Banjul
Banjul
13.453055555556-16.5775{{{elevation_save}}}Koordinaten: 13° 27′ N, 16° 35′ W
Karte: Gambia
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Region: Greater Banjul Area
Nächster Ort: Serekundao1
Fläche: 12 km²
Gründung: 1816o2
Einwohner: 32.921 (2010)

EW2 EW3

Karte von Banjul
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Klimadiagramm Banjuls
Klimadiagramm Banjuls

Banjul (ehemals Bathurst) ist die Hauptstadt des westafrikanischen Staats Gambia. Als „City of Banjul“ gehört die Stadt in der Verwaltungsgliederung Gambias, neben den Regionen und der Kanifing Municipal als eigener Verwaltungsbezirk zu der obersten Ebene der Verwaltungseinheiten.

Nach einer Berechnung für das Jahr leben dort etwa 32.921 Einwohner, damit ist Banjul die fünftgrößte Stadt Gambias. Die letzte veröffentlichte Volkszählung von 2003 ergab 34.828 Einwohner.[1]

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Banjul liegt an der Mündung des Gambia-Flusses an der Küste des Atlantischen Ozeans. Die Siedlung wurde auf einer flachen Sandbank-Insel (St. Mary’s Island), die sich im Laufe der Zeit in der Mündung gebildet hatte, angelegt. Vor der Besiedlung wuchsen auf der Sandbank außer Baobabs (Affenbrotbäume) auch Bambuswälder.

Banjul bedeutet in der Mande-Sprache „Bambusinsel“.

Ausdehnung des Stadtgebiets

Durch die geographische Lage auf einer Sandbank ist die weitere Expansion des Stadtgebietes nicht möglich, an der westlichen Stadtgrenze befinden sich die Mangrovensümpfe. Diese sind unter dem Namen Tanbi Wetland Complex bekannt und genießen den besonderen Schutz eines Naturreservats und Ramsar-Schutzgebiet.

Nachbargemeinden

Von dieser natürlichen Begrenzung der Stadt profitiert als schnell wachsende Stadt Serekunda. Sie ist durch dem Banjul-Serekunda Highway mit Banjul verbunden und liegt westlich der Mangrovensümpfe auf dem Festland.

Stadtgliederung

Banjul ist neben der Hauptstadt auch ein eigener Verwaltungsbezirk des Staates. Zusammen mit der Kanifing Municipal bildet es die Greater Banjul Area.

Bevölkerung

Nach einer Erhebung von 1993[2] (damalige Volkszählung) stellt die größte Bevölkerungsgruppe die der Mandinka mit einem Anteil von rund drei Zehnteln, gefolgt von den Fula und den Wolof. Die Verteilung im Detail: 28,9 % Mandinka, 9,8 % Fula, 31,1 % Wolof, 6,4 % Jola, 5,1 % Serahule, 8,1 % Serer, 5,9 % Aku, 1,1 % Manjago, 1,4 % Bambara und 2,1 % andere Ethnien.

Geschichte

Banjul wurde 1816 unter dem Namen Bathurst (nach Henry Bathurst, Sekretär des Britischen Kolonialbüros) als Handels- und Militärposten gegründet, als die Briten versuchten, den Sklavenhandel einzudämmen. Gegenüber von Fort Bullen (Barra) auf der anderen Seite des Gambia errichteten sie ein Fort und mehrere Geschützstellungen, unter anderem die Six-Gun Battery. Beide Forts waren dazu gedacht, die Fortsetzung des Sklavenhandels aus dem Hinterland zu verhindern. Die Six-Gun Battery ist seit 2003 als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuft.

Am 18. Februar 1965 wurde die Stadt Hauptstadt des neuen unabhängigen Staates Republic of The Gambia. Sie wurde am 24. April 1973 im Zuge der Afrikanisierung in Banjul umbenannt.

Religionen

Moschee

Die römisch-katholische Kirche hat für die knapp 33.000 Katholiken im Land Gambia das Bistum Banjul.

Politik

Dem Stadtrat (Banjul City Council) steht ein Lord Mayor vor, seit dem 12. Februar 2008 ist Samba Faal Amtsinhaber dieser Position.

Städtepartnerschaften

  • Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Grimsby, Vereinigtes Königreich
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Newark, Vereinigte Staaten
  • TaiwanTaiwan Taipeh, Republik China
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tuskegee, Vereinigte Staaten
  • DeutschlandDeutschland Unna, Deutschland, (ohne förmliche Festigung)
  • SenegalSenegal Dakar, Senegal
  • ItalienItalien Mailand, Italien (2008)[3]
  • KatarKatar Doha, Katar (2011)[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

  • Das National Museum auf der Gloucester Street zeigt Exponate aus der kolonialen Vergangenheit und der jüngeren Geschichte Gambias.

Bauwerke

„Arch 22“

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Banjul ist Ziel eines ungewöhnlichen jährlichen Autorennens, die Plymouth-Banjul Challenge. Die Teilnehmer müssen ein Auto fahren, das einen Wert von ungefähr 100 britischen Pfund nicht übersteigt und unterwegs mit einem beschränkten Budget auskommen. In Anlehnung an die Rallye Paris-Dakar sollen die Fahrzeuge vom südenglischen Plymouth die Nordwestküste von Afrika in knapp zwanzig Tagen erreichen. Falls sie ankommen, werden die Fahrzeuge verkauft oder gespendet.
  • Ähnlich der o.g. Plymouth-Banjul Challenge findet zwei Mal pro Jahr die Dresden-Dakar-Banjul Challenge statt. Ausgerichtet wird dies vom sächsischen Breitengrad e.V.. Gestartet wird jeweils im März und Oktober, gefahren werden gebrauchte Autos, die am Ziel angekommen, karitativ versteigert werden.

Wirtschaft und Infrastruktur

Der Seehafen von Banjul spielt für Gambia eine große Rolle. Das wichtigste Exportprodukt sind Erdnüsse, importiert werden hauptsächlich Erdöl- und Erdölprodukte.

Verkehr

Banjul ist von Westen her vom Festland über den gut ausgebauten Banjul-Serekunda Highway, der über die Denton Bridge führt, und die Bond Street zu erreichen. Nach Osten gibt es die Fähre Banjul–Barra, die alle neunzig Minuten nach Barra auf der anderen Seite des Flusses verkehrt.

Etwas außerhalb von Banjul, etwa 24 Kilometer entfernt, befindet sich der Banjul International Airport.

Persönlichkeiten

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Banjul in World Gazetteer, Zugriff Mai 2010
  2. Population by Ethnicity, by Settlement and Local Government Area. (Gambians Only) PDF-Datei
  3. BCC Twin With Milan City Council The Point (online) vom 20. November 2008
  4. Banjul signs twining pact with Doha The Daily Observer (online) vom 28. Oktober 2011

Weblinks

 Commons: Banjul – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikinews Wikinews: Banjul – in den Nachrichten

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