Bandschlingenknoten
Bandschlingenknoten
Bandschlingenknoten
Typ Verbindung
Anwendung Bandschlingen verknoten
Ashley-Nr 1412
Englisch Ring-Knot, Water-Knot, Gut-Knot

Der Bandschlingenknoten ist ein Knoten zum Verbinden von Bandschlingenmaterial. Der englische Schriftsteller Izaak Walton (1593-1683) bezeichnete den Knoten als Water-Knot. 1815 wird der Knoten in Hutton's Dictionary als Ring-knot bestimmt.

Inhaltsverzeichnis

Anwendung

Der Bandschlingenknoten wird verwendet zum Knüpfen von Bandschlingen (Endlosschlingen) aus Bandmaterial. Die Länge der freien Enden sollte mindestens die dreifache Bandbreite betragen. Empfohlen wird aber die Verwendung von genähten und geprüften Endlosschlingen.

Mit dem Knoten können auch zwei Bänder miteinander verbunden werden.

Knüpfen

Zuerst wird in ein Ende des Bandmaterials ein loser Überhandknoten geschlungen. Dann fährt man mit dem anderen Ende dem Überhandknoten parallel nach. Dabei ist darauf zu achten, dass die Flächen des Bandmaterials genau aufeinander liegen, also nicht in sich verdreht sind.

Gefahren

Pit Schubert beschrieb bereits 1994 die Gefahr, die vom Bandschlingenknoten ausgehen kann, wenn dieser sich an einem kleinen Felsvorsprung verhakt. In diesem Fall kann sich unter Umständen – wenn der Knoten belastet wird und der Felssporn an einer bestimmten Schlinge des Knotens anliegt – der Knoten lösen, was zum Absturz führen kann. Obwohl ein solches Zusammentreffen unglücklicher Zufälle äußerst unwahrscheinlich erscheint, wurden mehrere – auch tödliche – Unfälle bekannt. Schubert schloss daraus die Empfehlung, genähte Bandschlingen zu verwenden oder die Bandenden festzunähen. Falls dies nicht möglich ist, sollte man zumindest den Knoten so platzieren, dass ein Verhaken am Fels unmöglich ist.[1] Obwohl er weiterhin häufig verwendet wird, raten heute viele Experten von der Verwendung des Bandschlingenknotens vollständig ab, er wird sogar als „Todesknoten“ bezeichnet.[2]

Alternativen

Abwandlungen

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Pit Schubert; Deutscher Alpenverein e.V. (Hrsg.): Sicherheit und Risiko in Fels und Eis – Erlebnisse und Ergebnisse aus 25 Jahren Sicherheitsforschung des Deutschen Alpenvereins – Mitgliederausgabe. Bergverlag Rudolf Rother, München 1994, ISBN 3-7633-6000-X, S. 170-171.
  2. Walter Siebert: Warten wir noch ein paar Tote ab. In: Deutscher Alpenverein, Österreichischer Alpenverein, Schweizer Alpen-Club (Hrsg.): bergundsteigen. Nr. 2/2007, Innsbruck 2007, S. 38-45 (PDF, abgerufen am 5. März 2008).
  3. Chris Semmel; Deutscher Alpenverein e.V. (Hrsg.): Knotenfestigkeit bei Schlingen und Reepschnüren Teil 2 - in DAV Panorama 4/2007.

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