Bamberger Kurzfilmtage

Die Bamberger Kurzfilmtage sind ein mehrtägiges Kurzfilmfestival, das seit 1991 jedes Jahr im Januar im oberfränkischen Bamberg stattfindet. Damit sind die Bamberger Kurzfilmtage das älteste Kurzfilmfestival in Bayern.

Inhaltsverzeichnis

Stellung und Veranstalter

Veranstaltet wird es von Ehrenamtlichen des gemeinnützigen Vereins Bamberger Kurzfilmtage e. V., der zu den Gründungsmitgliedern der AG Kurzfilm gehört. Ziel des Vereins ist es, das Kulturgut Kurzfilm als künstlerische Ausdrucksform im nichtkommerziellen Sinne zu fördern und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Mit etwa 4000 Besuchern haben sich die Bamberger Kurzfilmtage inzwischen zu einem der großen Festivals des Genres in Deutschland etabliert.

Von anderen Kurzfilmfestivals heben sich die Bamberger Kurzfilmtage dadurch hervor, dass im Wettbewerb nur Filme (Spiel-, Dokumentar-, Animations-, Experimentalfilme) aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gezeigt werden, die nicht älter als zwei Jahre alt sind. Die maximale Länge der vorgeführten Kurzfilme beträgt 30 Minuten.

Beiträge und Ablauf

Rund 50 Filme konkurrieren um den Publikumspreis der Stadt Bamberg, den Jurypreis der Medienzentrale Bamberg sowie den Orlandopreis der Jugendjury. Als Preis bekommt der oder die Erstplatzierte in der Gunst des Publikums den berühmten „Bamberger Reiter“ aus goldüberzogener Schokolade.

Neben mehreren Wettbewerbsblöcken, aus denen das Publikum seine Favoriten wählen kann, werden jedes Jahr diverse Sonderrollen zusammengestellt, die Kurzfilme zu ausgewählten Themen zeigen, ausgewählte Filmemacher oder die Kurzfilmlandschaft anderer Länder präsentieren.

Das Filmfest finanziert sich durch Sponsoren, Einnahmen aus den Veranstaltungen, Spenden, Beiträgen der Fördermitglieder und öffentliche Fördermittel.

Preisträger der letzten Jahre

1. Publikumspreis der Stadt Bamberg:

Jahr Filmtitel Regie
1992 So schnell geht es nach Istanbul Andreas Dresen
1993 Schwarzfahrer Pepe Danquart
1994 Im Regen Matl Findel
1995 Parlez-moi-d'amour Filippos Tsitos
1996 Fortissimo Frederick Steiner
1997 Was nicht passt, wird passend gemacht Peter Thorwarth
1998 Höhlenangst Benjamin Quabeck
1999 Real Men Eat Meat Maria von Heland
2000 How Time Flies Sigrun Köhler, Wiltrud Baier
2001 Takewipe FC Nikolaus Gojowczyk-Groon
2002 Summertime Anna Luif
2003 Jenseits der Ferne Johannes Kaltenhauser
2004 Nachmittag in Siedlisko Anne Wild
2005 Meine Eltern Neele Vollmar
2006 Die Überraschung Lancelot von Naso
2007 Vorletzter Abschied Heiko Hahn
2008 Der Aufreißer Steffen Weinert
2009 Das heimliche Geräusch Michael Watzke
2010 Edgar Fabian Busch

2. Jurypreis der Medienzentrale Bamberg:

Jahr Filmtitel Regie
2001 Palatca Gerhard Geiger
2002 As if Christian Meyer
2003 Innen Außen Mongolei Sebastian Winkels
2004 Neulich 3 Opus Jochen Kuhn, Frieder Wittich
2005 Christina ohne Kaufmann Sonja Heiss
2006 Nachmittagsprogramm Lola Randl
2007 Wolfstraum Maria-Anna Rimpfl
2008 Memory Effect Claudia Lehmann
2009 Dunkelrot Frauke Thielicke
2010 Edgar Fabian Busch

3. Orlandopreis der Jugendjury:

Jahr Filmtitel Regie
2006 Morir de Amor Gil Alkabetz
2007 Vorletzter Abschied Heiko Hahn
2008 Das gefrorene Meer Lukas Miko
2009 Sommersonntag Fred Breinersdorfer, Sigi Kamml
2010 Still Rick Ostermann

Partner/Kooperation:
Short Cuts Cologne

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