Bananenspinne
 

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Phoneutria nigriventer

Phoneutria nigriventer

Systematik
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Teilordnung: Entelegynae
Überfamilie: Lycosoidea
Familie: Kammspinnen (Ctenidae)
Gattung: Phoneutria
Art: Phoneutria nigriventer
Wissenschaftlicher Name
Phoneutria nigriventer
(Keyserling, 1891)

Phoneutria nigriventer ist eine Spinnenart aus der Familie der Kammspinnen (Ctenidae) aus Brasilien. Mit den anderen Ctenidae- teilt P. nigriventer die außerordentliche Agilität und Nervosität. Weibchen können eine Körpergröße von bis zu vier Zentimetern erreichen.

Die Art gilt als eine der giftigsten Spinnen der Welt und ist für die meisten tödlichen Spinnenbisse beim Menschen verantwortlich.[1]

Sporadisch schaffen es einzelne Individuen mit Transporten von Bananen und anderen Südfrüchten sogar bis nach Europa.

Inhaltsverzeichnis

Gift

Das Gift der Phoneutria wirkt neurotoxisch, ähnlich den Giften der anderen Ctenidae-Arten (etwa Cupiennius).

P. nigriventer wird heute als Art mit dem größten Anteil an PhTx1 und PhTx2 angesehen, die im Unterschied zu PhTx3-5 vor allem auf das Nervensystem von Säugetieren wirken und unter ungünstigen Umständen zum Tode führen können. Andere Phoneutria-Arten injizieren in der Regel eine deutlich höhere Giftdosis als P. nigriventer. Bei Phoneutria fera z.B. sind es pro Biss durchschnittlich 8 mg, bei P. nigriventer nur 0,4 mg. Die LD-50 des Giftes der Phoneutria nigriventer liegt zwischen 0,09 und 0,34 µg/g. So kann ein Biss einer P. nigriventer durchaus auch für einen gesunden Erwachsenen gefährlich werden. Jedoch sind Todesfälle selten. Oft werden bei den auftretenden Verteidigungsbissen deutlich geringere Giftmengen injiziert, so dass die Mortalität bei etwa ein bis zwei Prozent liegt. Oft sind Todesfälle auch auf Wundinfektionen zurückzuführen, die nach Bissen in den Tropen leicht auftreten können.

Derzeit arbeiten brasilianische und US-amerikanische Biologen daran, Bestandteile des Giftes der Kammspinne dahingehend zu untersuchen, ob sich aus ihm möglicherweise ein Wirkstoff gegen Impotenz entwickeln lassen könnte. Die These wurde aufgestellt, nachdem als Nebenwirkung des Toxins bei männlichen Bissopfern extreme Erektionen vorgekommen waren.[2]

Quellen

  1. Herzig V, John Ward R, Ferreira dos Santos W: Intersexual variations in the venom of the Brazilian 'armed' spider Phoneutria nigriventer (Keyserling, 1891). In: Toxicon. 40, Nr. 10, 2002, S. 1399–406. doi:10.1016/S0041-0101(02)00136-8. PMID 12368110
  2. "Natural Viagra: Brazilian Spider Bite Causes Hours-Long Erection". FoxNews, May 1, 2007. Ausgewertet am 2007-05-06.

Literatur

  • Hans-Eckhard Gruner, Hans-Joachim Hannemann und Gerhard Hartwich, Urania Tierreich, 7 Bde., Wirbellose Tiere, Urania, Freiburg, 1994 ISBN 3-332-00502-2

Weblinks


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