Bamberger Volksblatt

Der Fränkische Tag (Abkürzung: FT) ist mit einer Auflage von etwa 70.000 Exemplaren eine der größten Tageszeitungen Oberfrankens und hat seinen Sitz in Bamberg.

Inhaltsverzeichnis

Unternehmensdaten

Der Fränkische Tag (Fränkischer Tag GmbH & Co. KG) hat 485 Mitarbeiter. Der Umsatz des Jahres 2004 betrug rund 50 Millionen Euro.

Ressorts

Wie andere Zeitungen auch besteht die Zeitung „Fränkische Tag“ aus unterschiedlichen Ressorts. Nachrichten aus Deutschland, Europa und der Welt werden durch die Nachrichtenagenturen dpa und ddp, aber auch durch Korrespondenten in München, Berlin, Brüssel und Washington geliefert. Als Lokalzeitung legt der Fränkische Tag Wert auf eine eigene Berichterstattung vor allem bei Bayern- und Franken-Nachrichten. Hinzu kommt eine umfangreiche Berichterstattung des regionalen und überregionalen Sports. Neben weltweiten wirtschaftlichen Entwicklungen richtet sich das Interesse der Redaktion auch auf lokale Unternehmen. Vervollständigt werden diese klassischen Ressorts durch das Feuilleton. Seit dem Relaunch des Fränkischen Tags im Jahr 2005 widmet sich ein eigener Teil, das so genannte Journal-Buch, den bunten Themen. Dazu gehören neben den Ratgeber-Seiten auch der sogenannte Boulevard, der Lesestoff aus der Welt der Reichen und Schönen bietet.

Geschichte

Ausgabe von 1952

Der Fränkische Tag geht zurück auf die Fürstbischöflichen Hofdruckerei des Kronacher Druckers Georg Andreas Gertner. Die erste Bamberger Zeitung, die Neue, doch gemeinnützliche Hochfürstlich-Bambergische Wochentliche Frag- und Anzeigenachrichten kommt 1754 heraus. Die Zeitung wird 1786 in Wöchentliches Bambergisches Nachrichtenblatt und 1787 in Hochfürstliches Bambergisches Intelligenzblatt umbenannt. Napoleon lässt 1806 die anlässlich der Kriegserklärung an Preußen erlassene Proklamation drucken. 1808 wird Hegels Hauptwerk "Phänomenologie des Geistes" gedruckt. Die Lokalzeitung Bamberger Tagblatt im Oktavformat entsteht 1834.

Das Bamberger Tagblatt fusioniert 1933 mit dem Fränkischen Volk unter dem Titel Bayerische Ostmark. Nach dem 2. Weltkrieg erteilen die Alliierten 1945 erneut eine Zeitungslizenz. Die erste Ausgabe unter dem Titel Fränkischer Tag erscheint 1946. Die Wahl des Namens bedient sich - dem damaligen Chefredakteur Hans Brey zufolge - bewusst aufklärerischer Metaphorik: Solle die Zeitung doch dabei "mithelfen, Frankens Volk herauszuführen aus der dunklen Nacht nazistischer Irrlehren in den hellen Tag einer neuen Zeit". (So Brey im ersten Leitartikel des Jahres 1946)

Im Jahr 1970 wird das Bamberger Volksblatt übernommen. Die Umstellung von Bleisatz auf Lichtsatz erfolgt 1981. Die Zeitung beteiligt sich 1987 auch am Lokalsender "Radio Antenne Franken", der später zu "Radio Bamberg" wird. Von 1990 bis 1992 wird der Thüringer Tag herausgegeben, der den gleichen Mantel wie der FT hat und Lokales für Süd- und Ostthüringen enthält. Ein Engagement im Fernsehen entsteht 1996 mit Oberfranken TV. Ein Jahr später wird ein Online-Auftritt ins Leben gerufen.

Im Jahr 2003 wurde die Mehrheit an der Baumann GmbH & Co. KG übernommen. Seitdem gehören auch das Coburger Tageblatt und die Bayerische Rundschau zum Verlag. Zusammen erreichen die drei Zeitungstitel, deren überregionale Seiten in Bamberg produziert werden, eine tägliche Auflage von etwas mehr als 100.000 Exemplaren am Tag[1].

Ein Relaunch des Fränkischen Tags und eine Umstrukturierung der Redaktionsorganisation nach dem Prinzip des Newsdesk erfolgt 2005. Im Jahr 2008 wird die Zeitungsdruckerei als Pressedruck Oberfranken GmbH & Co. KG ausgegliedert. Dort werden neben den Tageszeitungen und Anzeigenblättern der „FT“-Verlagsgruppe auch Fremdaufträge ge­druckt, beispielsweise Anzeigenblätter und das „Heinrichsblatt“ (Kirchenzeitung des Erzbistums Bamberg)

Kritik

Kritisiert wird am Fränkischen Tag eine einseitige Berichterstattung zugunsten der CSU. Weiterhin wird bemängelt, der FT sei die einzige Lokalzeitung im westlichen Oberfranken und ohne Konkurrenz. Dabei ist zu bedenken, dass der Fränkische Tag sich in den Randgebieten seines Verbreitungsraumes durchaus mit Konkurrenzzeitungen messen muss (beispielsweise der Neuen Presse Coburg im Norden, dem Haßfurter Tageblatt im Westen oder den Nürnberger Nachrichten im Süden). Im Raum Bamberg ist der Fränkische Tag allerdings "unangefochtener Marktführer mit über 90 % Marktanteil in fast allen Gemeinden"[2]. Es gibt zwar Konkurrenz durch WoBla Bamberg, Radio Eins und FrankenTele um Publikum und Werbekunden, jedoch gibt keiner dieser Mitwerber eine Tageszeitung heraus.

Ausgaben [3]

Bezeichnung der Lokalausgabe Verbreitungsgebiet
Fränkischer Tag (FT) Ausgabe A Bamberg (Stadt und Landkreis Bamberg)
FT Ausgabe B Forchheim, Landkreis Forchheim
FT Ausgabe C nördlicher Landkreis Erlangen-Höchstadt, Erlangen, Herzogenaurach
FT Ausgabe D Oberes Maintal, Lichtenfels, Bad Staffelstein
FT Ausgabe E Haßberge, Ebern, Zeil am Main
FT Ausgabe K Kronach

Weblinks

Quellenangaben

  1. AufMacher – Die Mitarbeiterzeitung im Medienhaus Fränkischer Tag/Baumann; Ausgabe Oktober 2008 Seite 30
  2. AufMacher – Die Mitarbeiterzeitung im Medienhaus Fränkischer Tag/Baumann; Ausgabe Oktober 2008 Seite 30
  3. Ausgaben des Fränkischen Tages sowie ihre aktuellen Leserzahlen

49.88361111111110.9241666666677Koordinaten: 49° 53′ 1″ N, 10° 55′ 27″ O


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