9. selbständige Armee (Rote Armee)

Die 9. selbständige Armee war ein militärischer Verband der Roten Armee zu Beginn des Großen Vaterländischen Kriegs. Sie war mit drei Schützen-, einem Kavallerie- und zwei Mechanisierten Korps die größte Armee an der Westgrenze der Sowjetunion vor dem deutschen Überfall am 22. Juni 1941. Am 25. Juni 1941 wurde die Armee der aus dem Odessaer Militärbezirk neu gebildeten Südfront unterstellt. Die 9. Armee bestand bis zum November 1943.

Inhaltsverzeichnis

Kommando

  • Generaloberst Ja.T. Tscherewitschenko (Juni–September 1941),
  • Generalmajor F.M. Charitonow (September 1941–Mai 1942),
  • Generalmajor P.M. Koslow (Mai–Juni 1942),
  • Generalleutnant A.I. Lopatin (Juni 1942),
  • Generalmajor F.A. Parchomenko (Juli–August 1943),
  • Generalmajor K.A. Korotejew (September 1942–Februar 1943),
  • Generalmajor W.W. Glagoljew (Februar–März 1943),
  • Generalmajor K.A. Korotejew (März–Mai 1943),
  • Generalleutnant A.I. Lopatin (Juni 1943),
  • Generalmajor A.A. Gretschko (Juni–Oktober 1943).

Gliederung

22. Juni 1941

  • XIV. Schützenkorps (Generalmajor D.G. Jegerow)
    • 25. Schützendivision
    • 51. Schützendivision
  • XXXV. Schützenkorps (Brigadegeneral I.F. Daschitschew)
    • 95. Schützendivision
    • 176. Schützendivision
  • XXXXVIII. Schützenkorps (Generalmajor Rodion Jakowlewitsch Malinowski)
    • 30. Gebirgsschützendivision
    • 74. Schützendivision
    • 150. Schützendivision
  • II. Kavalleriekorps (Generalmajor P.A. Below)
    • 5. Kavalleriedivision
    • 9. Kavalleriedivision
  • II. Mechanisiertes Korps (Generalmajor J.W. Nowosetski)
    • 11. Panzer-Division
    • 16. Panzer-Division
    • 15. Motorisierte Schützendivision
  • XVIII. Mechanisiertes Korps (Generalmajor P.V. Woloch)
    • 44. Panzer-Division
    • 47. Panzer-Division
    • 218. Motorisierte Schützendivision

1. Januar 1942

  • 30., 51., 317., 339. Schützendivision
  • 23 mot.Schützenregiment (NKWD)
  • 6. Panzerbrigade

1. Juli 1942 (Südwestfront)

  • 51., 81., 106., 140., 255., 296., 318., 333. Schützendivision
  • 5. Kavalleriekorps (30., 34., 60. Kavalleriedivision)
  • 12. Panzerbrigade

1. Februar 1943 (Nordkaukasusfront)

  • 9. Schützenkorps (43., 157., 256. Schützenbrigade)
  • 11. Gardeschützenkorps (7., 34., 57. Schützenbrigade, 8. Gardeschützenbrigade)
  • 11. Schützenkorps (19., 84., 131. Schützenbrigade)
  • 207. Panzerbrigade

1. Juli 1943 (Nordkaukasusfront)

  • 9. Schützenkorps (34., 43., 157., 256. Schützenbrigade)
  • 11. Schützenkorps (19., 57., 84., 131. Schützenbrigade)
  • 276., 351. Schützendivision

Quellen

  • David M. Glantz: Colossus Reborn. The Red Army at War, 1941–1943. University of Kansas Press, Lawrence 2005, Band II.
  • Robert Kirchubel: Unternehmen Barbarossa, Oxford 2003.

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