Bank für Kirche und Caritas
Bank für Kirche und Caritas eG
Logo der Bank für Kirche und Caritas
Staat Deutschland
Sitz Paderborn
Rechtsform eingetragene Genossenschaft
Bankleitzahl 472 603 07[1]
BIC GENO DEM1 BKC[1]
Verband Rheinisch-Westfälischer Genossenschaftsverband
Website www.bkc-paderborn.de
Geschäftsdaten 2010[2]
Bilanzsumme 3.602 Mio. EUR
Einlagen 3.389 Mio. EUR
Kundenkredite 631 Mio. EUR
Mitarbeiter 81
Leitung
Vorstand Richard Böger,Jürgen Reineke
Aufsichtsrat Georg Rüter
Liste der Genossenschaftsbanken in Deutschland

Die Bank für Kirche und Caritas eG mit Sitz in Paderborn wurde 1972 als Darlehnskasse im Erzbistum Paderborn eG gegründet. Da dies die letzte Gründung einer katholischen Kirchenbank in Deutschland war, ist die Bank die jüngste genossenschaftliche Kirchenbank in Deutschland.

Ihr satzungsgemäßer Auftrag ist die Versorgung aller Einrichtungen der katholischen Kirche mit finanzwirtschaftlichen Dienstleistungen aller Art. Im Mittelpunkt steht hierbei die Verwaltung kirchlichen Vermögens, die Kreditvergabe zur Finanzierung karitativer Einrichtungen sowie die Abwicklung des nationalen und internationalen Zahlungsverkehrs für ihre Kunden.

Die seit 1998 unter dem heutigen Namen firmierende Bank unterhält nur die Geschäftsstelle in Paderborn und hat zur Verringerung der Kosten seit Gründung auf die Einrichtung weiterer Zweigstellen verzichtet. Zunächst konzentrierte sich ihre Tätigkeit auf den Bereich des Erzbistums Paderborn. Seit 2000 betreut die Bank auch zunehmend katholische Kunden in ganz Deutschland, überwiegend in den Bistümern Magdeburg, Fulda und Limburg.

Die Bilanzsumme belief sich Ende 2010 auf 3.602 Mio. Euro. Die Bank verwaltete 3.389 Mio. Euro Kundeneinlagen und hatte 631 Mio. Euro Kundenkredite vergeben. Das Eigenkapital betrug Ende 2010 141 Mio. Euro.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Bank für Kirche und Caritas ist die jüngste der drei in Westfalen arbeitenden kirchlichen Banken. Sie wurde im Frühjahr 1972 als Darlehnskasse im Erzbistum Paderborn eG gegründet, die Initiative hierzu ging vor allem von Erzbischof Lorenz Kardinal Jaeger aus. Die Idee war ein „Gemeinschaftswerk von und für Kirchengemeinden, kirchlich-caritative Einrichtungen und deren Mitarbeiter“ wie es in anderen Bistümern bereits bestand. Erste Gespräche wurden bereits 1971 geführt, die Banklizenz wurde am 16. März 1972 durch das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen erteilt. Unter dem ersten hauptamtlichen Vorstand, Berthold Naarmann, nahm die Bank am 2. Mai 1972 den Geschäftsbetrieb auf.

Bereits im ersten Jahr ihres Bestehens konnten 800 Kunden gewonnen werden. Dabei wurden die potentiellen Kunden individuell angeschrieben und über die neue Bank informiert. Ab 1974 änderte sich auch die Verteilung der Geldmittel an die Gemeinden. Nunmehr wurden die Gelder nicht mehr nach Bedarf verteilt, sondern es erhielt jede Gemeinde und kirchliche Einrichtung nach einem bestimmten Schlüssel eine Zuweisung, die nach einem Punktesystem bemessen wurde.

1977 erwarb die Bank das Gebäude der Westdeutschen Genossenschafts-Zentralbank; im darauf folgenden Jahr fand ein dringend notwendiger Umbau des in den 1950er Jahren errichteten Gebäudes statt. Eine weitere größere Umbaumaßnahme erfolgt Anfang der 1990er Jahre. Zu dieser Zeit war das Bankgeschäft so weit angewachsen, dass nun sämtliche Stockwerke des Hauses für die Darlehnskasse genutzt werden mussten. Eine zusätzliche Erweiterung steht kurz bevor. 2005 wurde die Immobilie des Nachbargebäudes Kamp 19 erworben, die eine Vergrößerung des Bankgebäudes inklusive Parkmöglichkeiten für die Kunden ermöglichen wird. Die Bauarbeiten begannen im Sommer 2008 und sollen bis zu Libori 2011 fertiggestellt werden.

Im Jubiläumsjahr 1997 übernahm die Bank ihren „Beinamen“ Bank für Kirche und Caritas als offizielle Bezeichnung. In den letzten Jahren wurden die Geschäftsbeziehungen auch über den Bezirk des Bistums Paderborn ausgeweitet.

Die Tätigkeit der Bank war von Beginn an nicht nur auf die traditionellen Bankdienstleistungen beschränkt. So wurden bereits in den ersten Jahren Kontakte nach Polen, insbesondere in das Bistum Köslin aufgenommen. Die Bank unterstützte ferner die Einrichtung eines Katastrophenfonds durch den Kirchensteuerrat. 2005 tagte erstmals ein von der Bank für Kirche und Caritas einberufener Nachhaltigkeitsbeirat, der die Bank bei der weiteren Profilierung ihres Nachhaltigkeitsverständnisses unterstützen wird. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Erhalt historischer Kulturgüter. Auch die Förderung zeitgenössischer kirchlicher Kunst genießt einen hohen Stellenwert. So wurde 2004 ein Bilderzyklus zur Geschichte Paderborns mit zehn Motiven gestaltet, die heute die Außenfassade des Bankgebäudes schmücken.

Vorstandsvorsitzender der Bank ist Richard Böger, der zusammen mit Jürgen Reineke den zweiköpfigen Vorstand bildet.

Nachhaltigkeit

Mit der im Frühjahr 2003 gegründeten Nachhaltigkeitsabteilung hat die Bank ihr speziell auf Nachhaltigkeit hin ausgerichtetes Kompetenzprofil beständig ausgebaut. Die Bank für Kirche und Caritas ist seither inhaltlicher und intellektueller Vorreiter auf dem Gebiet ethisch wertorientierter Investments. Mit ihrer alle Geschäftssparten umfassenden Produktpalette ist sie heute einer der führenden Anbieter nachhaltiger Finanzdienstleistungen in Kirche und Caritas. Für diese ganzheitlich auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Geschäftspolitik wurde die Bank für Kirche und Caritas 2008 mit dem portfolio institutionell Award in der Kategorie „Bester Nachhaltiger Investor“ ausgezeichnet.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. http://www.bkc-paderborn.de/etc/medialib/i500m0261/pdf/berichte.Par.0009.File.tmp/Flyer_Kurzbericht_2010_WWW.pdf
51.7166188.755402

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