen (später umbenannt in Oberamt Laupheim) und seit der Kreisreform 1938 zum Landkreis Biberach.

Von 1934 bis 1945 befand sich in Mietingen ein Feldflugplatz "Freifeld", E-Hafen II. Ordnung der deutschen Luftwaffe. Hier wurden hauptsächlich Flugschüler auf Arado Ar 96 Schulflugzeugen für den Einsatz auf anderen Flugzeugmustern ausgebildet. Bei Kriegsende war der Fliegerhorst einige Male Ziel alliierter Tieffliegerangriffe. Heute stehen noch einige der massiven Gebäude.

Ortsteile

Baltringen

Baltringen

Baltringen wurde erstmals 1274 urkundlich erwähnt. Bereits seit 1370 ist eine Kirche nachgewiesen, die der Pfarrkirche in Laupheim unterstand. Im 14. Jahrhundert gehörte der Ort den Herren von Freyberg.

In der Zeit des Deutschen Bauernkriegs gründeten Baltringer Bauern 1524 einen so genannten Bauernhaufen, um gegen die Obrigkeit vorzugehen. In Oberschwaben rund um den Bodensee gärte es schon länger, und innerhalb kurzer Zeit bildeten sich im Februar und März 1525 drei bewaffnete Bauernhaufen, zu denen neben dem Seehaufen und dem Allgäuer Haufen auch der Baltringer Haufen als größter Bauernhaufen der Region gehörte. Mehr als 12.000 Bauern, Bürger und Geistliche sammelten sich innerhalb weniger Tage im Baltringer Ried. Am 12. April 1525 stellte die Streitmacht des Schwäbischen Bundes den von Ulrich Schmid und Sebastian Lotzer angeführten Baltringer Haufen und besiegte ihn nach kurzem Kampf. Die Bauern wurden entwaffnet, und jeder musste ein hohes Strafgeld zahlen. Im Untergeschoss des Baltringer Rathauses befindet sich die „Erinnerungsstätte Baltringer Haufen - Bauernkrieg in Oberschwaben“.

Während des Dreißigjährigen Krieges kam 1636 fast die gesamte Baltringer Bevölkerung durch die Pest ums Leben.

Walpertshofen

Das Dorf Walpertshofen wurde erstmals im Jahre 1127 urkundlich erwähnt, als der Graf Rudolf von Chur sein Gut bei Walpertshofen tauschweise dem Grafen Eberhard von Kirchberg gegen dessen Gut Hattenburg überließ. Walpertshofen gehörte, soweit die geschichtlichen Unterlagen zurückgehen, zur Herrschaft von Bußmannshausen. Seit 1434 war diese Herrschaft als österreichisches Mannslehen bei der Familie von Roth, bis sie im Jahre 1794 an die Familie der Hornstein gelangte. Das Rittergut Bußmannshausen, zu dem Walpertshofen damals gehörte, kam vom österreichischen Hause 1805 unter großherzoglich-badische, am 1. Januar 1806 unter königlich-württembergische Hoheit.

Ebenfalls wie Mietingen kam Walpertshofen zunächst zum Oberamt Biberach, ab 1810 zum Oberamt Wiblingen/Laupheim und seit 1938 zum Landkreis Biberach.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der Ortsteil Baltringen liegt an der Oberschwäbischen Barockstraße.

Bauwerke

Auf Mietinger Gemarkung finden sich die Wasserburg Mietingen, Burg Mietingen und Burg Mietinten.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand

Weblinks


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