Bangerten
Bangerten
Wappen von Bangerten
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Bern
Verwaltungskreis: Seelandw
Gemeindenummer: 0532i1f3f4
Postleitzahl: 3256
Koordinaten: (600843 / 211615)47.0555597.449732586Koordinaten: 47° 3′ 20″ N, 7° 26′ 59″ O; CH1903: (600843 / 211615)
Höhe: 586 m ü. M.
Fläche: 2,2 km²
Einwohner: 160 (31. Dezember 2009)[1]
Schulhaus Bangerten

Schulhaus Bangerten

Karte
Bielersee Lobsigesee Murtensee Neuenburgersee Moossee Stausee Niederried Wohlensee Kanton Freiburg Kanton Neuenburg Kanton Solothurn Kanton Waadt Berner Jura (Verwaltungskreis) Bern-Mittelland (Verwaltungskreis) Biel/Bienne (Verwaltungskreis) Emmental (Verwaltungskreis) Aarberg Arch Bangerten Bargen BE Brüttelen Büetigen Bühl BE Büren an der Aare Diessbach bei Büren Dotzigen Epsach Erlach BE Erlach BE Finsterhennen Gals Gampelen Grossaffoltern Hagneck Hermrigen Ins BE Jens BE Kallnach Kappelen BE Leuzigen Lüscherz Lyss Meienried Merzligen Müntschemier Niederried bei Kallnach Oberwil bei Büren Radelfingen Rapperswil BE Ruppoldsried Rüti bei Büren Schüpfen Seedorf BE Siselen Studen BE Täuffelen Treiten Tschugg Vinelz Walperswil Wengi WorbenKarte von Bangerten
Über dieses Bild
w

Bangerten ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Seeland des Kantons Bern in der Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Bangerten liegt auf 586 m ü. M., 12 km nördlich der Kantonshauptstadt Bern (Luftlinie). Das kleine Bauerndorf erstreckt sich an aussichtsreicher Lage auf einer Kuppe am Nordostrand des Oberholzes, inmitten des Rapperswiler Plateaus, im Schweizer Mittelland.

Die Fläche des 2,2 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des zentralen Berner Mittellandes. Das nur wenig reliefierte Gebiet senkt sich gegen Osten in die Mulde des Mooses mit dem Quellgebiet des Woolibachs, der nach Süden zum Moossee fliesst. Im Norden reicht der Gemeindebann in das Unterholz, in dem der Mülchibach entspringt, und bis an den Rand des Junkholzes. Der Mülchibach entwässert den nördlichen Gemeindeteil zum Limpach. Nach Südwesten erstreckt sich der Gemeindeboden in das Oberholz und auf den Schnarz, auf dem mit 622 m ü. M. der höchste Punkt des Rapperswiler Plateaus erreicht wird. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 5 % auf Siedlungen, 31 % auf Wald und Gehölze und 64 % auf Landwirtschaft.

Zu Bangerten gehören der Weiler Hohrain (580 m ü. M.) am Nordwestabhang des Oberholzes sowie zwei Einzelhöfe. Nachbargemeinden von Bangerten sind Scheunen, Iffwil, Zuzwil (BE) und Rapperswil (BE).

Bevölkerung

Mit 160 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2009) gehört Bangerten zu den kleinsten Gemeinden des Kantons Bern. Von den Bewohnern sind 93,7 % deutschsprachig, 1,9 % französischsprachig und 1,9 % sprechen Arabisch (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Bangerten belief sich 1850 auf 180 Einwohner, 1900 auf 228 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts nahm die Bevölkerungszahl durch starke Abwanderung bis 1970 um fast 40 % auf 141 Personen ab. Danach wurde eine längere Stagnationsphase und seit 1990 wieder eine leichte Bevölkerungszunahme verzeichnet.

Wirtschaft

Bangerten war bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Noch heute haben der Ackerbau, der Obstbau sowie die Milchwirtschaft und die Forstwirtschaft einen wichtigen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Einige weitere Arbeitsplätze sind im lokalen Kleingewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden, unter anderem in einer Schreinerei. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf dank seiner attraktiven Lage zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die hauptsächlich in der Agglomeration Bern arbeiten.

Verkehr

Die Gemeinde liegt abseits der grösseren Durchgangsachsen an einer Verbindungsstrasse von Jegenstorf nach Rapperswil (BE). Der nächste Anschluss an die Autobahn A6 (Bern-Biel) befindet sich rund 4 km vom Ortskern entfernt. Bangerten besitzt keine Anbindung an das Netz des öffentlichen Verkehrs.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1263 unter dem Namen Bongarten. Später erschienen die Bezeichnungen Bongarthen (1306), Boumgarten (1528), Bangartten (1575), Banngarten (1577), Bangarten (1789) und Bangerten (1850). Der Ortsname geht auf das mittelhochdeutsche Wort boumgarte (mit Fruchtbäumen bestandenes Landstück) zurück.

Seit dem Mittelalter unterstand Bangerten den Grafen von Kyburg. Im 13. Jahrhundert gelangte die Grundherrschaft an die Johanniterkomturei in Münchenbuchsee. Seit 1406 oblag die Oberhoheit über das Gebiet bei Bern. Nachdem die Kommende 1528 säkularisiert worden war, wurde Bangerten der Landvogtei Münchenbuchsee im Landgericht Zollikofen zugeteilt. Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime (1798) gehörte das Dorf während der Helvetik zum Distrikt Zollikofen und ab 1803 zum Oberamt Fraubrunnen, das mit der neuen Kantonsverfassung von 1831 den Status eines Amtsbezirks erhielt. Im Jahr 1847 wurde im Dorf eine Käsereigenossenschaft gegründet. Heute arbeitet Bangerten eng mit den Nachbargemeinden zusammen, welche zum Teil die kommunale Infrastruktur zur Verfügung stellen.

Sehenswürdigkeiten

Bangerten hat ein bemerkenswertes Ortsbild mit zahlreichen charakteristischen Bauernhäusern (Fachwerkbauten) aus dem 18. und 19. Jahrhundert bewahrt. Das Dorf besitzt keine eigene Kirche, es gehört zur Pfarrei Rapperswil.

Bilder

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Statistik Schweiz – Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Kantonen, Bezirken und Gemeinden

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Bangerten — Une vue d ensemble de la commune serait la bienvenue Administration Pays Suisse Canton Ber …   Wikipédia en Français

  • Bangerten — Saltar a navegación, búsqueda Bangerten Escudo …   Wikipedia Español

  • Bangerten — Bangerten, es una localidad suiza del cantón de Berna, situada en el distrito de Fraubrunnen …   Enciclopedia Universal

  • Bangerten — Infobox Swiss town subject name = Bangerten municipality name = Bangerten municipality type = municipality imagepath coa = |pixel coa= languages = German canton = Berne iso code region = CH BE district = Fraubrunnen lat d=47|lat m=3|lat NS=N|long …   Wikipedia

  • Messen-Scheunen — Scheunen Basisdaten Kanton: Bern Amtsbezirk: Fraubrunnen …   Deutsch Wikipedia

  • Oberscheunen — Scheunen Basisdaten Kanton: Bern Amtsbezirk: Fraubrunnen …   Deutsch Wikipedia

  • Zuzwil (BE) — BE dient als Kürzel für den Schweizer Kanton Bern und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Zuzwil zu vermeiden. Zuzwil (BE) …   Deutsch Wikipedia

  • Friedrich Buri — (* 24. Dezember 1860 in Bangerten; † 24. Juni 1937 in Bern, reformiert, heimatberechtigt in Bangerten) war ein Schweizer Politiker (FDP). Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Politisches Wirken …   Deutsch Wikipedia

  • Amtsbezirk Fraubrunnen — Basisdaten Kanton: Bern Hauptort: Fraubrunnen BFS Nr.: 0209 Fläche: 1 …   Deutsch Wikipedia

  • Fraubrunnen (Bezirk) — Der Amtsbezirk Fraubrunnen im Jahr 2007 Der Amtsbezirk Fraubrunnen war bis zum 31. Dezember 2009 eine Verwaltungseinheit des Kantons Bern. Der Bezirk mit Hauptort Fraubrunnen umfasste 27 Gemeinden auf 124 km² …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”