Bandara Soekarno-Hatta
Jakarta Soekarno-Hatta International
Kenndaten
IATA-Code CGK
ICAO-Code WIII
Koordinaten
6° 7′ 32″ S, 106° 39′ 21″ O-6.1255666666667106.6558972222210.36Koordinaten: 6° 7′ 32″ S, 106° 39′ 21″ O 10,36 m ü. MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 20 km nordwestlich von Jakarta
Straße Schnellstraße
Basisdaten
Eröffnung 13. August 1984
Betreiber PT (Persero) Angkasa Pura II
Fläche 1.800 ha
Terminals 2
Passagiere 30.863.806 [1] (2006)
Luftfracht 384.050 t [1] (2006)
Flug-
bewegungen
250.303 [1] (2006)
Kapazität
(PAX pro Jahr)
ca. 18 Millionen
Start- und Landebahnen
07R/25L 3.660 m × 60 m Beton
07L/25R 3.600 m × 60 m Beton

Der Flughafen Soekarno-Hatta International Airport (auch Cengkareng Airport genannt) wurde 1984 20 Kilometer nordwestlich von Jakarta eröffnet. Der Flughafen ersetzte den alten, chronisch überlasteten Flughafen Kemayoran im Norden Jakartas.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

In den 1970er Jahren nahm die ADPi, eine indonesische Tochtergesellschaft der Pariser ADP, die Planungen für einen neuen Flughafen auf. Der Entwurf stammt von dem französischen Architekten Paul Andreu. Der neue Flughafen wurde nach dem ersten indonesischen Präsidenten Soekarno und dem Vizepräsidenten Mohammad Hatta benannt und wurde am 13. August 1984 mit zunächst einem Terminal, dem heutigen Terminal 1, eröffnet.

Da beide Fluggastgebäude an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt sind, wurden sie ab 2001 schrittweise renoviert und erweitert.

Das Flughafengelände

Der größte Teil der Flughafengebäude befindet sich zwischen den beiden parallelen Start-/Landebahnen. Genau in der Mitte der beiden Bahnen verläuft eine Schnellstraße, welche den Flughafen mit der Stadt verbindet.

Terminal 1

Terminal 1 wurde 1984 eröffnet und nahm sowohl den internationalen als auch den nationalen Flugverkehr auf. Jedoch war es schon bald überlastet und es wurde Terminal 2 gebaut. Terminal 1 befindet sich südlich der Schnellstraße, frontal zur südlichen Runway.

Das Terminal 1 hat, genau wie das Terminal 2, die Form eines Halbkreises. Dieser Halbkreis bildet den Check-In- und Bagaggae Claim-Gebäudeschlauch, von dem drei sogenannte Concourses (Concourse A, B, C) abzweigen. An jedem dieser Concourses gibt es sieben bis acht Flugsteige. Jeder Flugsteig hat eine eigene Wartehalle, in Form eines vorgelagerten Pavillons. Die Pavillons sind mit langen Gängen, die durch die gepflegte und sehr schöne Gartenlandschaft führen, mit dem Concourses verbunden. Nachteil, dieser eigentlich schönen Idee: Die Wege nehmen viel Zeit in Anspruch, sind für Transitpassagiere enorm zeitraubend.

Heute fertigt das Terminal 1 ausschließlich die Inlandsflüge ab.

Anfahrtsstraße zum Terminal 2
Check-In-Halle im Terminal 2
Das halbkreisförmige Hauptabfertigungsgebäude
Wartepavillon in Gartenlandschaft

Terminal 2

Terminal 2 hat architektonisch große Ähnlichkeit mit Terminal 1, es ist jedoch etwas größer ausgelegt. Es befindet sich nördlich der Schnellstraße, frontal zur nördlichen Piste. Auch hier gibt es drei Concourses (D, E, F). Wie das Terminal 1 ist auch das Terminal 2 von dem Architekten Paul Andreu entworfen worden.

Mit der Inbetriebnahme des Terminals 2 wurden sämtliche internationalen Flüge dorthin verlagert. Nur der indonesische Flagcarrier Garuda Indonesia darf seine nationalen Flüge ebenfalls im Terminal 2 abfertigen, um den Transferpassagieren lange Wege zu ersparen.

Genauso wie das Terminal 1 ist das Terminal 2 bereits zur Jahrtausendwende an seinen Kapazitätsgrenzen angelangt.

Architektur

Die Architektur ist von der indonesischen stark geprägt. Beide Fluggastgebäude ähneln sich architektonisch sehr. Eine bemerkbare Änderung stellt das Terrassendach der Concourses im Terminal 1 dar, das im Gegensatz dazu im Terminal 2 ein durchgängiges Dach ist.

Die größtenteils aus Holz bestehende Dachkonstruktion wird von rotlackierten Stahlträgern gestützt.

Beide Fluggastgebäude bestehen aus zwei Hauptebenen. Wie üblich ist das untere Stockwerk (Erdgeschoss) den ankommenden Passagieren gewidmet und die darüberliegende Ebene nimmt die abfliegenden Passagiere auf. In den Warteräumen (den Bungalows) werden diese beiden Ebenen durch Rolltreppen, in der Mitte der Bungalows, vereinigt. Während die abfliegenden Passagiere im Bungalow auf beiden Seiten der Rolltreppen auf ihre Abfertigung warten, werden die ankommenden Passagiere von der Fluggastbrücke kommend, in der Mitte des Bungalows, über die Rolltreppen in die untere Ebene geleitet.

Die einzelnen Bungalows sind zum größten Teil, durch erhöhte Wege an der freien Luft, verbunden. Früher wurde die Möglichkeit, während des Wartens an die freie Luft zu gehen, von vielen Passagieren, insbesondere von Touristen sehr geschätzt. Die Flughafengesellschaft Ankasa Pura II verschloss jedoch die Zugänge für Passagiere, um Kosten für die Klimaanlage zu sparen.

In den Concourses sind in beiden Ebenen Laufbänder installiert um die Wege zu verkürzen. Die Transitpassagiere verlassen die Ankunftsebene am Übergang, zwischen Concourse und Hauptgebäudeschlauch, und gelangen dort über Rolltreppen in die darüberliegende Abflugsebene.

Endausbaustufe/ Masterplan

Der aktuelle Masterplan von CGK sieht in der Endausbaustufe vier parallele Start- und Landebahnen, zwischen denen sich zwei große Abfertigungskomplexe befinden.

Eine der neuen Pisten soll bereits in naher Zukunft, in kurzem Abstand zur heutigen Südbahn, errichtet werden. Die zweite zusätzliche Runway soll in großem Abstand zur heutigen Nordbahn gebaut werden und Parallelbahnbetrieb mit der Nordbahn erlauben.

Das neue Terminal 3 wird deutlich größer sein, als die beiden Fluggastgebäude heute am Flughafen. Es wird östlich der heutigen Abfertigungsgebäude stufenweise errichtet. Bevor die Bauarbeiten für Terminal 3 beginnen, soll aber zunächst ein Passagierabfertigungsgebäude für Billigfluggesellschaften, ausgelegt für acht Millionen Passagiere jährlich, konstruiert werden.

Terminal 4 würde nach Terminal 3 zwischen der Nordbahn und der neuen Nordbahn errichtet werden. Die Auslegung des Flughafengeländes würde, der des Flughafen Los Angeles nahe kommen[2].

Verkehrszahlen

Flughafen Jakarta-Soekarno Hatta – Verkehrszahlen[3]
  2001 2002 2003 2004 2005 2006
Passagieraufkommen 11.818.047 14.830.994 19.702.902 26.083.267 27.947.482 30.863.806
Frachtaufkommen in Tonnen 281.765 306.252 310.131 322.582 336.113 384.050
Flugbewegungen 123.540 144.765 186.695 233.501 241.846 250.303

Quellen

  1. a b c ACI
  2. Masterplan CGK
  3. Verkehrszahlen der Betreibergesellschaft Angkasa Pura II

Siehe auch

Weblinks


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