Baluchitherium
Paraceratherium
Paraceratherium im Größenvergleich mit einem Menschen
Zeitraum
Oligozän bis unteres Miozän
Fossilfundorte
Systematik
Höhere Säugetiere (Eutheria)
Laurasiatheria
Unpaarhufer (Perissodactyla)
Riesennashörner (Hyracodontidae)
Indricotheriinae
Wissenschaftlicher Name
Paraceratherium
Forster Cooper 1911

Paraceratherium (früher auch als Baluchitherium[1] oder Indricotherium beschrieben) war eine Gattung prähistorischer Nashörner und gehörte zu den größten landbewohnenden Säugetieren aller Zeiten. Lediglich einige der größten Rüsseltiere könnten ähnliche Dimensionen erreicht haben.

Schädel eines Paraceratherium.

Als ein Vertreter der Riesennashörner (Hyracodontidae) war es mit den heutigen Nashörnern verwandt. Allerdings trug es keine Hörner.

Es lebte im Zeitalter des Oligozän bis ins frühe Miozän in Süd- und Zentralasien. Sein Schädel alleine war 1,3 m lang, der ganze Körper maß etwa 8 m und die Schulterhöhe betrug 5,5 m. Das Gewicht muss um die 20 Tonnen betragen haben. Es war ein Pflanzenfresser, der sich aufgrund seiner enormen Größe von Blättern der Bäume seiner Zeit ernährte. Es hatte drei Zehen an jedem Fuß.

1911 wurden durch Sir Clive Forster Cooper erstmals Knochen dieses Tieres in Belutschistan gefunden. Weitere Knochen wurden 1922 von einer amerikanischen Expedition entdeckt, darunter ein Unterkiefer und weitere Schädelfragmente. Aus 365 Schädelfragmenten konnte schließlich erstmals ein kompletter Schädel rekonstruiert werden. Abgesehen von weiteren Fossilien aus Pakistan wurden Überreste des Paraceratheriums in der Mongolei gefunden.

Im Museum of Paleontology der University of California, Berkeley ist ein Skelett dieses Tieres ausgestellt.

Quellen

  1. Pierre-Olivier Antoine, S. M. Ibrahim Shah, Iqbal U. Cheema, Jean-Yves Crochet, Dario de Franceschi, Laurent Marivaux, Grégoire Métais and Jean-Loup Welcomme: New remains of the baluchithere Paraceratherium bugtiense (Pilgrim, 1910) from the Late/latest Oligocene of the Bugti hills, Balochistan, Pakistan. Journal of Asian Earth Sciences, Volume 24, Issue 1, October 2004, Pages 71-77 online


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