Bank für Spareinlagen und Vermögensbildung AG
ING-DiBa AG
Logo
Unternehmensform Aktiengesellschaft
Gründung 1965 in Frankfurt am Main
Unternehmenssitz Frankfurt am Main
Unternehmensleitung
Mitarbeiter 2.794 (2008) [1]
Bilanzsumme 81,956 Milliarden Euro (2008)[2]
Branche Kreditinstitut
Website

www.ing-diba.de

Die ING-DiBa AG ist die größte Direktbank in Deutschland und Europa. Sie hat ihren Sitz in Frankfurt am Main.

Die ING-DiBa ist ein Tochterunternehmen der niederländischen ING Groep, eines weltweit agierenden Finanzkonzerns mit über 75 Millionen Kunden, 120.000 Mitarbeitern und Niederlassungen in mehr als 50 Ländern auf allen Kontinenten (Stand Ende 2006).

Vorstandsvorsitzender der ING-DiBa ist seit 1. Juli 2003 der Niederländer Ben Tellings.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Hauptgebäude der ING-DiBa in Frankfurt am Main
Gebäude der ING-DiBa in Hannover

Das Kreditinstitut in Deutschland wurde 1965 als Bank für Sparanlagen und Vermögensbildung AG (BSV) in Frankfurt unter anderem vom SPD-Politiker und späteren Bundesminister Georg Leber gegründet. Zweck des Institutes war es, allen Arbeitnehmern in Deutschland eine Bank zur Verfügung zu stellen, bei der sie die damals neu eingeführten Vermögenswirksamen Leistungen ansparen konnten. Georg Leber kommentierte das Verhalten der etablierten deutschen Banken damals mit folgendem Satz: „Die deutschen Banken kommen mir vor wie ein alter Hund, der satt ist. Dem kann man ruhig einen fetten Knochen hinhalten, der knurrt nicht einmal.“

1981 betrug das Kapital der Bank rund 75 Millionen DM und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) war über die BGAG, Eigentümer der Bank für Gemeinwirtschaft (BfG), und über die BfG mit 51 Prozent Mehrheitsgesellschafter der BSV.

1994 erfolgte die Umfirmierung in Deutsche Direktbank AG und nach einer Klageandrohung (angebliche fast Namensgleichheit) der Deutschen Bank in Allgemeine Deutsche Direktbank AG. Bereits 1998 erwarb der niederländische Bankkonzern ING Groep 49 % der DiBa-Anteile. Ab 1999 trat die Bank unter der Marke DiBa (für: Direktbank) auf.

Sie etablierte sich als eine der größten deutschen Banken, die ihre Dienstleistungen ausschließlich per Telefon, Telefax oder Internet anbieten. Ebenfalls 1999 kaufte die Bank die in Hannover ansässige Bank GiroTel. Im Jahr 2002 erwarb die DiBa 100 % der Frankfurter Degussa Bank und verkaufte sie am 27. November 2006 mit einem Verlust von 14 Mio. Euro nach IFRS an eine von M. M. Warburg & CO angeführte Investorengruppe.

Anfang 2002 kaufte die ING Groep weitere 21 % hinzu, 2003 erfolgte die vollständige Übernahme der DiBa durch die ING. Die DiBa verstärkte im Produktbereich Immobilienfinanzierung ihren eigenen Telefonvertrieb durch die Zusammenarbeit mit Kreditvermittlern und stieg dadurch innerhalb weniger Jahre zu einem der größten deutschen Immobilienfinanzierer auf.

Im Juli 2003 übernahm die schon damals mit über zwei Millionen Kunden erfolgreichste Direktbank Deutschlands DiBa die zweitgrößte Direktbank Deutschlands, die Nürnberger Entrium Direct Bankers AG. Damit hatte sie neben der Zentrale in Frankfurt am Main und dem Standort in Hannover noch eine weitere Niederlassung in Nürnberg. 2004 änderte die Bank ihren Marktauftritt zu ING-DiBa, zum 1. Juli 2005 folgte die Umbenennung im Handelsregister in ING-DiBa AG. Des Weiteren ist die ING-DiBa AG Mitglied im Bundesverband deutscher Banken.

Logo 2003 bis 2006

Mit der Änderung des Logos in Deutschland zum 1. Januar 2007 wurde die schrittweise Umstellung von der DiBa zur ING-DiBa abgeschlossen. Der Schriftzug „DiBa“ bekam die gleiche Serifen-Schrift wie das ING und der orange i-Punkt wurde blau.

Produkte

Erfolgreichstes Produkt ist das Tagesgeldkonto Extra-Konto. Daneben hat die ING-DiBa auch private Immobilienfinanzierungen, Brokerage, Ratenkredite und viele weitere Dienstleistungen im Angebot, wovon in letzter Zeit vor allem Spar- und Girokonten hervorzuheben sind.

Die Bank betreibt rund 1.200 eigene Geldautomaten, die hauptsächlich an Aral-Tankstellen, aber auch in real,- und Media Markt/Saturn-Filialen zu finden sind und ist damit fünftgrößter Geldautomatenbetreiber in Deutschland.[3]

Kennzahlen

Nach Angaben aus dem Geschäftsbericht der ING-DiBa betreute die Bank am 31. Dezember 2006 5.703.075 Kunden in Deutschland und 301.597 Kunden in Österreich, beschäftigte 2.549 Mitarbeiter (davon 81 Auszubildende) und hatte eine Bilanzsumme in Höhe von 72,794 Milliarden Euro bei einem Eigenkapital von 4,379 Milliarden Euro. Die Bankleitzahl ist die 500 105 17.

Unter den 100 größten Banken in Deutschland belegt die ING-DiBa AG den 24. Platz (Stand: 31. Dezember 2006) laut der Fachzeitschrift die bank[4].

Die Bilanzierung erfolgte bis 2004 nach Dutch-GAAP, ab 2005 nach IFRS.

2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008
Bilanzsumme [Mio. €] 21.053 40.190 51.997 64.935 72.794 76.274 81.956
Kundeneinlagen [Mio. €] 19.236 37.006 47.196 56.594 61.141 62.767 64.365
Kundenforderungen [Mio. €] 4.554 10.323 17.160 27.710 36.607 45.776 52.827
Eigenkapital [Mio. €] 301 603 843 4.179 4.379 4.559 4.595
Ergebnis vor Steuern [Mio. €] -4 44 105 269 387 469 412
Mitarbeiterzahl 914 1.802 2.088 2.304 2.549 2.740 2.794
Kunden [Mio.] 1,8 3,7 4,3 5,3 6,0 6,4 6,6

Anteilseigner

Anteil Anteilseigner
100 % ING Groep

Stand: Dezember 2007

Sponsoring und Werbung

Seit dem 1. Mai 2003 ist die ING-DiBa Hauptsponsor der deutschen Basketballnationalmannschaft mit einem Vertrag bis 2008. Dirk Nowitzki wirbt in mehreren Fernsehspots für die ING-DiBa. Außerdem sponsert die Bank den Helmut-Schmidt-Journalistenpreis.

Quellen

  1. https://www.ing-diba.de/main/uu/ueberuns/fakten/
  2. https://www.ing-diba.de/main/uu/ueberuns/fakten/
  3. http://www.boerse-online.de/finanzen/aktuell/:ING-DiBa:&%23x201e%3BIch-bin-doch-nicht-bl%F6d&%23x201c%3B/505063.html
  4. http://www.die-bank.de/

Weblinks

  • ing-diba.de – Offizielle Website der ING-DiBa in Deutschland
  • ing-diba.at – Offizielle Website der ING-DiBa in Österreich

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