Banhart
Devendra Banhart 2005

Devendra Banhart (* 30. Mai 1981 in Texas) ist ein amerikanischer Psychedelic-Folk-Sänger und Songwriter. Seine bei Young God Records und zuletzt bei XL Recordings veröffentlichten Alben sowie die von ihm zusammengestellte Compilation The Golden Apples of the Sun, die Musiker wie Joanna Newsom, Antony and the Johnsons, CocoRosie und Josephine Foster versammelt, sind stilbestimmend für die New-Weird-America-Bewegung.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Banharts Eltern übernahmen den Vornamen Devendra von Prem Rawat, einem indischen Mystiker, dessen Anhänger sie waren. Zwei Jahre nach der Geburt ihres Sohnes trennten sie sich, und die Mutter zog mit Devendra nach Caracas, Venezuela. Dieses Land hat Banhart als ein sehr gefährliches in Erinnerung.[1] Devendras Mutter heiratete erneut, und die Familie zog nach Los Angeles. Seit dem zwölften Lebensjahr schrieb Banhart Stücke auf der Gitarre.

1998 zog Devendra Banhart nach San Francisco, um an der San Francisco Art Academy zu studieren. Er wohnte im berühmten Schwulenviertel Castro und begann bald in den verschiedensten Lokalen und Clubs als Gitarrist zu spielen.

2000 brach er sein Studium ab und zog nach Paris, wo er in einem kleinen Club entdeckt wurde. Noch im selben Jahr zog er zurück in die Vereinigten Staaten und pendelte ohne festen Wohnsitz zwischen San Francisco und Los Angeles hin und her. Während dieser ganzen rastlosen Zeit nahm er Lieder auf, manchmal auf dem Anrufbeantworter von Freunden. Aus diesen Stücken setzen sich seine ersten beiden Veröffentlichungen zusammen.

Werk

Banharts erstes Album, The Charles C. Leary, ist 2002 noch bei Hinah erschienen und taucht in den meisten Diskografien gar nicht auf; zumeist wird Oh Me Oh My... The Way the Day Goes By the Sun Is Setting Dogs Are Dreaming Lovesongs of the Christmas Spirit als sein Debut bezeichnet.[2] In kurzer Folge erschienen in den nächsten Jahren Rejoicing in the Hands, Niño Rojo und Cripple Crow. Während die ersten Alben noch sehr minimalistisch sind und viele der Stücke nur aus Gesang und Gitarre bestehen, wird Devendra Banhart auf Cripple Crow von einer größeren Band unterstützt.

Auf dem Titelstück von Rejoicing in the Hands singt Banhart im Duett mit der Songwriter-Legende Vashti Bunyan. In einem Interview bezeichnet er sie als "the living Nick Drake"[3]. Angeblich schreibt er vor jedem Konzert ihren Namen auf seinen Arm.

Banharts Stück Insect Eyes war im Teaser Trailer des Horrorfilms The Hills have Eyes 2 zu hören. [1]

Als erster Künstler stiftete Devendra Banhart ein Design für das Yellow Bird Project, um Geld für den Teenage Cancer Trust zu sammeln.

Diskografie

  • The Charles C. Leary (Hinah, 2002)
  • Oh Me Oh My|Oh Me Oh My... The Way the Day Goes By the Sun Is Setting Dogs Are Dreaming Lovesongs of the Christmas Spirit (Young God, 2002)
  • The Black Babies (UK EP) (Young God, 2003)
  • Rejoicing in the Hands (Young God, 2004)
  • Niño Rojo (Young God, 2004)
  • Cripple Crow (XL Recordings, 2005)
  • Devendra Banhart/Jana Hunter (Split-EP mit Jana Hunter, Troubleman Unlimited #153, LP, 2005)
  • Smokey Rolls Down Thunder Canyon (XL Recordings/Beggars Group/Indigo, 2007)

Aufnahmen mit anderen Musikern

  • "Rejoicing in the Hands" mit Vashti Bunyan auf The Golden Apples of the Sun (2004)
  • UNICEF Benefit Song mit verschiedenen Musikern auf "Do They Know It's Hallowe'en?" (2005)
  • "Spiralling" with Antony and the Johnsons auf I Am a Bird Now (2005)
  • The Black Swan mit Bert Jansch (2006)
  • Das zweite "Water Piece" Projekt mit Yoko Ono.
  • Das Lied "The Century Trilogy III: The Fall" mit Tarantula AD auf ihrem Album, Book of Sand
  • "Brazilian Sun" mit CocoRosie auf ihrem zweiten Album, Noah's Ark
  • "Houses" mit CocoRosie auf ihrem dritten Album, The Adventures of Ghosthorse and Stillborn
  • Eine Coverversion von Caetano Veloso's "London, London" mit Cibelle
  • "Who Loves" auf Matteah Baim's Album "Death of the Sun," mit Jana Hunter
  • Das Album Surfing von Megapuss mit Gregg Rogove von Priestbird , Fab Moretti von The Strokes und MTV-Comedian Aziz Ansari (2008)


Quellen

  1. Interview in SF Weekly. Auch die meisten anderen biografischen Angaben stammen aus diesem Artikel. Banharts Label Young God Records hat sie aus dieser Quelle übernommen.
  2. Zum Beispiel auf der Homepage von XL Recordings.
  3. splendidzine.com-Interview

Weblinks


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