Bandstoppfilter
Passive Bandsperre erster Ordnung
Bode-Diagramm zur Schaltung oberhalb

Eine Bandsperre oder auch Bandstoppfilter, ist in der Elektrotechnik ein Filter, das ein bestimmtes, meist breites Frequenzband abschwächt und im Grenzfall nicht passieren lässt. Dabei werden in analogen Schaltungsstrukturen Serien- und Parallelschwingkreise gegenüber dem Bandpass vertauscht, woraus das dazu entgegengesetzte Verhalten resultiert. Im Gegensatz zu einem Notch Filter weist die Bandsperre eine grössere Bandbreite im Sperrbereich auf.

Als Grenzfrequenzen sind diejenigen Frequenzen definiert, bei denen das Verhältnis aus Ausgangs- zu Eingangsspannung

\frac{U_\mathrm{aus}}{U_\mathrm{ein}}=70{,}7\,% \quad\text{bzw.}\quad -3\,\mathrm{dB} (Dezibel)

beträgt.

Die Mittenfrequenz ist das geometrische Mittel aus der oberen und unteren Grenzfrequenz:


f_0 = \sqrt{f_2 \cdot f_1}

Bei der statischen Frequenzgangveränderung, der Emphasis und der Deemphasis, wird anstatt der Grenzfrequenz üblicherweise die Zeitkonstante angegeben.

In der Tontechnik werden spezielle Bandsperren, welche den mittleren Frequenzbereich eines Audiosignals in Relation zu den tiefen bzw. hohen Tonfrequenzen dämpfen, auch als Badewannenfilter bezeichnet. Der Begriff resultiert aus dem Verlauf des Betragsfrequenzganges dieser Filter.

Siehe auch

Literatur

  • Theodore L. Deliyannis, Yichuang Sun, und J. K. Fidler: Continuous-Time Active Filter Design. CRC Press, 1998, ISBN 0-84932573-0. 

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