Bankhaus Michael Kaskel

Das Bankhaus Kaskel war eine Privatbank mit Sitz in Dresden.

Gegründet wurde sie 1771 von dem aus Polen stammenden und in Dresden zum Hoffaktor ernannten Juden Jakob Kaskele. Schwerpunkt war zunächst das Wechselgeschäft. Nach seinem Tod 1788 leitete zunächst seine aus Prag stammende Witwe Philippine (1742-1811) das Institut, danach sein Sohn Michael Kaskel (1775-1845), der Geschäftskontakte zum sächsischen Staat knüpfte. Unter dessen bereits evangelisch getauften Söhnen Carl (1798-1874) und Julius (1802-1862) betätigte sich die Bank zunehmend als Industriefinanzier, insbesondere für Aktienbrauereien und Eisenbahngesellschaften. 1872 wurde das Bankhaus Kaskel in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, die unter ihrem neuen Namen Dresdner Bank zu einem der führenden Kreditinstitute des Reiches aufsteigen sollte.

Das nach 1945 abgerissene Gebäude der Bank (Palais Kaskel-Oppenheim) war gemäß Gottfried Sempers Plänen nach dem Vorbild des Palazzo Pandolfini (in Florenz) errichtet worden.

Literatur

  • Simone Lässig: Jüdische Privatbanken in Dresden. In: Dresdner Hefte. Nr. 61, ISBN 3-91005-553-2, S. 86f.
  • Kaskel, Joachim Felix: Vom Hoffaktor zur Dresdner Bank. In: Zeitschrift für Unternehmensgeschichte. 28. Jg., Heft 3/1983; Hrsg.: Pohl, Hans u. Treue, Wilhelm; S.159-187.

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