Thüringer Landessternwarte


Thüringer Landessternwarte
Karl-Schwarzschild-Observatorium der Thüringer Landessternwarte

Das Observatorium existiert seit 1960 als Institut der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin in der Nähe des Dorfes Tautenburg. 1992 wurde aus dem Institut die Thüringer Landessternwarte (TLS) Karl-Schwarzschild-Observatorium, eine Einrichtung des öffentlichen Rechts des Freistaats Thüringen.

Alfred-Jensch-Teleskop der Thüringer Landessternwarte

Das wichtigste astronomische Beobachtungsinstrument des Observatoriums ist das Alfred-Jensch-Teleskop, ein 2-m-Spiegelteleskop mit sphärischem Hauptspiegel, das von der Firma Carl Zeiss in Jena gefertigt wurde. Es handelt sich dabei um das größte Teleskop auf deutschem Boden. Es kann zur Astrofotografie auch als Schmidt-Kamera genutzt werden, der Bildwinkel beträgt dann 3,3° × 3,3°. Hierbei verringert sich die Apertur durch die Schmidt-Platte auf 1,38 m; es ist dann das größte Schmidt-Teleskop weltweit. Alternativ kann es mit voller 2 m Apertur in einer Cassegrain-Spiegelanordnung betrieben werden, als Pressmann-Camichel-Teleskop, der Bildwinkel liegt dann bei 10-20 Bogensekunden.

Die Sternwarte entdeckte am 5. April 2005 einen Exoplaneten um den Stern HD 13189 und hat damit international ihre Bedeutung bestätigt.

Weblinks

50.98011111111111.7111666666677Koordinaten: 50° 58′ 48″ N, 11° 42′ 40″ O


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