Bambuk
Französische Karte aus dem 18. Jh.
Westafrika mit Bambouk (1839)

Bambouk (andere Schreibweise Bambuk) ist eine Region in Mali und liegt in der Verwaltungseinheit Kayes. Bambouk liegt östlich des oberen Falémé und südwestlich von Kaarta, einem ehemaligen Bambara-Reich. Die Region ist gebirgig und wird von zahlreichen Nebenflüssen des Falémé durchflossen, unter anderem vom Sanon Kolé (der zu früherer Zeit Goldfluss genannt wurde). Zentrum der Region ist Farabana.

Landwirtschaftlich genutzt werden, neben der Schaf- und Rinderzucht auf den Weiden, Reis, Mais, Hirse, Wassermelonen, daneben werden Palmen und Bananen angebaut. Die Region ist reich an Eisenerz und Goldvorkommen, das in Flüssen wie dem Falémé gefunden wurde . Daraus bezogen schon das legendäre Goldland, das Reich Ghana, und das Mali-Reich ihren Wohlstand.

Geschichte

Bambouk wurde schon von den Portugiesen im 15. Jahrhundert besucht, im 16. Jahrhundert französische kamen Händler in die Region, die eine Handelsniederlassung in Galam gründeten. In der Mitte des 18. Jahrhunderts gab es an verschiedenen Orten Bambuks kleine französische Kontore. Im 18. Jahrhundert reisten Mungo Park und Major Daniel Houghton durch die Region. Im 19. Jahrhundert versuchte Al-Haddsch Omar das Land zu erobern und wurde schließlich von den Franzosen besiegt.

Literatur

  • Colin McEvedy: The Penguin atlas of African history, Penguin Books, London 1995, ISBN 0-14-051321-3

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